Archiv der Kategorie: Innovatoren

Interview mit Martin Bliem (CEO camarg)

Wer sind Martin Bliem und Christian Miletzky?

Martin Bliem ist CEO von camarg (www.camarg.at), der Firma, die mit Chelino den weltweit ersten intelligenten Stuhl mit integrierter Aufstehhilfe entwickelt hat.

Christian Miletzky ist ein technisch versierter Designer, der neben F&E für die Produktion zuständig ist.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Worum geht es bei Eurer Geschäftsidee Chelino – der intelligente Stuhl?

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at): Unser Plan war es älteren und körperlich eingeschränkten Personen mit innovativen und gleichzeitig optisch anspruchsvollen Produkten den Alltag zu erleichtern, bzw. die Selbständigkeit zu sichern.
Daraus ergab sich Chelino: Ein Stuhl mit integrierter Aufstehhilfe. Er ermöglicht ein Setzen und Aufstehen ohne Kraftanstrengung.
Zusätzlich steht Chelino auf Rollen, damit die Person zu einem Tisch rollen kann. Damit Chelino beim Setzen und Aufstehen die notwendige Stabilität und Sicherheit gibt, sind die hinteren Rollen mit automatischen Bremsen ausgestattet, die sich von selbst aktivieren wenn sich der Benutzer Setzen oder Aufstehen möchte.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Was zeichnet den Stuhl aus – Warum habt ihr ihn beim österreichischen Patentamt angemeldet?

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at): Weltweit gibt es keine vergleichbare Aufstehhilfe, die Personen mit körperlichen Einschränkungen ein Setzen an einen Tisch ermöglicht und ohne jegliche Stromzufuhr auskommt.
Die Kombination aus Funktionalität, Design und einfacher Bedienung macht Chelino einzigartig und er wurde dafür auch schon mehrefach ausgezeichnet. Durch die Patentanmeldung haben wir einen Schutz mit dem unser Produkt auf unseren wichtigen Märkten nicht kopiert werden kann.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Martin, aus Deiner bisherigen Erfahrung heraus: Was sind die wichtigsten Eigenschaften, die einen erfolgreichen Unternehmer auszeichnen?

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at): Die Fähigkeit Details bis ins kleinste Detail zu lösen, aber dabei niemals den Überblick über das Gesamte zu verlieren. Kreativität und hohe Lernfähigkeit, um sich neuem Herausforderungen stellen zu können.
Charisma und Optimismus, um Leute von der Idee begeistern zu können. Einfühlungsvermögen, Gespühr fürs Wesentliche, Aufrichtigkeit und Durchsetzungsvermögen um mit einem Team ein Ziel zu erreichen.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): „Was sind die Eigenschaften des erfolgreichen Start-up Teams? Was sollte man mitbringen?“

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at): Ein Team erfordert einen Leader, der motiviert und das Ziel nie aus den Augen verliert.
Die Teammitglieder dürfen und sollen unterschiedlich sein. So bringt jeder seinen eigenen unverkennbaren Charakter mit einzigartigen Erfahrungen und angeeignetem Wissen in das Unternehmen ein. Das Team sollt dabei aber auch gut miteinander auskommen. Man verbringt viel Zeit gemeinsam und die sollte man auch wertschätzen.
Von jedem Teammitglied wird Durchhalteverhalten, Optimismus, eine hohe Frusttoleranz, sowie möglichst eine finanzielle Unabhängigkeit abverlangt. Das stabile soziale Umfeld, trägt und fängt in schwierigen Zeiten und motiviert zum Weitermachen.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Wie sieht eine Aufgabenverteilung im Team konkret aus?

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at):Ich (Martin) bin für die Geschäftsführug zuständig. Das bedeutet bei einem Unternehmen von überschaubarer Größe, dass es kaum einen Bereich gibt, in dem man nicht mitwirkt. Prinzipiell haben wir aber unsere Aufgaben schon verteilt. Ich bin für Finanzen, Marketing und Vertrieb zuständig und Christian für die Entwicklung, Produktion und Einkauf. Unsere Mitarbeiterin Cornelia Ernekl ist vorrangig für den Verkauf zuständig.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Was waren die großen Hürden, die Ihr erfolgreich gemeinsam gemeistert habt?

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at): Für die Finanzierung des Projekts war es notwenid mehre Förderungen zu bekommen. Dies ist uns sehr gut gelungen, was vermutlich an dem Produkt liegt, dessen Nutzen offensichtlich ist. Die größte Herausforderung in der dreijährigen Entwicklung lag dabei in der Berücksichtigung der körperlichen Einschränkungen, die man als junger und gesunder Mensch nicht hat und daher leicht übersieht.
Darüber hinaus bedurfte es an viel Kreativität und Denkarbeit um die notwendige Sicherheit mit einem optisch schönen Design zu vereinbaren.
Es sollte ein Stuhl entstehen, der eine Lebenserleichterung integriert, aber nicht als Hilfsmittel sondern ein schönes Möbel wahrgenommen würde. Das Ergebnis kann sich zeigen lassen. Chelino hat mehrere Innovations-, Design- und Medizinproduktpreise gewonnen, darunter eine reddot Auszeichnung und eine Auszeichnung für eines der besten zehn in Österreich erteilten Patente im Jahr 2011.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Hast Du eine Entscheidung, in der Gründungsphase, bisher bereut?

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at): Prinzipiell haben wir unsere Sache gut gemacht und wir dürfen zufrieden mit unserer bisherigen Leistung sein. Natürlich kann man Dinge auch besser machen. So lernt man aus Erfahrung und würde viele Dinge beim zweiten Mal anders machen. Manchmal ärgert man sich auch, weil man Dinge nicht im Vorhinein richtig eingeschätzt und angepackt hat, aber ich denke das ist überall so. Solange man einen Fehler nicht zweimal begeht, weiß man zumindest, dass man ein System geschaffen hat, das die Fehlerwahrscheinlichkeit reduziert.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Was sind die für Dich wichtigsten Startbedingungen für ein Startup? Deine Checkliste?

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at): Eine super Idee, an die man selbst und andere glauben. Manchmal ist man selbst zu optimistisch, und es ist gut, Feedback von Außen zu bekommen…
Daraus muss ein in sich stimmiger und möglichst realistischer Businessplan entstehen. Bodenständige Überlegungen sind hier oft wichtiger als wissenschaftliche Ansätze.
Geld ist sehr wichtig. Man sollte sehr genau wissen woher das Geld für das Unternehmen und Privatleben herfließt. Die gewinnbringenden Umsätze kommen immer viel später als man glaubt. Sich darauf verlassen, dass man damit Kredite in der Zukunft begleichen kann, sollte man mit Vorsicht genießen. Stets sollte daher ein Ausstiegszenario einkalkuliert werden.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Rätst Du Jungunternehmern ohne perfektes Setup (Personal, Know-how) zu starten?

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at): Der Kapitaleinsatz ist hier sehr ausschlaggebend.
Bei finanziellen low-involvements wie etwa bei Dienstleistungen die ohne hohen Kapitaleinsatz und Entwicklungskosten auskommen, ist ein Start mit einem relativ niedrigen Risiko verbunden.
Bei finanziellen high-involvments (z.B. Produktentwicklungen) – sieht die Sache anders aus. Entwicklungen dauern oft länger als gedacht und für die Vermarktung des Produkts sind dann nochmals Investitionskosten vonnöten, die die Entwicklungskosten um ein Mehrfaches übersteigen.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Wie wichtig ist Geld ?

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at): Wenn Du die Miete nicht bezahlen kannst, die laufenden Kosten nicht im Griff hast, wird es schwierig.
Haushalten, vorplanen und das Budget zu kalkulieren ist immer wichtig und Pflicht.
Man sollte sich auch darauf einstellen, dass privat mehrere Jahre ein absoluter Verzicht notwendig ist.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Wordrap. „Auffallen?“

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at): Positiv auffallen ist sehr wichtig. Das beginnt bei der Präsentation eines Förderungsansuchens und endet bei dem Verkaufsgespräch bei einem Kunden. Man sollte stets versuchen Dinge so zu tun, dass sie Neugierde und Aufmerksamkeit erzeugen.
Eine Möglichkeit in der Öffentlichkeit aufzufallen sind Wettbewerbe. Es gibt hier eine Vielzahl von Möglichkeiten, die man alle ergreifen sollte.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Innere Motivation?

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at): Ich (Martin) wollte eine Firma gründen, um das Unternehmertum kennenzulernen. Mein Wunsch ist es mehrere Jahre hart für etwas sinnvolles zu arbeiten, etwas aufzubauen und dann anschließend von dem Geschaffenen zu profitieren.

Meine (Christian) Motivation liegt im erhalt der Unabhängigkeit. Mir ist es wichtig mein Leben nach meinen Vorstellungen zu leben und im Beruf viel Freiheiten zu bewahren.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Umsatz zu Gewinn?

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at): Das Erfreulichste für den Selbstständigen ist es den break-even zu erreichen. So bleibt man unabhängig von Investoren und weiß, dass man eine Basis geschaffen hat auf der man aufbauen kann.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Absatzmarkt?

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at): Derzeit verteiben wir unsere Produkte im deutschsprachigen Raum. In ca. 2-3 Jahren sollen weitere Absatzmärkte in der EU und USA erschlossen werden.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Austesten von Ideen?

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at): Für die Produktentwicklung ist es ideal wenn man potentielle Kunden als Testpartner gewinnen kann. So können Neuentwicklung ohne viel Aufwand von dritten bewertet werden. Mehrere Testpartner sind zu bevorzugen jedoch sollte der Tatsächliche Verkauf und Produktvorstellungen erst begonnen werden, wenn das Produkt marktreif und auslieferbar ist.

Qualitätsüberprüfungen und Langzeittests sollte man ernst und konsequent durchführen. Ein kaputtes Produkt am anderen Ende der Welt bei einem Kunden kann mehr kosten als es einbringt.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Womit beschäftigst Ihr Euch derzeit? Was ist in Zukunft geplant?

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at): Derzeit führen wir mit mehreren Investoren Gespräche. Vorraussichtlich wird gemeinsam mit Businessangels dieem Herbst eine GmbH gegründet.
Im Bereich der Produktentwicklung arbeiten wir an einem neuen Modell mit einer weitern intelligenten Lösung, die wir aber hier noch nicht verraten möchten.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Wie sieht Eure Distributionspolitik aus?

Martin Bliem CEO von camarg (www.camarg.at):Wir vertreiben Chelino sowohl direkt als auch indirekt über Sanitätshäuser und Möbelhäuser.
Viele Kunden werden durch unsere Homepage aufmerksam und melden sich direkt bei uns – auf www.camarg.at
Wir bieten interessierte Kunden ein persönliches Beratungsgespräch und eine anschließende gratis Testwoche. Durchschnittlich verbleiben danach 9 von 10 Chelinos bei dem neuen Besitzer was die hohe Kundenzufriedenheit wiederspiegelt.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Vielen Dank für das Gespräch.

Dieser Text unterliegt dem Copyright von dieIdee InnovationsAgentur.
Auszüge auch nur teilweise bedürfen der ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung von dieIdee InnovationsAgentur.
Anfragen bitte unter copyrights@dieIdee.eu

Investor Markus Wagner (i5invest) über Herzblut, Fokussierung und die Liebe zu Innovation

Gernot Pfingstl traf sich mit der österreichischen Investor-Legende Markus Wagner (i5invest).

„Wagner gründete 1999 mit fünf weiteren Studenten der FH Salzburg das Startup wap.at Internetservices GmbH. Das Unternehmen des gebürtigen Wieners konzentrierte sich auf Handyapplikationen.“ Wagner entwickelte mit seinen Studienkollegen in der Boomzeit der Mobiltelefonie technische Möglichkeiten, wie zB. Mobiles Ticketing oder auch mobile E-Commerce Applikationen (m-commerce, Bezahlen per Handy am Colaautomaten). Sie ermöglichten auch das „Handyvoting“ bei „Starmania“.

Wagner war ab 2001 Geschäftsführer der nun unter dem Namen Xidris tätigen Firma. 2004 fusionierte man mit zwei weiteren Firmen zur 3united, Wagner wurde Vorstand für Technology & Media Partnerships.

2006 – nach einem Jahr Investorensuche wurde die Firma um 55 Millionen Euro vom US-Internet- und Kommunikationskonzern VeriSign gekauft. Wagner, der mit der nahtlosen Integration von 3united in Verisign betraut war, verließ ein Jahr später das Unternehmen und gründete das Unternehmen i5invest zur Förderung von Internet-Start-Ups. Aktuelle Projekte sind unter anderem die Personensuche 123people.at und die Iphone/Android App Runtastic sowie weitere innovative B2C Applikationen.

Quelle: http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Markus_Wagner

Markus Wagner (i5invest) und dieIdee.eu

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Markus, aus Deiner bisherigen Erfahrung heraus: Was sind die wichtigsten Eigenschaften, die einen erfolgreichen Unternehmer klassifizieren.

Markus Wagner (i5invest): Ganz klar die Fähigkeit, das Ganze (Anm. die Idee) umzusetzen. Dazu braucht es Menschen, die etwas zustande bringen. Ein Büro, also ein Geschäftslokal, in dem sich das ganze abspielt. Also eine bestehende Konstruktion, nicht nur einen Businessplan.
Das wichtigste neben einem gewissen Startkapital ist die Begeisterung, die man einer Idee gegenüber mitbringt. Und auch das Team, die Menschen.

Für mich ist es wichtig, dargestellt zubekommen, wer sind die Menschen, die die Idee auch tatsächlich umsetzen. Wieviel Zeit investieren sie, machen sie das nebenbei, oder sind sie mit Leib und Seele Unternehmer.

Eine Einzelperson, oder ein schlampig zusammengestoppeltes Team hat keine Chance auf Förderung. Begeisterung ist extrem wichtig für den weiteren Firmenaufbau. Das Team sollte Referenzen und Commitment besitzen.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): „Was sind die Eigenschaften des erfolgreichen Start-up Teams? Was sollte man mitbringen?“

Markus Wagner (i5invest):  Credibility also Glaubwürdigkeit ist sehr wichtig um zu reüssieren. Als Junger Kreativdesigner, könnte das zum Beispiel eine gute Story sein, also gutes Storybuilding ist wichtig.
Eine ausgezeichnete Vertriebsfähigkeit ist wichtig, um in weiterer Folge Umsätze zu generieren, und somit sich für Investoren attraktiv positionieren zu können. Die wirtschaftliche Entwicklung plausibel darstellen zu können, ist essentiell.

Generell ist die Mentalität in Österreich im Vergleich zu Amerika (wo ich in New York für Verisign die Transition von 3 United erledigt habe), eine viel offenere.
In Amerika werden auch Produkte, die man in Europa eher produktlastig vermarktet, eher vertriebslastig „angepriesen“. Kurioserweise wirkt Europa trotz oftmals höherer Produktqualität fast schüchtern. Ich kann nur jedem raten, nicht schüchtern zu sein, sich professionell zu vermarkten, auf Veranstaltungen zu gehen, mit Leuten zu reden, und es einfach zu probieren.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Besteht dabei nicht die Gefahr des Ideenklaus?

Markus Wagner (i5invest): Es ist oftmals besser, Input für seine Ideen zu bekommen, Austausch zu leben. Gerade in meinem Bereich (Anm. Business 2 Consumer) ist Ideenklau keine große Sache. Anders sieht es aus, wenn Patente im Spiel wären. Dort reicht schon die reine Erwähnung in einer Diskussion als Veröffentlichung im engeren Sinne.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Wie lassen sich Gesellschafter-Streitigkeiten nach der Gründungsphase vermeiden?

Markus Wagner (i5invest): Eine lose schriftliche Vereinbarung ist ausreichend, wo klar gelegt wird, wie die Eigentumsverhältnisse zum Start geregelt sind. Auch sollte enthalten sein, was im Ausstiegsfall eines Kollegen mit dessen Anteilen geschieht. Dies im Hinblick darauf, dass ein Neuer ihn vertreten kann.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Was bedeutet Investment für Dich?

Markus Wagner (i5invest): Ein Investment ist Zeit gegen Anteile zu tauschen. Also Zeit gegen Anteile, für die Leistung im Marktpreis plus Gewinnaufschlag gerechnet wird.
Stichwort: „Geiles Setup“
Eine Idee, ohne Attraction, ohne Nachweis eines bisherigen Markterfolges, ohne Förderungen, ohne Investoren, ohne Umsatz wird anders bewertet werden müssen, als eine Firma, mit guten Leuten, wo bereits Umsätze fließen und ein gewisser Markterfolg erkennbar ist.

Ein Beispiel: Im Speedinvest (Anm. http://speedinvest.com/) bewerten wir, wie sich ein fiktives 100.000 Euro Investment rechnen würde. Wir operieren mit Ausfalls- und Gewinnwahrscheinlichkeiten. Mit einer Wahrscheinlichkeit von z.B. 10% wird das Investment von 100.000 einen Gewinn von mehr als 1 Mio. erzielen. Ist das genug, um als Investor langfristig erfolgreich zu sein? Nein. Kosten müssen gedeckt sein, Gewinn muss erzielt werden, das Risiko langfristig sicher abgedeckt sein, und die Opportunitätskosten (100.000 als Anzahlung für ein Strandhaus) ebenfalls zumindest überlegt werden.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Wie würdest Du als Start-UP eine Firma groß machen?

Markus Wagner (i5invest): Um eine Firma vorzubereiten, die „echt geil“ ist?
Sich niemals mit Mittelmaß zufrieden geben. Eine High-Quality Mannschaft zusammenstellen, die Großartiges zu verändern imstande ist. Teilen, Anteile an großartige Menschen abgeben, sodass die Chance größer wird, dass die Firma zu Erfolg kommt!

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Du bekommst, jährlich 1000 Projektanfragen, wie hoch ist die Quote, derer, die Du förderst?

Markus Wagner (i5invest):  Von 1000 Projektanfragen hört man im Laufe der Jahre nur von 20 wieder Positives. Es gilt zu bewerten, wohin die Reise geht.

Ein Beispiel. In einem potentiellen Milliardenmarkt kann man in 50 Firmen investieren. Wenn eines davon reüssiert, hat man die Anfangsinvestitionen für die anderen 49 durch den Gewinn des einen über-kompensiert. 1:20 oder 1:50 funktioniert in einem Milliardenmarkt. Die Frage ist, wieviel Risiko ist man bereit zu tragen. 50:50 ist eine sichere Sache und meistens kein gewinnträchtiges Geschäft, außer in monopolisierenden Geschäftsbereichen.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Hast Du eine Entscheidung, eine Firma unterstützt zu haben, in Deiner Laufbahn bisher bereut?

Markus Wagner (i5invest): „Nein, denn in der bisherigen Zeit war es möglich viel coolere Projekte zu machen. Damals hätte es einfach bei diesen Firmen nicht gepasst.“

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Was sind die für Dich wichtigsten Startbedingungen für ein Startup? Deine Checkliste?

Markus Wagner (i5invest):

  • Das Netzwerk, die Community, in der man agiert. Wer sind die Menschen, auf die ich zurückgreifen kann?
  • In welchen Bereichen liegt meine Kernkompetenz, wo kenne ich mich gut aus?
  • Wissen und unternehmerischer Wille. Der Biss weiterzumachen, wo andere aufhören
  • Das Erkennen von nötigen Komplementärbausteinen
  • Konzentriert auf 1 Idee fokussieren, nicht 10 Dinge gleichzeitig machen

Die Eintrittswahrscheinlichkeit für ein cooles Setup ist dort hoch, wo Kompetenz, Wissen und Wille da sind. Dort beginnt eine Idee aufzugehen. Eine faire Chance auf Erfolg erhält man mit dem richtigen Team und mit dem richtigen Netzwerk, auch mit Pressekontakten (befreundeter Journalisten)

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Thema Scheitern als Kultur USA vs. Europa

Markus Wagner (5invest): Es ist ein Mythos, dass Scheitern in den USA besser angesehen ist, als in Europa. In Wirklichkeit geht es um die Menschen, die sich in der Vergangenheit bewiesen haben; wenn ein guter Mann gescheitert ist, bleibt er ein guter Mann. Eine Pflaume jedoch bleibt immer eine Pflaume. Interessanterweise gehen Unternehmer, mit Herzblut nicht mehr in ein Angestelltenverhältnis zurück. Einmal als Selbständiger Blut geleckt, immer Unternehmer…

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Wie würde Dein „Dream-Team“ konkret aussehen?

Markus Wagner (i5invest): Ich würde die Besten am Markt von meiner Idee begeistern, und mit Ihrer Expertise und Erfahrung ein Unternehmen gründen. Ihnen Anteile am gemeinsamen Unternehmen überschreiben und durchstarten.

Dies könnte bei einem Mobilfunk-Startup z.B. Alexander Oswald (eh. Nokia Alps) für Vertriebserfahrung sein, kombiniert mit Boris Nemsic (eh. Generaldirektor Mobilkom Austria, Telekom Austria).

Sinnvoll ist es gute Leute zu einer gemeinsamen Idee zusammenzubringen. Gutes Marketing und gute Medienkontakte runden das Bild ab. Tüftler müssen raus aus ihrer Rolle als Tüftler. Es gibt keine Alternative als in den Vertrieb zu gehen. („Anrufen, Treffen, vermeiden zu Hause zu sitzen und sich zu beschweren, dass Österreich so schwierig ist.“)

Nicht abschrecken lassen von Kritik. Feedback ernst nehmen. Einfach Energie investieren. Das zahlt sich aus!

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Wodurch entscheiden sich Investoren und wie bewerten sie?

Markus Wagner (i5invest): Der Branchenerfolg des Investors ist entscheidend.

„Ein gutes Team kann mit Geld viel anfangen. Den Anspruch an coole Leute kann man nicht runterschrauben!“

1000 Firmen buhlen um 50 Investoren! Es gibt genügend Förderinstitutionen in Österreich ZIT (www.zit.co.at/foerderungen.html) , AWS(www.awsg.at/) , FFE (http://www.fraunhoferventure.de/leistungen/finanzierung/FFE/index.jsp) Jedes dritte Projekt wird in Österreich gefördert. Bewirbt man sich bei 3 Förderinstitutionen mit dem richtigen Setup ist die Wahrscheinlichkeit groß, rasch durchstarten zu können.

Jeder Investor beurteilt die Schnelligkeit (Time-to-Market), wie schnell man das Produkt am Markt herzeigen kann. Auch das Feedback, die Begeisterung der Gründer und die Attraction des Produkts. Weiters ist es wichtig so rasch wie möglich das Produkt am Markt zu launchen, sonst sind Investoren nicht interessiert. (Falle!)

Investor USA: hat 100 Projekte und kalkuliert mit einer Ausfallswahrscheinlichkeit von 1 zu 20.

Investor EU: hat 5 bis 10 Projekte und kalkuliert mit einer Ausfallswahrscheinlichkeit von 1 zu 3.

„Gar keinen Investor zu brauchen ist der beste Weg einen Investor zu finden“

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Wie ist der 3United Verkauf an Verisign in die Wege geleitet worden?

Markus Wagner (i5invest): „Im Jahr 2005 begannen wir den Verkauf von 3 United vorzubereiten. Von 10 Firmen kamen 2 in die nähere Auswahl. Es ging darum Market-Awareness in Amerika zu generieren. Der Weg dazu war beim Prestige-trächtigsten Pitch in Amerika zu der Zeit zu gewinnen. Wir gewannen den Pitch zum „American Idol“, erlangten dadurch die Awareness in Amerika, standen in der Auslage und Verisign hatte die Wahl, selbst zu kaufen, oder jemand anderer hätte gekauft. Wenn jemand anderer gekauft hätte, hätte Verisign später ein Problem gehabt.“

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Rätst Du Jungunternehmern ohne perfektes Setup zu starten?

Markus Wagner (i5invest): Wichtig ist es mit exzellenten Leuten zusammenzuarbeiten. Nur im Team erreicht man, dass mehr weitergeht, auch wenn man selbst krank ist, und jemand für dich weiterarbeitet. Wenn Du einmal down bist, werden exzellente Leute Dich wieder aufrichten, und weiter geht es. Das ist der Teamspirit. „Das Team hat einen hohen Wert für den Erfolg der Firma“

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Wie wichtig ist Geld für einen Investor?

Markus Wagner (i5invest): Grundgedanke von Investition ist mehr Geld raus zubekommen, als investiert wurde. Das ist nicht die einzige Motivation. Wert schaffen, ist die zweite.

Viele Millionäre sind aus Spaß dabei an der Sache. Ein positiver unternehmerischer Antrieb überbrückt Momente, wo es schwierig weitergeht.

Nichtsdestoweniger hört eine Unterstützung einer Firma nach 12-18 Monaten bei Nichterfolg auf. Dies wird klar kommuniziert, mit klarem Schnitt am Ende. Erwartet wird vom Gründer ein Vollzeitcommittment. „Ganz oder gar nicht!“

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Wordrap. „Auffallen?“

Markus Wagner (i5invest): … ist schwieriger geworden unter der Masse der Startups. Performance Marketing wichtiger und gute Co-Kollegen.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Grundantrieb?

Markus Wagner (i5invest): … ist nicht Geld machen. Mitaufbauen, Erfolge teilen. Sich miteinbringen. Kontakte gegenseitig herstellen. Positive Incentivierung. Mit Leuten und Team zusammenarbeiten. Wer bringt wieviel Zeit ein? Konzept nicht verstecken, weil ein offenes Konzept viel mehr Kommunikation ermöglicht.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Umsatz?

Markus Wagner (i5invest): … Das schwierigste ist auf Umsatz zu kommen. Viel Energie ist notwendig um dorthin zu kommen.

Umsatz ist ein Qualitäts-Siegel für den Erfolg eines Unternehmens. Und oftmals vernachlässigt in Europäischen Unternehmen ist der Verkauf. Bei Verisign ist sogar der Entwicklungschef in Verkaufsgespräche mit Kunden miteingebunden.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Aus Anerkennung gegenüber dem Kunden, als Wertschätzung und auch um Kundenbedürfnisse direkt wahrzunehmen.

Markus Wagner (i5invest): Auch um Mehrwerte zu generieren. Keine Angst vor Abfuhr. Sales Kultur ist oftmals bei Start-Ups unterentwickelt, im Vergleich zur Produkt und Technologie-Verliebtheit.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Wordrap. Absatzmarkt?

Markus Wagner (i5invest): Tirol liegt von Wien ausgehend gleich weit entfernt wie Köln. Also zur Tiroler Tageszeitung gehen oder zur RTL-Gruppe. Mit dem Zug liegt München näher und ist schneller erreichbar als Bregenz. Es gibt keine Grenze zu Deutschland mehr. Der Deutschsprachige Raum besteht aus mehr als 90 Millionen Konsumenten. Schweiz ist extrem innovativ.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Austesten?

Markus Wagner (i5invest): … man muss viele Sachen mit Feedback austesten. „Um dem Glück eine Chance zu geben, ist es wirkliche Arbeit. Ein Team muss mühsam zusammengekratzt werden.“

Man muss die Schlagzahl hoch halten. Termine kurz halten, wenn es keinen Sinn macht. Schneller Zyklus, hoher Takt: Zeit sinnvoll nutzen. In 3 Tagen kann man mittels Bahn im Team in Deutschland 30 Kundenkontakte erledigen; Rail-Plus-Ticket sei dank.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Kochabo.at, Michael Ströck?

Markus Wagner (i5invest): Unternehmer aus Bekannten Familien (www.stroeck.at bzw. http://www.wirtschaftsblatt.at/home/service/509444/index.do?index=8&direct=) wollen Neues ausprobieren.

Kochabo.at – wichtig hierbei:

  • Kundenzufriedenheit
  • Customer Lifetime Value
  • Deckungsbeitrag
  • Weiterempfehlungrate
  • ABO-Verlängerungsrate
  • Wieviele Abonnenten?
  • Wie Nachhaltig?
  • Sinnvoll definierte KPIs.
  • Onlinemarketing vs. Print / Flugzettel
  • Logistik
  • Qualitätssiegel
  • Produktentwicklung und Konzeption
  • Frische
  • Rezepte müssen gut sein
  • Veganer, Laktose, Milchintoleranzen
  • Mutationen wie Volumen, Skalierbarkeit
  • Kundenwert

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Wie siehst Du ob ein Segment funktioniert, z.B. Kochabo-Zustelldienste?

Markus Wagner (i5invest):  Bei bestehenden Ideen fährt man hin und sieht es sich selbst an. Wichtig ist der Marktüberblick, das Firmenbuch, Presseartikel, und Branchenüberblicke. Auch Infos, ob andere Investoren bereits investiert sind, und wie hoch das Werbebudget ist lassen Rückschlüsse auf die Erfolgswahrscheinlichkeit zu.

DieIdee InnovationsAgentur (www.dieIdee.eu): Vielen Dank für das Gespräch.

Markus Wagner (i5invest): Vielen Dank.

Dieser Text unterliegt dem Copyright von dieIdee InnovationsAgentur. Auszüge auch nur teilweise bedürfen der ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung von dieIdee InnovationsAgentur. Anfragen bitte unter copyrights@dieIdee.eu

Das Ende von Facebook? Top Investor Peter Thiel steigt aus

Peter Thiel Gründer von Paypal steigt aus Facebook aus.

2004 mit einem Investment von 500.000 Dollar gestartet, sind seine 22.3 Mio. Aktien nunmehr 446 Mio. Dollar wert. Die Aktie verlor seit dem Börsendebut mehr als die Hälfte an Wert.

Ein „Insider“, der beim erstmöglichen Zeitpunkt Kasse macht: Zeichen des drohenden Innovationsrückgangs bei Facebook?

Den Mangel eines eigenen Betriebssystems für mobile Rechner auszugleichen und sich gleich gegen drei potente Gegner zu positionieren (Apple mit IOS, Google mit Android und Microsoft mit Windows Phone) erscheint als wenig gangbare Alternative. Was bleibt?

Ein Kundenstock, der sich weniger häufig einloggt als früher, quasi ein E-mail für die Welt, mit gleichzeitiger Sharing-Möglichkeit von digitalen Daten.

dieIdee InnovationsAgentur am NETAVIS Observer Summit 2012

Wien, am 03. Februar 2012 – Als einer der führenden Anbieter für IP basierte Audio- und Videoüberwachung veranstaltete die Firma NETAVIS Software GmbH gemeinsam mit Technologiepartnern und Distributoren am 1. und 2. Februar den „NETAVIS Observer Summit 2012“ im Hotel Park Royal Palace in Wien. Rund 90 Technologie-Experten aus über 20 Ländern folgten der Einladung, um sich über die aktuellsten Produkte am Markt zu informieren. Neben zahlreichen interessanten Vorträgen bot die Veranstaltung Raum zum Erfahrungsaustausch und Netzwerken.

 Die Veranstaltung startete mit einer Begrüßung der international angereisten Teilnehmer durch Wolfgang Baumgartner, CEO der NETAVIS Software GmbH, und einem kurzen Vortrag über die wichtigsten Programmpunkte. Im Anschluss folgten Fachvorträge von NETAVIS und den Partnerunternehmen.

Chris Vandebrouck und Darren Shurmer machten den Anfang und informierten über die Intelligent HD und Hybrid Kameras von Sony, die für eine Optimierung der Farbtöne und Helligkeit und damit für eine hohe Qualität der Überwachungsbilder sorgen.

Danach stellte NETAVIS ihre „all-in-one“ IP-Surveillance Lösung vor, basierend auf Kooperationen mit dem asiatischen Storage-Spezialisten Thecus bzw. mit dem Computer-Riesen Hewlett-Packard (HP). Durch die Kombination der Network Video Recording-Systeme von Thecus bzw. HP mit der NETAVIS Software Observer 4 bieten die Technologiepartner ihren Kundeneinzigartige Out-of-the-Box Appliances.  Diese zeichnen sich vor allem durch verbesserte Compliance, kurze Installationszeiten und einfachste Bedienung aus. Sowohl Thecus als auch HP zeigten ihre Geräte live vor Ort.

Ebenso stand am ersten Tag eine Europapremiere am Plan. Der Hersteller Axis präsentierte seine neueste Entwicklung, das Modell Axis P-85. Das Besondere: die kaum bemerkbare, nur millimetergroße Linse der Netzwerk-Kamera ist auf 1,6m Höhe in einer Röhre vorinstalliert, die gängigen Installationsröhren zum Verwechseln ähnelt. Im Vergleich zu herkömmlichen Kameras, die an der Decke montiert sind, gewährt diese in Augenhöhe angebrachte Indoor-Ausführung sowohl einen breiten Überblick als auch die zuverlässige Identifizierung von Personen. Anwendung findet diese Kamera vor allem im Bank- und Gesundheitswesen.

Am Nachmittag fanden die Vorträge von Florian Wurzer, easyplex Software, und Wolfgang
Baumgartner, NETVIS, zum Zukunftsthema Physical Security Information Management, kurz PSIM, statt. Hier handelt es sich um eine Software-Plattform, die mehrere Sicherheits- und Facilitymanagement-Anwendungen integriert.


Dadurch können eingehende Informationen unterschiedlicher Quellen (Zutrittskontrollstellen, Videoüberwachungssysteme, Gebäudetechnik etc.) in einer zentralen Nutzeroberfläche erfasst, verarbeitet und kontrolliert werden. PSIM ermöglicht zahlreiche organisatorische Vorteile, wie bessere Kontrolle und Evaluation, und trägt zudem durch gesteigerte Effizienz zu einer Kostenreduktion bei.
Den Abschluss der Vortragsreihe bildete Waldemar Gollan von Arecont Vision, dem internationalen Marktführer in der Herstellung hochauflösender IP-Kameras, mit seinem Fachvortrag „The Power of MegaPixel“.

JCV Professional stellte sechs neue Überwachungskameras mit der neuen Super LoLuxTM Technologie beim diesjährigen NETAVIS Observer Summit europaweit erstmals vor. Die speziellen Videokameras sorgen selbst bei nahezu keinem Licht für eine getreue Farbwiedergabe. Darüber hinaus sind sie durch gesteigerte Energieeffizienz im Vergleich zu konventionellen CCTV Kameras sehr umweltfreundlich.


Zudem wurden interessante Best-Practice Beispiele, wie das Projekt Wiener Wohnen, umgesetzt vom Technologiepartner A1 Telekom Austria präsentiert. Am Ende der Veranstaltung gab der Chef-Entwickler der NETAVIS Videoanalyse iCAT, László Dezsényi, Einblicke in zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen. Live präsentierte er die zahlreichen Features und Anwendungsmöglichkeiten des innovativen Analysetools.

Rückfragehinweis: innovativ@dieIdee.eu

Jony Ive spricht über großartiges Design und die Zusammenarbeit mit einem der besten Innovatoren der jüngsten Zeit

Jony Ive spricht über großartiges Design und die Zusammenarbeit mit einem der besten Innovatoren der jüngsten Zeit.

Ideen beginnen als zerbrechliche Gedanken und werden im Innovationsprozess ständig gechallenged.

Nur eine Idee, die trotz 100fachen Widerstands mit aller Anstrengung weitergetragen wird, wird in letzter Konsequenz erfolgreich sein.

An alle, die anders denken

An alle, die anders denken. Die Rebellen, die Idealisten, die Visionäre, die Querdenker, die, die sich in kein Schema pressen lassen, die, die Dinge anders sehen. Sie beugen sich keinen Regeln, und sie haben keinen Respekt vor dem Status Quo.

Wir können sie zitieren, ihnen widersprechen, sie bewundern oder ablehnen. Das Einzige, was wir nicht können, ist sie zu ignorieren, weil sie Dinge verändern, weil sie die Menschheit weiterbringen. Und während einige sie für verrückt halten, sehen wir in ihnen Genies. Denn die, die verrückt genug sind zu denken, sie könnten die Welt verändern, sind die, die es tun.

Innovation benötigt eine Offenheit für das Scheitern, Georg Kapsch

„Innovation benötigt eine Offenheit für das Scheitern“, Georg Kapsch

 

 

Kapsch ist ja eines der technologischen Vorzeigeunternehmen. Was würden Sie einem Jungunternehmer, bzw. Start-up, wie es man heute dazu sagt, raten?

Ich will da nicht überheblich sein und Ratschläge geben, aber einer der Schlüsselfaktoren zum Erfolg ist Konsequenz. An die eigene Idee glauben und diese mit Konsequenz realisieren. Man muss sich aber genau überlegen, ob ich es alleine schaffe oder ob ich Partner benötige. Denn für manche Projekte benötigt man weniger, für andere viel Geld. Daher stellt sich die Frage, ob man sein Projekt mit einem Business-Angel realisiert oder einen Private Equitiy-Partner dazu holt oder einen strategischen Partner braucht. Auf jeden Fall muss man auf die finanziellen Rahmenbedingungen achten. Das Grundproblem in der heutigen Gesellschaft, zumindest in Europa, ist, dass jemand, der scheitert, als Halbverbrecher abgestempelt ist. Damit tötet man das innovative Element ab. Aber Innovation benötigt eine Offenheit für das Scheitern.

In den USA ist es ja anders, da werden jene, die mit einer Firma scheitern, aufgefordert, es nochmals zu probieren.
Genau, den möglichen Misserfolg muss man einkalkulieren.

Und man darf nicht zu früh dran sein mit seiner Idee.
Wir waren schon einmal zu früh dran, und zwar mit der SmartCard, die hatten wir schon vor 15 Jahren. Zu einer Zeit, zu der es keine Lösungen gab.

 

Quelle: http://futurezone.at/b2b/5525-das-it-dilemma-beginnt-in-der-puppenecke.php

 

 

Constantin Bisanz, Wiener, Jahrgang 1973, Innovator

In welche Start-ups würden Sie investieren wollen?
Mich interessieren vor allem Themen, die groß und international skalieren können. Es kommt immer in  Wellen, es gab die  Marktplatzwelle,  die Social-Netzwerk-Welle. Momentan ist da aber nichts. Aber in den nächsten Wochen, Monaten kommt die nächste Welle. Da muss man am Spot sein, rechtzeitig paddeln und aufspringen.

 

Nach San Francisco…
Ja. Und ich  habe dort miterlebt, wie sich die Dotcom-Blase  aufgebläht hat, wie alle mit den Dollarzeichen in den Augen herumgerannt sind.  Es gab eine Dotcom-Party nach der anderen, teilweise mit zwei Millionen Dollar Budget pro Abend. Total verrückt. Und ich habe das Platzen der Blase miterlebt – am eigenen Leib. Ich habe gesehen, welche Geschäftsmodelle überlebt haben, und das waren  klassischen Marktplatzkonzepte. Ich bin nach München gegangen und habe einen Marktplatz für Nutzfahrzeuge gegründet, TruckScout24. Später habe ich es an die Scout-Gruppe verkauft – drei Stunden nach dem Verkauf gründete ich Brands4Friends.

In welche Start-ups würden Sie investieren wollen?
Mich interessieren vor allem Themen, die groß und international skalieren können. Es kommt immer in  Wellen, es gab die  Marktplatzwelle,  die Social-Netzwerk-Welle. Momentan ist da aber nichts. Aber in den nächsten Wochen, Monaten kommt die nächste Welle. Da muss man am Spot sein, rechtzeitig paddeln und aufspringen.

 

Wurden Sie  bereits gefragt, ob Sie aufspringen wollen?
Ich bekomme jeden Tag um die 25 Businesspläne zugeschickt.

Quelle: http://futurezone.at/b2b/5450-start-ups-bald-kommt-die-naechste-welle.php