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Roaming Regulierung EU Draft 2016-09-05

Regulierungs-Text aus: https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/draft-commission-implementing-regulation-roaming-fair-use-policy PART-2016-207353V1

Highlights:

 

Aus für Roaming-Gebühren: EU macht Vorschlag für „Fair Use“

Im Sommer 2017 fallen Roaming-Gebühren für Handytelefonate im EU-Ausland weg. Mit einer „Fair Use“-Regel will die EU-Kommission verhindern, dass Kunden sich Preisunterschiede in den Ländern auf Dauer zu Nutze machen.

Die EU-Kommission hat am Montag in Brüssel einen Entwurf vorgelegt, wie das endgültige Aus für Gebührenaufschläge bei Handygesprächen im EU-Ausland umgesetzt werden soll. Ab Sommer 2017 sollen die Mobilfunknetzbetreiber keine Aufschläge mehr berechnen dürfen, wenn Kunden im EU-Ausland telefonieren. In ihrem Entwurf für die Umsetzung macht die Kommission Vorschläge für „Fair Use“-Regeln, die einen Missbrauch verhindern sollen. Der Vorschlag wird nun mit den Mitgliedsstaaten und der europäischen Regulierungsgremium abgestimmt. Mitte Dezember will die Kommission dann die Regeln offiziell machen.

Fair Use: „Bis zu 90 Tage in einem anderen Land“

Mit den Fair-Use-Regeln will die Kommission auch den Befürchtungen der Netzbetreiber entgegenkommen, dass Nutzer mit einem günstigen Tarif aus dem einen europäischen Land sich dauerhaft in einem anderen Land aufhalten, wo sie mehr bezahlen müssten. Brüssel fürchtet, das könnte langfristig zu steigenden Preisen führen. Um das zu verhindern, schlägt die Kommission eine Frist von 90 Tagen vor.

Bis zu 90 Tage sollen sich EU-Bürger in einem anderen Land aufhalten und dort zu Konditionen ihres Vertrages telefonieren und surfen können, bis der Netzbetreiber Aufschläge erheben kann. Zugleich sollen Netzbetreiber aber verlangen dürfen, dass sich der Kunde mindestens einmal alle 30 Tage in sein Heimatnetz einbucht. Das schränkt die 90 Tage deutlich ein: Ein paar Wochen Urlaub oder eine Dienstreise ist abgedeckt, das zweimonatige Praktikum schon nicht mehr.

Aufschläge

Auch die danach möglichen Aufschläge möchte die EU-Kommission begrenzen. Sie sollennicht über den Großhandelspreisen liegen, die sich die Netzbetreiber gegenseitig berechnen. Die Obergrenzen für die Großhandelspreise werden derzeit noch von Kommission, Parlament und den Vertretern der Mitgliedsstaaten abgestimmt. Die EU-Kommission schlägt eine Obergrenze von 4 Cent pro Minute, 1 Cent pro SMS und 0,85 Cent pro Megabyte vor.

Für Menschen, die im Grenzgebiet wohnen oder grenzüberschreitend pendeln, schlägt die Kommission Sonderregelungen vor. Wenn sich das Handy dort ins Netz des Nachbarlandes einbucht, sollte das den Bürgern dort nicht zum Nachteil sein. Solange sie sich am selben Tag auch wieder im Netz des Heimatlandes einbuchen, solle das nicht als Roaming angerechnet werden.

Pre-Paid-Handel

Auch paneuropäischen Handel von billigen Pre-Paid-Karten will die Kommission vorbeugen. So sollen die Netzbetreiber verlangen können, dass eine Pre-Paid-Karte schon eine Weile im Heimnetz aktiv gewesen ist, bevor sie die Karte für Roaming aufs eigene Netz lassen.

Die EU hatte im vergangenen Jahr nach langen Debatten beschlossen, die Roaming-Gebühren bis Sommer 2017 komplett abzuschaffen. In Deutschland sind die Netzbetreiber schon dazu übergegangen, ihre Tarife um die Nutzung im EU-Ausland zu erweitern.

Liebes Heise-Team: Hier ist Euer Artikel verlinkt: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Aus-fuer-Roaming-Gebuehren-EU-macht-Vorschlag-fuer-Fair-Use-3314269.html

T-Mobile Austria arbeitet bereits an neuem Roaming-Modell

Quote: http://www.golem.de/news/deutsche-telekom-t-mobile-arbeitet-bereits-an-neuem-roaming-modell-1510-117151.html

T-Mobile Austria gibt nach dem Beschlusses des Europaparlaments gegen Roaming-Gebühren nicht auf und sucht nach einem neuen Modell. Der Konsument soll „seinen Inlandspreis mit Aufschlag innerhalb der EU zahlen“, so der Chef von T-Mobile Austria Andreas Bierwirth.

Andreas Bierwirth, Chef von T-Mobile Austria

Der österreichische Mobilfunkbetreiber T-Mobile sucht nach dem heutigen Beschluss des Europaparlaments in Straßburg nach einem neuen Roaming-Modell. Andreas Bierwirth, Chef von T-Mobile Austria, erklärte in einem Statement, das Golem.de vorliegt: „Es heißt nun, ein gänzlich neues Roaming-Modell zu entwickeln, statt einfach die Preise zu senken. Der Konsument soll seinen Inlandspreis mit Aufschlag innerhalb der EU zahlen.“

T-Mobile Austria habe gewusst, dass es ein Ablaufdatum für Roaming innerhalb der EU gibt und werde den rechtlichen Rahmenbedingungen folgen. Bierwirth: „Es darf nicht vergessen werden, dass es unterschiedlich hohe Kosten in verschiedenen Ländern gibt. So ist beispielsweise Österreich als Bergland mit kleiner Bevölkerung ungleich teurer zu versorgen als Belgien mit flachem Land und dichter Besiedelung. Auch wenn die EU-Politiker mit der Abschaffung von Roaming allen Urlaubern scheinbar ein Zuckerl schenken: Insgesamt werden der Telekomindustrie viele Millionen an wichtigem Investitionsvolumen entzogen.“

Ein großer Netzausrüster bietet nach Informationen von Golem.de den Betreibern eine Software an, die berechnet, wie sie ihr Netz durch Extraeinnahmen über das Roaming finanzieren könnten.

Die Roaming-Gebühren fallen am 15. Juni 2017 weg. Welche Volumina an SMS, Telefonminuten und Daten frei bleiben müssen von den Roaming-Aufschlägen, wird die EU-Kommission noch ausarbeiten. „Europäer werden den gleichen Preis zahlen wie zu Hause, wenn sie ihre Mobilgeräte auf Reisen in der EU nutzen“, erklärte der für Digitales zuständige EU-Vizekommissionschef Andrus Ansip. Wer dauerhaft eine günstigere SIM-Karte aus dem Ausland daheim nutzt, kann auch weiterhin Extrakosten berechnet bekommen.

„Erst wenn diese Vorgaben vorliegen, kann mit der vollständigen technischen Implementierung begonnen werden“, sagte Bierwirth.

The wireless carriers will no longer be gatekeepers to their Customers

http://www.wired.com/2015/10/google-apple-bid-best-cell-service/

The wireless carriers will no longer be gatekeepers to their Customers

In tackling public safety networks, the company has created technology that lets companies freely bid on available wireless infrastructure, and it hopes to bring this to the wireless networks the rest of us use.

In other words, it wants to create a truly free market for wireless service, one in which companies like Apple and Google bid for the use of services from Verizon, AT&T, T-Mobile, Sprint, and beyond.

Such a market would work much like the electricity market works today. “Basically, supply and demand meet and a price is set,” says Ganley. The end result: consumers can move freely among networks. “Apple and Google and others are already experimenting with this kind of thing, and you will see this continue,” Ganley says. “The wireless carriers will no longer be gatekeepers to others. They will be something else. And those others will be able to come in and compete.”

That would be an enormous change. Yes, phones can “roam” between networks. If you use AT&T at home in San Francisco, you can hop on another network when you visit London. But AT&T controls where you can roam and how much you’re charged. Plus, you can’t roam on networks that don’t use the same type of wireless network AT&T uses. Simply put, Rivada aims to provide unfettered roaming. All wireless services would become one thing, much like the power grid is one thing.

Better Coverage, Lower Prices

Such an “open access” network would significantly reduce the power and the profile of the big-name wireless carriers, but it would provide better coverage and lower prices for consumers, says Peter Cramton, a University of Maryland economics professor who recently co-authored a paper exploring this very idea. (Although Rivada sponsored the paper, Cramton says it only reflects his opinions and those of his co-author, Linda Doyle, of the University of Dublin).

“This idea has legs, and in fact, it’s inevitable,” he says. “This can take advantage of the existing infrastructure of the current incumbent carriers and allow things happen in a much more economic and faster way. It can transform an oligopoly market into an Internet ecosystem, where anyone with a good idea can enter.”

Under this model, wireless carriers auction off access to their infrastructure, and then companies bid according to what they think they’ll need in the months or years to come. If those needs change, companies could even bid in near realtime. Apple could bid. Google could bid. And so could wireless carriers themselves. Verizon, for instance, could not only offering its own infrastructure to the auction, but bid on the infrastructure of other carriers as well. “This is very much a two-sided market,” Cramton explains.

Feeling the Effects

Of course, the biggest carriers will likely resist such a model. But in the long run, they’d acquiesce. “AT&T and Verizon, the dominant incumbents in the US, will not have incentives to encourage an open access market initially,” Cramton says. “But the market effects are going to come from T-Mobile and Sprint and smaller carriers.”

We’re moving toward one giant network and a truly free market for wireless.

Think of it this way: Just a few years ago, carriers never would have backed Project Fi or the iPad SIM. But Google and Apple make the phones people want to use, and in an effort to compete with AT&T and Verizon (which together control about 70 percent of the market and 90 percent of the revenue), T-Mobile and Sprint have agreed to work with Google on Project Fi. Meanwhile, AT&T as well as T-Mobile and Sprint are working with Apple on the iPad SIM. As time goes on and more people use these technologies, AT&T and Verizon will have no choice but to play along.

And so it will be with the “open access” network Cramton describes. “The weakness of the small carriers is coverage. They can’t economically build the kind of coverage that AT&T and Verizon can. The open access model allows them to build coverage and compete much more effectively.”

Congestion Pricing

Mexico, where a single carrier dominates the market, is already eyeing this setup. And here in the US, Rivada is pushing to build a public access network with its technology. Seven years ago, the government set aside a swath of wireless spectrum for such a network, but the carriers balked at the opportunity. Now, the Department of Commerce is working to finally realize this network, called FirstNet, and Rivada believes it can help. If the network is built with Rivada’s model, carriers could provide spectrum to first responders as needed, and then offer access for other uses when the system isn’t being used in emergencies.

“With the open access model, the price is determined by congestion,” Cramton says, meaning the price goes up for infrastructure that can serve areas where users are particularly hungry for wireless access. “That creates revenue, especially in the major, congested markets, like New York, LA, Chicago, Washington.”

The hope, however, is that the same basic model is applied to other domestic wireless networks. “This can, and should, apply not just to public safety networks but to a wider tract of the wireless spectrum,” Ganley says. “The ways of allocating spectrum that we have been using are the equivalent of granting royal charters of the East India company of old. It’s an oligopoly over pretty vast tracts of the radio spectrum.”

Political Movement

That will take some doing, not only politically but technically. But the market already is shifting in this direction. In the US, every major carrier is moving toward the LTE wireless network standard, which will make it much easier for phones to switch among carriers. And Apple and Google are building phones with wireless antennae that work with practically any wireless spectrum.

Meanwhile, Rivada says it already offers the technology needed to provide an open access market—and that it will work with existing wireless infrastructure. In short, we’re laying the groundwork for one giant wireless network. “This,” Cramton says, “can provide universal service.”