T-Mobile Austria arbeitet bereits an neuem Roaming-Modell

Quote: http://www.golem.de/news/deutsche-telekom-t-mobile-arbeitet-bereits-an-neuem-roaming-modell-1510-117151.html

T-Mobile Austria gibt nach dem Beschlusses des Europaparlaments gegen Roaming-Gebühren nicht auf und sucht nach einem neuen Modell. Der Konsument soll „seinen Inlandspreis mit Aufschlag innerhalb der EU zahlen“, so der Chef von T-Mobile Austria Andreas Bierwirth.

Andreas Bierwirth, Chef von T-Mobile Austria

Der österreichische Mobilfunkbetreiber T-Mobile sucht nach dem heutigen Beschluss des Europaparlaments in Straßburg nach einem neuen Roaming-Modell. Andreas Bierwirth, Chef von T-Mobile Austria, erklärte in einem Statement, das Golem.de vorliegt: „Es heißt nun, ein gänzlich neues Roaming-Modell zu entwickeln, statt einfach die Preise zu senken. Der Konsument soll seinen Inlandspreis mit Aufschlag innerhalb der EU zahlen.“

T-Mobile Austria habe gewusst, dass es ein Ablaufdatum für Roaming innerhalb der EU gibt und werde den rechtlichen Rahmenbedingungen folgen. Bierwirth: „Es darf nicht vergessen werden, dass es unterschiedlich hohe Kosten in verschiedenen Ländern gibt. So ist beispielsweise Österreich als Bergland mit kleiner Bevölkerung ungleich teurer zu versorgen als Belgien mit flachem Land und dichter Besiedelung. Auch wenn die EU-Politiker mit der Abschaffung von Roaming allen Urlaubern scheinbar ein Zuckerl schenken: Insgesamt werden der Telekomindustrie viele Millionen an wichtigem Investitionsvolumen entzogen.“

Ein großer Netzausrüster bietet nach Informationen von Golem.de den Betreibern eine Software an, die berechnet, wie sie ihr Netz durch Extraeinnahmen über das Roaming finanzieren könnten.

Die Roaming-Gebühren fallen am 15. Juni 2017 weg. Welche Volumina an SMS, Telefonminuten und Daten frei bleiben müssen von den Roaming-Aufschlägen, wird die EU-Kommission noch ausarbeiten. „Europäer werden den gleichen Preis zahlen wie zu Hause, wenn sie ihre Mobilgeräte auf Reisen in der EU nutzen“, erklärte der für Digitales zuständige EU-Vizekommissionschef Andrus Ansip. Wer dauerhaft eine günstigere SIM-Karte aus dem Ausland daheim nutzt, kann auch weiterhin Extrakosten berechnet bekommen.

„Erst wenn diese Vorgaben vorliegen, kann mit der vollständigen technischen Implementierung begonnen werden“, sagte Bierwirth.

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