Schlagwort-Archive: eSIM

eSIM ab 2016 bei Deutscher Telekom

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Deutsche-Telekom-eSIM-soll-2016-kommen-2921732.html?wt_mc=nl.ho.2015-11-15

Die klassische SIM-Karte ist am Ende. Laut Telekom wird sie schon ab 2016 von der sogenannte eSIM abgelöst. Diese ist fest in ein Mobilgerät integriert und kann beispielsweise für einen Anbieterwechsel umprogrammiert werden.

Nach 25 Jahren soll die klassische SIM-Karte vom Markt verschwinden. An ihre Stelle tritt schon ab 2016 die sogenannte eSIM, ist sich die Deutsche Telekom sicher. Dabei handelt es sich um eine fest in ein Mobilgerät integrierte, von außen programmierbare SIM-Karte. Das E steht für embedded.

 esim_Deutsche.Telekom


Damit würde der Tausch der SIM-Karte etwa beim Anbieter- oder Gerätewechsel entfallen. Künftig müssten Kunden beispielsweise nur noch den Identifikationscode eines Mobilgeräts einscannen und es so aktivieren. Automatisch werde es dann bereits mit anderen eingebundenen Geräten vernetzt sein, so die Telekom im hauseigenen Blog. Kunden sollen so über einen Vertrag mehr Endgeräte verwalten können als bisher.

Erste Lösungen in Tablets und Wearables

Die Telekom arbeitet nach eigenen Angaben seit Jahren in internationalen Gremien unter dem Dach der GSMA an einem offenen Standard für die eSIM. Er soll die technischen Anforderungen bestimmen und die Regeln für die Profilverwaltung festlegen. „Wir sind überzeugt, dass der neue eSIM Standard ab 2016 in den Markt kommt und sich dann ab 2017 richtig durchsetzt“, heißt es im Blog des Telekommunikationsunternehmens.

Die ersten Lösungen sollen in Tablets und Wearables angeboten werden. Anfangs werde es Hybridlösungen aus eSIM und Plastikkarte geben, so die Telekom weiter. In zehn Jahren werde die klassische SIM dann völlig verschwunden sein.

Apple und Samsung in „fortgeschrittenen“ Verhandlungen

Bereits im Sommer berichtete die Financial Times von Verhandlungen zwischen dem Branchenverband GSMA, Mobilfunkanbietern sowie Apple und Samsung über die Einführung einer umprogrammierbaren SIM für Mobilgeräte. Der Branchenverband zeigte sich seinerzeit optimistisch, eine formelle Vereinbarung mit Apple zu erzielen.

Der US-Konzern führte bereits im vergangenen Jahr die sogenannte Apple SIM ein, die ebenfalls nicht mehr an einen Anbieter geknüpft ist. So sollen Apple-Kunden den Netzanbieter etwa im Urlaub oder auf Geschäftsreisen direkt vom iPad aus wechseln können. Auch in Deutschland ist die Apple SIM mit iPad Air 2 und iPad mini 4 erhältlich. Bisher haben Kunden aber keine große Anbieterauswahl. Zu den Partnern der Apple SIM gehören die Telekom in Form von T Mobile in den USA, EE in Großbritannien sowie GigSky

 

Wie sicher ist die eSIM (Universal SIM)?

Der Vertrags- und Netzwechsel soll mit der eSIM einfacher werden. Wird es damit auch einfacher, eine Telefonnummer gegen den Willen des Nutzers zu entführen?
Von , Teltarif.de

Ende letzten Jahres führte Apple mit dem iPad Air 2 in den USA und Großbritannien die „Universal SIM“ ein. Mit dieser kann man den Datenvertrag wechseln, ohne die SIM-Karte tauschen zu müssen. Vielmehr werden bei einem Vertragswechsel einfach die neuen Zugangsdaten auf die SIM-Karte programmiert.

Wenn man sie richtig macht, hat eine eSIM für den Kunden einige Vorteile: Der Vertragswechsel geht schneller. So ist denkbar, mal eben online einen Prepaid-Vertrag für ein lokales Netz abzuschließen, wenn man sich im Ausland aufhält, um den teuren Roaming-Entgelten zu entgehen. Für Mobilfunkhändler, insbesondere solche, die Verträge von mehreren Netzbetreibern und/oder Resellern im Angebot haben, vereinfacht sich mit der eSIM auch die Logistik.

Entsprechend verwundert es nicht, dass sich auch die Netzbetreiber hierzulande mit der programmierbaren SIM-Karte, der eSIM, beschäftigen. Während Vodafone dieser derzeit ablehnend gegenübersteht, plant die Deutsche Telekom bereits die Einführung. Der dritte Netzbetreiber, Telefònica, will hingegen erstmal den finalen Standard abwarten, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

Wie sicher?

Wie jüngst geschrieben, ist das Prinzip, geheime Schlüssel auf SIM-Karten zu verteilen, so etwas wie das Herz der Kommunikation in den Mobilfunknetzen. Wird die Sicherheit dieser geheimen Schlüssel kompromittiert, ist die Sicherheit der mobilen Kommunikation insgesamt verloren. Dann hört künftig möglicherweise nicht nur die NSA massenhaft Handy-Telefonate mit, sondern auch der neugierige Nachbar oder bei Firmen die Konkurrenz. Ebenso ist zu fürchten, dass es dann vermehrt zu Identitätsdiebstahl kommt, dass beispielsweise Handy-Nummern vorübergehend oder dauerhaft entführt werden, um sich als jemand anderes auszugeben.

Die Erfahrung mit den zahlreichen Sicherheitslücken in Computer-Betriebssystemen lehrt: Wenn die „Guten“, also die tatsächlich mit dem Vertragswechsel beauftragen neuen Netzbetreiber, ein Update der eSIM auf einen neuen Vertrag anstoßen können, dann brauchen die „Bösen“ nur einen Fehler im Protokoll zu finden, um ebenfalls Vollzugriff auf die eSIM zu erlangen. Und solche Lücken im Protokoll kommen durchaus häufiger vor. Aktuell diskutiert wird beispielsweise die Möglichkeit, über eine Lücke in SS7 fremde Handys zu orten.

Auch ohne dass sie über das Netz programmierbar sind, gehören die geheimen Codes der SIM-Karten bereits zu den bevorzugten Angriffszielen der NSA. Zwar könnte die Möglichkeit zum Fernupdate die Sicherheit der SIM-Karten sogar erhöhen, insbesondere, wenn für dieses Update zusätzliche, nicht von der NSA überwachte Kommunikationskanäle genutzt werden. Zu fürchten ist aber, dass sich die Situation verschlechtert. In vielen Fällen sind die Ziele „mehr Sicherheit“ und „mehr Komfort“ nicht gleichzeitig zu haben. Beim Thema „SIM-Karte“ ist mein persönlicher Favorit „mehr Sicherheit“. Von daher bevorzuge ich es, auch künftig mit dem Vertrag die SIM-Karte zu wechseln.

Artikel unter: http://www.teltarif.de/esim-universal-sim-sicherheit/news/59102.html

Weitere interessante Artikel finden Sie unter: www.teltarif.de