Apple Watch Event: Uhrsache (sic!) und Wirkung

Der Spiegel Online analysiert knallhart:

„Erst eingehende Tests werden zeigen, ob die Benutzung der neuen Uhren tatsächlich so intuitiv und angenehm ist, wie Cook und sein Team das bei der Vorstellung ein ums andere Mal betont haben. Sicher ist, dass Apple bis heute einen Vertrauensvorsprung hat, wenn es um die Einführung neuer Geräte geht. Steve Jobs versprach einst: Wenn wir etwas anfassen, dann machen wir es so, dass die Kunden es lieben werden. Löst die Apple Watch dieses Versprechen ein, dann kann sie einmal mehr einer Gerätekategorie zum Durchbruch verhelfen, bei denen andere die undankbare Vorreiterrolle übernommen haben. So wie das bei MP3-Playern, Touchscreen-Handys oder tragbaren Touch-Computern schon der Fall war.“

Und subsummiert, die Ängste, aller Beteiligten, Mitarbeiter, Fan-Boys, überzeugten Innovationsliebhabern, und Aktionären:

„Erweist sich die Apple Watch aber als überflüssiger Schnickschnack, als allzu klobiges Anhängsel mit zu wenig echtem Mehrwert für seinen Preis, dann kann die Uhr das Gegenteil bewirken: Wenn der Konzern nur einmal unter Beweis stellt, dass nicht jedes seiner Produkte automatisch zum unverzichtbaren Alltagsgegenstand wird, könnte das der Beginn eines rapiden Abstiegs werden.“

Tim-Cook

 

Spiegel Online resümmiert:

„Die Ankündigung mit der vermutlich nachhaltigsten Wirkung aber ist die zugleich am wenigsten spektakuläre. Der berührungslose Bezahldienst Apple Pay ist einmal mehr eine aufpolierte Kopie bereits im Markt befindlicher Angebote, man denke nur an Google Wallet. Android-Handys mit NFC-Chips gibt es längst, das Zahlen per Handy aber hat sich bislang nirgends durchgesetzt. Apple aber hat im Smartphone-Bereich in den USA bis heute einen Marktanteil von 40 Prozent – und Cooks Mannschaft hat es offenbar verstanden, sich mit vielen großen Laden- und Restaurantketten zu verbünden.

Schafft Apple es, mit seinen neuen Geräten schnell große Kundenzahlen zu erreichen – und die Geschichte legt nahe, dass das klappen könnte, – könnte mit einem Mal auch das Zahlen mit dem Handy – oder der Uhr – zur Alltagsgeste werden.

Für Ladenketten könnte die Anschaffung der entsprechenden Hardware mit einer ausreichend großen, zahlungskräftigen Klientel plötzlich doch interessant werden, und genau das sind Apples Kunden. Und stehen die Scanner erst einmal an den Ladenkassen, sind auch die NFC-Chips in allen anderen Handyfabrikaten plötzlich wieder im Spiel. Wenn das geschieht, wenn unsere digitalen Alltagsbegleiter auch zu unserem bevorzugten Zahlungsmittel werden, ist das zwar bequem – es bringt aber auch völlig neue Datenschutz– und Sicherheitsprobleme mit sich.“

Derstandard ergänzt:

„Das US-Magazin „Fortune“ würdigte Cook seinerzeit als „das Genie hinter Steve“. Als Zuständiger für das operative Geschäft sorgte er dafür, dass nach Umsetzung der kühnen Visionen schwarze Zahlen in den Büchern standen. Jetzt muss Cook mit der Computeruhr beweisen, dass sein Apple die gleiche visionäre Kraft wie zu Zeiten von Jobs hat. Dieses Image hilft dem Konzern, weltweit Millionen seiner teuren Premium-Smartphones und Tablets zu verkaufen.“

Original-Zitate nachzulesen bei: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/apple-watch-iphone-6-und-smartwatch-koennten-bezahlverhalten-aendern-a-990734.html und http://derstandard.at/2000005390426/Tim-Cook-tritt-mit-Apple-Watch-aus-dem-Schatten-von

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