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Der Kreis derer, die als Chief Disruption Officer überhaupt nur annähernd in Betracht kommen, hat den Radius „null“

Ich bin eine eierlegende WollMilchSau – und der neue Chief Disruption Officer Deiner Firma!

Eierlegende Wollmilchsau

Eierlegende Wollmilchsau

Fotolia #83825279 | Urheber: jokatoons

Herausforderung: die Auftragsklärung

Ein neuer CDO soll bei den Konzernen oft den „Tanker bewegen und in Schnellboote verwandeln“, schließlich hört und liest man ja überall von Startups, Agil, Dynamik, Disruption und stetiger Veränderung. Da stellt sich doch die Frage (typischerweise an HR) wer erstellt den das JobProfil für einen Job, den es noch nie gab und dessen Ziele so faszinierend unterschiedlich, ja widersprüchlich sind. Schließlich wird jeder seine eigene Vorstellung davon haben, was der künftige CDO „endlich“ angehen soll – fragen Sie doch mal Kollegen aus unterschiedlichen Funktionen!

In der folgenden Liste habe ich einmal einige (Achtung Buzzword-Bingo) zusammengefasst:

Typische CDO Erwartungsperspektiven:

  • Neue(s) Business Modell(e) finden, entwickeln und bitte gleich den Return on Investment im ersten Jahr sicherstellen
  • Change Manager (Disruption, Innovation…) der die gesamte Organisation in die neue Arbeitswelt führt
  • Neue Vertriebs- und Finanzierungskanäle – vom Crowdfunding über Crowdstorming, Crowdworking und Social Marketing
  • Digital Mindset / Organisationsentwicklung – nachhaltige Veränderung der Unternehmenskultur
  • Board Coaching / Trainer für die anderen Vorstände
  • Smart Factory – die intelligente Fabrik, digitalisierte, automatisierte und vernetzte Produktionsumgebungen mit neuen agilen Werkzeugen bis zur Losgröße 1 (zugleich stetig wachsender Fokus auf Service-Orientierung stattfindet – also „nicht-produktion“)
  • BigData / Analytics / Predictive – alles was man mit Daten, deren Analyse und Vorhersagbarkeit so treiben kann
  • Rechtsanwalt – Arbeit 4.0, Zusammenarbeit mit Externen, Compliance… siehe unten „illegal“
  • Neues IT Framework – moderne Softwarearchitekturen, Werkzeuge und Apps einführen
  • Digitales Vorbild / Botschafter – Sichtbar werden für neuen Arbeitsstil, Führungskultur – am Besten auch nach außen werbewirksam
  • Digitale Prozesse / Digitale Effizienz – den systemischen Organisationsmotor generalsanieren
  • Social Media extern – von Arbeitnehmerattraktivität über Recruiting (von natürlich Digital Professionals) bis zu Wirkungsverbesserung durch virales Marketing
  • Interne Kommunikation und Zusammenarbeit (Enterprise Social Networking)… – die gesamte Belegschaft, inklusive Fabrikarbeiter mobil, vernetzt, zeit- und orts-unabhängig sowie skallierbar in Arbeit 4.0 führen

Diese Liste an Erwartungen ist sicher alles andere als vollständig, soll aber zeigen, dass es nicht einfach ist, das Profil für diese Position so zu definieren, dass der Inhaber überhaupt eine Chance hat Wirkung zu entfalten. Schließlich gilt es neben den fachlichen Aufgaben auch die bestehende Kultur, Politik, Seilschaften etc. kennen zu lernen und dann nachhaltig zu verändern.

Herausforderung: Woher nehmen, diese CDO – eierlegende WollMilchSau?

Wie einer der Headhunter mal so schön formulierte:

„der Kreis derer, die als CDO überhaupt nur annähernd in Betracht kommen, hat den Radius „null““

Es gibt keine Ausbildung zum CDO, typische Karrierewege erzeugen meist „system-stabilisierende“ Vertreter, wer will einem „jungen Wilden“ die Verantwortung über einen Konzern geben. Die Zahl derer, die in ähnlichen Rollen erfolgreich sind, ist äußerst überschaubar – Nachahmung schwierig- und oft auch nicht einfach übertragbar… auch die großen Consulting Riesen sind hier sicher keine Hilfe, da deren Reifegrad hier ähnlich jungfräulich ist (Es gibt keine Blaupausen, die man aus der Schublade ziehen könnte, keine Beweise, kaum Studien die als Handlungsanleitung taugen)

Also wird nach Kompromissen gesucht, das kann dann z.B. so aussehen:

  • wir nehmen eine(n), der schon Vorstand war/ist … dort findet man kaum Digital Natives (damit ist nicht vorrangig das Alter, vielmehr deren Haltung gegenüber neuen, disruptiven Entwicklungen gemeint, die noch nicht allgemein als erfolgreich, bleibend und wichtig/prägend anerkannt sind), aus Karrieregründen kaum jemanden, der mit Transparenz, Beteiligung und agilen Methoden risikofreudig umgeht
  • wir nehmen eine(n), der IT kann … wohl einer der häufigsten Fehler, Digitale Transformation mit IT zu verwechseln. Wohl ist ein guter Teil (ca. 20%) mit Software, Tools und IT KnowHow verbunden, der Großteil geht aber um völlig andere (oft sehr IT fremde) Themen – es geht sehr viel um Führung! siehe Liste oben
  • wir nehmen eine(n), der schon ein Startup erfolgreich gemacht hat … das führt auf beiden Seiten zu großen Enttäuschungen: Freiheit, Sicherheit, Vorgaben, Rahmenbedingungen, Größe, Internationalität… Assimilation garantiert
  • wir nehmen jemanden, der Karriere machen will und großes Potential zeigt … Wer Karriere machen will ist meist doch recht Regel-konform unterwegs. Wer traut es sich „alles“ in Frage zu stellen bei einem System, in dem er/sie groß werden will? Risikobereitschaft, Fehler machen (dürfen) sind nicht die üblichen Treiber einer erfolgreichen Karriere
  • wir suchen jemanden von Extern – klar, neue Besen kehren gut… wie sieht es aber mit der damit verbundenen sehr langen Anlaufzeit aus. Kann es sich z.B. ein Automobilkonzern in der heutigen Lage leisten jetzt mit jemandem bei null anzufangen, was die internen Kenntnisse, Netzwerke (oder besser Verstrickungen), Politik, Kultur angeht?

Den „fertigen“ CDO zu finden dürfte also ein schwieriges Unterfangen sein – eine Lösung wäre in meinen Augen mit der aktuellen Priorität zu beginnen und zu versuchen die fehlenden Merkmale zu intern zu entwickeln (ideal parallel mit allen anderen). Neben Kultur, Führung ist sicher „neues, konstantes Lernen“ auf allen Ebenen höchst relevant.

aus: https://www.linkedin.com/pulse/der-cdo-wirds-schon-richten-harald-schirmer

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Adam Cheyer, you just made Siri 10 times better – VIV Technologies

In the Interview with Adam Cheyer from Late 2013 TheIdea Innovation Agency asked Adam Cheyer, what’s next, we said, Viv, coming up soon. https://dieidee.eu/2013/10/30/siri-and-google-now-what-would-have-happened-to-siri-if-steve-jobs-was-still-alive/

See for yourself, how Viv is the future of Chatbots and personal digital Assistants,
Disrupt-Conference TechCrunch Siri-CEO Dag Kittlaus „Viv“ Technologies

How does it work?
It’s patented technology is called „dynamic program generation“.  The Bot does programming real-time, in the background. And it does integrate interfaces to other data sources and bots too.

The full video goes here:

Number26 Disrupts Banks Back to The Future

Source: http://techcrunch.com/2015/10/21/number26-turns-retail-shops-into-bank-branches-for-its-bank-of-the-future/

Chances are you don’t like your current bank. German startup Number26 has been working hard for the past couple of years to bring a new banking experience to Europe. And now it has, using a novel approach to bank branches. Instead of playing catch up with good old brick-and-mortar banks, it is partnering with Barzahlen to turn retail shops into branches.

Starting today, you can go to 3,000 grocery stores, drugstores and other retail chains in Germany to withdraw and deposit cash. Withdrawing cash isn’t really important as you could already use any MasterCard ATM to get cash from your Number26 account. But depositing cash is a new feature for the company.

All you need to do is show up at a checkout register with your phone. Inside the Number26 app, look for the new Cash26 feature, enter the amount of cash you want to deposit or withdraw and scan a barcode. You then need to enter your PIN code. Cash deposits immediately appear in your bank account.

This feature is quite important as Number26’s home country has a heavy cash culture — people don’t use checks anymore and you can’t use your card everywhere. You could end up with cash that you want to put on your bank account, and you need to withdraw cash all the time.

As a reminder, Number26 participated in our Battlefield competition at Disrupt London 2014. Creating an account takes minutes and everything happens on your phone. After that, you will receive a MasterCard that works particularly well with Number26’s app. For example you can disable features or set limits so that you don’t have any surprises. You can disable online payments if you don’t plan on using this card for your favorite e-commerce websites.

The app is also much better designed than your average banking app. Number26 is also launching an app update today with a new navigation, new stats, 3D Touch support on the iPhone 6s and more. You can expect other banks to add 3D Touch support in 2016 or 2017.

By partnering with Barzahlen, Number26 has more “branches” than Deutsche Bank and Commerzbank combined. So far, 50,000 people in Germany and Austria signed up for a Number26 account. The company now employs 65 people and raised $10.6 million back in January.

Barzahlen offers this kind of banking features to multiple clients, as well as a way to pay your utility bills and rents. When I first covered Number26, the startup told me that it wanted to partner with other fintech companies to provide more features to its customers. It looks like Barzahlen is the first partner, and I can’t wait to see what’s next for the company.