Spritzgießbarer hochleitfähiger Faserverbundkunststoff „Hot Polymer CF 273“

Nachdem das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement EVD, Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT, Förderagentur für Innovation KTI der Rominger Kunststofftechnik GmbH einen Innovationsscheck für die Weiterentwicklung des thermisch leitfähigen Faserverbundkunststoffes „Hot Polymer CF 273“ ausgestellt hat, fand nun an der Interstaatlichen Hochschule Buchs (NTB) am 20. Jan. 2012 eine weitere Projektbesprechung statt.

Wie elektrische amorphe Isolatoren, so sind auch Kunststoffe schlechte Wärmeleiter. Die Wärmeleitfähigkeit von Kunststoffen im ungefüllten Zustand liegt im Bereich von 0,1 W/mK bis 0,5 W/mK.
Im Vergleich zu den Metallen somit um ein Vielfaches niedriger.
(Metalle: 10 – 400 W/mK).

Kunststoffe sind elektrische Isolatoren mit Leitfähigkeiten im Bereich von 10-16 S. Durch das Das Zugeben von elektrisch leitfähigen Füllstoffen zu einer Kunststoffmatrix ermöglicht eine Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit.
Kunststoffe sind somit im ungefüllten Zustand schlechte Wärmeleiter und elektrische Isolatoren.

Durch Zugabe von leitfähigen Füllstoffen nimmt die thermische und elektrische Leitfähigkeit gemeinsam zu. Viele technische Anwendungen erfordern jedoch eine hohe Wärmeableitung bei gleichzeitiger elektrischer Isolation.

Ein Kunststoff mit neuen Eigenschaften
Ein spritzgiessbarer thermoplastischer Kunststoff, der einerseits Wärme leicht ableitet, andererseits aber elektrisch isolierend wirkt. Eine ideale Kombination für PCs und besonders Laptops, die sich heute noch zu sehr erwärmen bzw. deswegen gekühlt werden müssen. Messungen am Lüfterausgang ergeben Messwerte über 70°C. Generell kommen sämtliche bestehende Kunststoffanwendungen die über eine verbesserte Wärmeabfuhr bei gleichzeitiger elektrischer Isolation verfügen müssen in Frage.  
Medizintechnik: Für Gehäuseverschalungen wie z.B. Pumpengehäuse für die Absaugung von Blut und Sekret, Kunststoff-Wannen für Lichttherapien, wärmeleitfähige Tubes uvm.

Summary
Ein thermisch hochleitfähiger, elektrisch jedoch isolierender Kunststoff stellt zweierlei dar:
a) eine kostengünstige Alternative/Substitut zu Metallapplikationen und
b) einen Innovationssprung zu bestehenden Kunststoffsystemen.

Ein mögliches Anwendungsbeispiel von vielen:
Die Laptop-Gehäuse von Mac sind aufgrund der Wärmeproblematik bei den Kunststoffgehäusen (Wärme wird gebunkert) aus gut leitendem Aluminium.
Die Idee ist funktional gesehen gut und macht durchaus Sinn, doch preislich nicht, denn die Herstellung der Aluminiumverschalung ist enorm aufwändig, teuer und nicht gegen Oxidation gefeit. Der leitfähige Kunststoff kann dagegen mit der geeigneten Verarbeitungstechnologie vollautomatisch, schnell, günstig und oxidationsfrei zu Laptop-Gehäusen verarbeitet werden.

Stationen, bisherige Ergebnisse und Ausblick
Die Situationsanalyse inkl. Marktanalyse mit integrierter Patentrecherche hinsichtlich bestehender Systeme ist bereits abgeschlossen.
Das Fazit war, dass keine Patentverletzung zu erwarten ist und dass keine der bestehenden Kunststoffmatrix-Systeme (wie z.B. mit Bornitrid) nicht mal annähernd diese Anforderungen erfüllt. Die Interstaatliche Hochschule Buchs (Prof. Dr. Bernard und Prof. Dr. Affolter), die Semadeni AG (Herr Patrick Semadeni), Herr Silvio Gächter (Diplomarbeit 2011, IBZ eidg. anerkannte Höhere Fachschule) sowie Fallstudien der IBZ leiteten die entscheidenden Entwicklungsschritte ein. Als Meilensteine können genannt werden: Der Nachweis der Spritzgiessbarkeit trotz sehr hohen Füllgraden. Bessere technisch-wirtschaftliche Wertigkeit im Vergleich mit anderen leitfähigen Materialien.

Kontaktadresse:
Rominger Kunststofftechnik GmbH, Bleick 3b, CH-6313 Edlibach, Switzerland
Internet: http://www.kunststofftechnik.ch

Bildquellen: Lars Rominger
Abb. 1:  Schematische Darstellung der magnetischen Eigenschaften, der elektrischen und thermischen Leitfähigkeit sowie der mechanischen Eigenschaften vom Füllstoffgehalt.

Abb. 2: Chemisch geätzter Anschliff eines thermisch leitfähig modifizierten Kunststoffes mit Kupferzusatz. Rasterelektronenmikroskop (REM) – Betrachtung der Kunststoffstruktur und der Füllstoff – Matrix – Anbindung.

Rückfragehinweis: innovativ@dieIdee.eu

Preisstrategie & Produktstrategie als Motor des Innovationsmanagements

Was hat die Höhe der Lohnstückkosten mit dem Image des Innovationspotentials einer Volkswirtschaft zu tun?

Die Presse klärt auf:

Über den gesamten Zeitraum ab 1990 stiegen die Lohnstückkosten ähnlich [Anm. dieIdee Innovationsagentur „wie in Deutschland“] stark bei den anderen Ländern der Eurozone. Das absolute Niveau bleibt hoch: Nur vier wichtige Industrienationen und EU-Länder haben höhere Lohnstückkosten. Wenn also alle Welt deutsche Waren kauft, hat das einen anderen Grund. Die Industrie besetzt Nischen statt Massenproduktion, sie punktet mit Innovation und maßgeschneiderten Lösungen. Das macht die Produkte weniger preissensibel, aber nicht immun für den Wettbewerb.

Wie stark sind Ihre Produktlösungen innovativ maßgeschneidert? Diskutieren Sie mit: innovation@dieIdee.eu

Bildquelle: http://diepresse.com/images/uploads/d/8/4/724356/deutschen_gross_stark_macht_launchy-view-132673465783420120116182707.jpg

Quelle: Die Presse Printausgabe vom 17. Jänner 2011, Seite 1

Akkumulatoren durch Nanotechnologie 100-fach leistungsfähiger

Leistungsstarke Akkus, vielfach gewünscht, dennoch schwierig herzustellen.

Stanford, eine der vielen Forschungsschmieden weltweit wollen eine neue innovative Technik erfunden haben, welche die Akkulebenszeit um einen signifikaten Faktor erhöht.

Der Trick dahinter? Die Verwendung eines Materials aus Nanopartikeln.

Die Forscher sprechen von bis zu 100 fach erhöhte Leistung, die sich in der Zahl der Ladezyklen eines Akkus ausdrückt.

„Die Basis ist eine Elektrode, die aus Nanopartikeln einer Kupferverbindung besteht. Im Gegensatz zu Lithium Ionen Akkus ist die neue Technologie effizienter und relativ günstig in der Produktion. Zudem könnten sie als Zwischenspeicher dienen – zur Ausgleichung von Leistungsschwankungen, zu denen es durch Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien kommt.“

Protypen exisitieren noch nicht, in Systemtests wurden bereits 40.000 Charge und Decharge Zyklen erreicht. 80 % der Anfangsleistung zeigen die deutliche Leistungsfähigkeit der Technologie, die sich mit der atomaren Struktur der „Kupfer-Hexacyanoferrats“ in Kristallform darstellt. Herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus erreichen 400 Ladezyklen.

„Ionen können in der offenen Kristallstruktur leichter eindringen als in anderen Materialien, wo sich das Kristallgitter durch den regen Teilchenfluss zunehmend abnutzt. Im Vergleich zu Lithium-Ionen dienen Kalium-Ionen als Ladungsträger, die aufgrund ihrer Größe besser zu den Öffnungen in der Kristallstruktur der Elektrode passen.“

Ein weiterer Ansatz ist „In-Plane Vacancy-Enabled High-Power Si-Graphene Composite Electrode for Lithium-Ion Batteries“ der Autoren Xin Zhao, Cary M. Hayner und Mayfair C. Kung.

Quellen:
http://derstandard.at/1319183879639/Long-Life-Neues-Material-soll-Akku-Lebensdauer-um-das-100-Fache-erhoehen

http://news.stanford.edu/pr/2011/pr-longlife-power-storage-112311.html

http://www.northwestern.edu/newscenter/stories/2011/11/batteries-energy-kung.html

Apple patentiert Handy-Brennstoffzelle

In Zukunft werden Brennstoffzellen in mobilen Geräten wochenlange Stand-By Zeiten ermöglichen.

Brennstoffzellen konvertieren Wasserstoff, Sauerstoff in Wasser, Hitze und Elektrizität. Das US Patentamt genehmigte 2 Apple Patente, deren Zweck die Beschreibung dieser mobilen Konvertierung ist.

Laut Apple ist es „extrem schwierig Brennstoffzellen zu entwickeln, die einerseits sehr portabel und mobil und andererseits kostengünstig genug beschaffen sind, um sie in mobilen Endgeräten einzusetzen.

Eines der Patente beschreibt ein integriertes Brennstoff-Zellen-System, das eine wiederaufladbare Batterie laden und entladen kann. Somit wird nur eine kleine flexible und leichte Stand-by-Batterie benötigt und kein großes, teures System.

Der Gewinn: ein mobiles Endgerät, sei es Handy, Laptop oder Tablet, mit einer Laufzeit von mehreren Wochen.

Quelle: http://mashable.com/2011/12/26/iphone-hydrogen-cells/

Gigapixel Bilder ‐ von Revolution zur Evolution

Was sind Gigapixel Bilder?
Seit wann gibt es Sie?
Wo steht die Entwicklung momentan?
Was kann ich mit Gigapixel Bildern anfangen oder besser wozu eigentlich sollte ich mich mit diesem Thema auseinander setzen?

Überblick

Gigapixel Bilder sind Bilder in elektronischer Form, die die Größenordnung von einer Milliarde Pixel übersteigen. Zum Vergleich ein 10 Megapixel Bild (Standard Kamera) besitzt nur 10 Millionen Pixel.

Für professionelle Gigapixel Fotografen ist es entscheidend, dass sie sich am Rande des physikalisch Machbaren bewegen, eine höhere Auflösung bringt dann keinen weiteren Qualitätsgewinn.

Dieses „Limit“ wird durch die sich bewegenden Luftschichten zwischen Motiv und Objektiv bestimmt. „Echte“ Gigapixel Bilder mittels Digitalkamera sind seit ca. 10 Jahren vorhanden. Dennoch ist die hochauflösende Fotografie schon fast so alt wie die Fotografie selbst. (Hier wurden sehr große Platten belichtet.)

Mit heutiger digitaler Scantechnik, sind die Bilder auch im Gigapixel Bereich. Hier ist hervorzuheben, dass die Platten zwar sehr alt sind aber der limitierende Faktor noch immer die Scanner sind und höhe Auflösung durch neuere Scanverfahren erzeugt werden.

Durch die digitale Fotografie ist es heutzutage jedem möglich recht einfach eigene Gigapixel Bilder zu erstellen, allerdings ist der Arbeitsaufwand größer, als bei einem „normalen“ Bild. Neben der schon seit einigen Jahren etablierten Kugelpanorama Gigapixel Darstellung und der stand alone Foto Gigapixel Darstellung gibt es spannende Neuentwicklungen in dem Bereich.

Hier sind im Besonderen Zeitraffer Gigapixel zu nennen und multi‐viewpoint Gigapixel.

Zeitraffer Gigapixel

Zeitraffer Gigapixel beinhalten zwei sehr große Herausforderungen, zum einen die Serienherstellung von Gigapixel Bildern und die vernünftige Darstellung des Zeitraffers ohne direkt einen Hochleistungsrechner zu besitzen. Die Erstellung ist mit genügend Rechenleistung recht gut realisierbar, da die Arbeitsschritte immer die Selben sind und so sehr gut automatisiert werden können. Bei dem Viewer wird ähnlich vorgegangen, wie bei normalen Gigapixel Bildern.

Um Gigapixel Bilder vernünftig darzustellen wird eine Pyramidenstruktur aus Bildern erstellt die wiederrum gekachelt sind. So muss nur der Bildausschnitt in verschiedenen Zoomstufen geladen werden, der auch nur auf den Monitor zu sehen ist. Um ein Zeitraffer darzustellen, besteht die einzelne Kachel nicht aus einem Bild, sondern aus einem kleinen Zeitraffer. So können auch Zeitraffer Gigapixel im Internet dargestellt werden. Insbesondere amerikanische Universitäten beschäftigen sich mit dieser Problematik und haben auch schon gute Umsetzungen gezeigt.

Multi-viewpoint Gigapixel

Multi‐viewpoint Gigapixel ermöglichen, dass das Motiv selber noch gedreht werden kann und so von verschiedenen Perspektiven extrem hochauflösend betrachtbar ist. Die besondere Schwierigkeit besteht hier, das eine Serienproduktion von Gigapixel Bildern gewährleistet sein muss und dies sogar noch in einer weitaus zeitrelevanten Betrachtung, da sich die Lichtsituation schnell ändert und alle Ansichten in einem gewissen Zeitfenster erzeugt werden müssen. Hier besteht auch das Problem, dass dies nicht vollständig automatisiert werden kann, da hier jedes Bild etwas anders ist. Ebenso muss auch die Darstellung neu überdacht werden, da die gekachelte Pyramidenstruktur allein nicht mehr ausreicht. Bei der Erstellung, Auswahl und Anzahl der Fotoaufnahmen kommt einem zur Hilfe, dass das menschliche Auge träge bei der Betrachtung von Bewegung ist und so eine überschaubare Anzahl von Betrachtungspunkten ausreichen. Bei der Darstellung solcher multi‐viewpoint Gigapixel muss zusätzlich eine weitere Dimension hinein gebracht werden. Hier können Sie sich eine Pyramidenstruktur vorstellen, die jeweils ineinander mit einem kleinen Versatz gestellt sind ‐ bei 360° wäre dies am Ende ein Kreis bestehend aus sehr vielen Pyramidenstrukturen.

Ein multi‐viewpoint Testpanorama konnte auch schon umgesetzt werden. Insbesondere die fotografischen Schwierigkeiten in Verbindung mit sich bewegenden Schatten ist sehr schwierig beizukommen, wenn ein gewisser Qualitätsstandart gehalten werden soll.

Anwendungsbereich Medizin

Insbesondere im medizinischen Bereich ist die Darstellung von hochauflösenden Bildern schon heute Alltag. Um Gewebeproben z.B. miteinander zu vergleichen. Dies sind vorrangig offline Anwendungen, hier werden auch völlig neuartige Algorithmen entwickelt, um eine Echtzeitdarstellung von Gigapixel Bildern zu gewährleisten.

Ebenso ist die Arbeit mit verschiedenen Gigapixel Ebenen von emanenter Bedeutung. Hiermit beschäftigt sich die Bauhaus Universität Weimar vor allem im Bereich Stresstest mit extrem großen gelayerten Gigapixel Bildern für den Vergleichsvorgang. Die Firma Querdenker Ltd. ist auch dabei diese Ebenendarstellung für die online Betrachtung umzusetzen, allerdings ohne den Block der Echtzeitdarstellung, da hier zu viele Daten anfallen würden.

Echtzeit Überwachung

Ein komplett anderes Gebiet, welches speziell für Echtzeit Überwachung konzipiert ist. Ist die Verwendung von hochauflösenden Kameraarrays, hier ist es später bei der Auswertung möglich, wie im Kinotrick immer weiter hinein zu zoomen und so z.B. kleinste Details sichtbar zu machen. Die größte Schwierigkeit hier ist die extreme Datenmenge und die Rechenkapazität die dafür notwendig ist. Momentan gibt es hierfür noch keine vorzeigbare Umsetzung.

Gigapixel Bilder werden in vielen anderen Bereichen immer mehr an Bedeutung gewinnen, da sie die allgemeine Übersicht mit extremen Detailreichtum miteinander verbinden. Hier ergeben sich auch völlig neue Möglichkeiten der Dokumentation, Überwachung, Darstellung, Information, Werbung, Lehre, Kontrolle, Spiele, usw. Neben der gesamten virtuellen Originalgrößenbetrachtung sei noch erwähnt, dass diese Bilder in quasi jeglicher Größe in Fotoqualität auch gedruckt werden können, was wiederum neue Gebiete in Werbung, Dekoration, Kunst, usw. eröffnet.

Mit voranschreitender Leistungsfähigkeit der Rechentechnik außerhalb eines Rechenzentrums werden diese Art von Bildern eine feste Größe in der Bilddarstellung der Zukunft besitzen.

Wie könnten Gigapixel Ihr Business unterstützen? Diskutieren Sie mit uns: innovativ@dieIdee.eu

mit freundlicher Unterstützung von:
Daniel Richter, Gründer, www.Querdenker-Gigapixel.de

Schöpferische Zerstörung als Motor des Innovationsmanagements

Jede ökonomische Entwicklung (im Sinne von nicht bloß quantitativer Entwicklung) baut auf dem Prozess der schöpferischen bzw. kreativen Zerstörung auf. Durch eine Neukombination von Produktionsfaktoren, die sich erfolgreich durchsetzen, werden alte Strukturen verdrängt und schließlich zerstört.

Die Zerstörung ist also notwendig (und nicht etwa ein Systemfehler), damit Neuordnung stattfinden kann.

Auslöser für die schöpferische Zerstörung sind Innovationen, die von den Unternehmern mit dem Ziel vorangetrieben werden, sich auf dem Markt durchzusetzen.

Joseph A. Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. UTB, Stuttgart 2005, ISBN 3-8252-0172-4

Praktische Beispiele gefällig?

I. Skype und Facetime (Videotelefonie) vs. Telekommunikationsindustrie (kein Angebot)

Michael Krammer (CEO Orange) forderte in der Panel Discussion „Mut zur Differenzierung“, die Telekommunikations-Big-Player mögen sich zusammenschließen und gemeinsam Skype kaufen.

„Die meisten von uns sind börsennotierte Unternehmen, die zweimal jährlich durchschnittlich zehn Prozent Rendite an unsere Aktionäre ausschütten, um diese zufrieden zu halten. Würden wir diese nur zweimal einbehalten, könnte sich beispielsweise die Telekom France Skype leisten, aber nein, das tun wir nicht. Wir sind in Wirklichkeit ein Junkbond.“

Karim Taga, Arthur D. Little zu 4 möglichen Szenarien in Zeiten der Mittelverknappung Synergien zwischen Telecom Playern, Content Playern und System Playern auszuloten.

  • Kooperation unter Netzbetreibern, um die laufenden Kosten zu minimieren.
  • Effizienzsteigerung, die auch durch Kooperation mit Geräteherstellern erreicht werden kann.
  • Die gemeinsame Entwicklung neuer Businessmodelle innerhalb der Branche.
  • Die Zusammenarbeit mit Partnerfirmen beziehungsweise deren Aquise, um in Bereichen wie Cloud Computing, Machine-2-Machine oder eHealth Fuß fassen zu können.

II. IPHONE Operating System (IOS 5) vs. NOKIA Operating System (Symbian)

Die Markteinführung des um 2-3 Jahre technologisch weiterentwickelten IOS Betriebssystem kostete Nokia die Marktführerschaft und in letzter Konsequenz sogar die Unabhängigkeit. Heute nutzt Nokia kein eigenes Betriebssystem mehr, und ist auf Windows Mobile angewiesen.

III. Tesla Roadster

Tesla Roadster als Innovationstreiber der altbackenen Fahrzeugindustrie?

„Im Jahr 2011 kommt bei wichtigen Elektrofahrzeugen der Serienstart. Nissan Leaf, einige Renaults, Mitsubishi i-MiEV mit den PSA-Kooperationen und GM Volt/Opel Ampera. Zusätzlich kommen noch Kleinserien im Transporterbereich. Damit geht 2011 erstmals das Elektroauto in nenenswerten Zahlen in den Markt. Wir rechnen mit über 100.000 Elektroauto-Verkäufen weltweit. Und 2012 wird das dann weitergehen. Natürlich sind 100.000 von 62,6 Millionen nicht der ganz große Marktanteil. Aber das Baby kommt zur Welt. Der große Durchbruch wird nach unserer Prognose auf dem Feld der Hybride und Plug-In Hybride kommen. Im Jahr 2025 werden nur noch 35% aller weltweit verkauften Neuwagen als reine Verbrenner verkauft. Das wären dann knapp 31 Mio. Pkw. Reine Batteriefahrzeuge liegen nach unserer Prognose dann im 5-Prozent-Bereich mit weltweit über 4 Millionen Verkäufen. Der Hybrid stellt dann knapp 52 Millionen Verkäufe.“

„Die Entwicklung in die teilelektrischen und elektrischen Antriebe läuft und ist durch nichts mehr aufzuhalten.“, Ferdinand Dudenhöffer, Die Welt

IV. Teamviewer vs. Nutzenangebote der Online-Zusammenarbeit?

Mal einfach virtuell mit dem Geschäftspartner zusammenarbeiten? Nutzen Sie es?
Wie führe ich soetwas kostengünstig durch? Nicht selten fällt die Wahl auf Skype oder www.teamviewer.de

Warum eigentlich liefert die Telekommunikationsindustrie (T-Mobile, Vodafone, Orange; die big-player anm.) kein eigenes System à la Facetime/Skype? Diskutieren Sie mit uns: innovativ@dieIdee.eu

Fazit:

Reflektieren Sie, wann waren Sie zum letzten Mal innovativ? Wann haben Sie Bestehendes in Frage gestellt, die Realtität realistisch betrachtet? Ihre Produkte nicht nach dem technischen Potential bewertet, sondern nach dem Kundennutzen?

Dabei sein, Innovation leben oder Untergehen. Ein Blick auf aktuelle Entwicklungen als Mahnung an alle Systemerhalter!

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schöpferische_Zerstörung
http://www.carbodydesign.com/archive/2010/02/porsche-911-gt3-r-hybrid/

Airbags für Mobiltelefone – leider schon patentiert

Vielleicht fallen Ihnen zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für Airbags ein.

Eine davon wurde als Glas-Schutz im Aufprall-Fall patentiert. Der Glas-Airbag für Mobiltelefone.
oder: „Liquid based micro inflatable bladder“

Quelle: http://www.patentlyapple.com/patently-apple/2011/11/apple-invents-crack-resistant-glass-solutions-for-portables.html

Spotify, Facebook und der Open Graph

Spotify hat es nun auch nach Österreich geschafft. Gratulation.

Warum ist es für die Nutzung eines legalen Gratis Musik-Hör-Dienstes zwingend erforderlich Facebook-Kunde zu sein?
Dahinter steckt der Masterplan namens Open Graph (aka „automatisches Teilen“)

Sie sind Facebook-Kunde im Sinne einer kostenfreien Mitgliedschaft freilich, aber unter Preisgabe jeder Menge persönlicher Daten. Bis dato! Sie noch genauer zu kennen und Sie als Abbild eines Datenbank-Satzes möglichst präzise zu charakterisieren, Ihre persönlichen Bedürfnisse besser zu beschreiben, als Sie sich jemandem, den Sie noch nicht kennen, vorstellen würden, das ist das Ziel von Open Graph.

Möglichst jede Website, die Sie regelmäßig besuchen möchte ihr virtuelles Werbe-Profil ein Stück mehr komplettieren. Jeder Artikel auf einer Newssite, jedes Online-Buch, das sie gekauft haben, jeder Gratis-Song, den sie gehört haben und jedes Fotoalbum, das sie erstellt haben.

All diese Informationen werden automatisch in ihrem Facebook-Profil ihren Freunden mitgeteilt.

Sie werden exakt klassifiziert als 40 jähriger Jazz-Fan, mit Online-Präferenz zum Standard, Konzertbegeistert, Reisefreudig und erhalten zielgenau Werbung für Jazz-Konzerte, Zeitungsabos und Reiseangebote.

Segen für jeden Werbetreibenden Geschäftsmann, aber zugleich Fluch für denselben. Eine Innovation jedenfalls, nie zuvor in der Geschichte der Menschheit wurde ein so riesiger Sample von Echten Geschmackspräferenzen von Realen Personen gleichzeitig auf Knopfdruck auswertbar zahlenden Werbekunden zur Verfügung gestellt. Facebook – hat es geschafft.

Wie können zielgenaue Profile ihre Werbungsgestaltung verbessern? Diskutieren Sie mit uns.
innovativ@dieIdee.eu

Quellen:
http://news.cnet.com/8301-31322_3-57324406-256/how-facebook-is-ruining-sharing/

http://blog.freestyleinteractive.co.uk/2011/09/facebook-frictionless-sharing-will-share-everything-you-read-with-your-friends/

Jony Ive spricht über großartiges Design und die Zusammenarbeit mit einem der besten Innovatoren der jüngsten Zeit

Jony Ive spricht über großartiges Design und die Zusammenarbeit mit einem der besten Innovatoren der jüngsten Zeit.

Ideen beginnen als zerbrechliche Gedanken und werden im Innovationsprozess ständig gechallenged.

Nur eine Idee, die trotz 100fachen Widerstands mit aller Anstrengung weitergetragen wird, wird in letzter Konsequenz erfolgreich sein.