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Das Drei-Klassen-Netz: Technische Analyse der Mobilfunk-Capabilities im Hutchison-Universum

Ein Beitrag von dieIdee.eu – Die InnovationsAgentur | Wien, März 2026

Zusammenfassung

Hutchison Drei Austria (H3A) betreibt eines der drei österreichischen Mobilfunknetze und vermarktet dieses über eigene Marken sowie externe MVNOs (Mobile Virtual Network Operators). Wer „im Drei‑Netz“ surft und telefoniert, tut dies je nach Marke jedoch unter fundamental unterschiedlichen technischen Bedingungen – hinsichtlich Frequenzzugang, 5G‑Modus, Netzpriorisierung und Zugang zum LTE‑Regional‑Roaming mit Magenta. Diese Unterschiede sind in den öffentlich zugänglichen Vertragsunterlagen für Endkunden nicht transparent ausgewiesen.


Der österreichische MVNO‑Markt: Kontext

Der österreichische Mobilfunkmarkt besteht aus drei Netzbetreibern (A1, Magenta, Drei) und einer Vielzahl virtueller Anbieter. Der MVNO‑Marktanteil liegt laut RTR bei rund 18% der SIM‑Karten (ohne M2M), HoT und spusu dominieren dieses Segment. 2023 vereinten 34 MVNOs und Submarken rund 15% Marktanteil und knapp 250 Mio. Euro Umsatz auf sich – bei einem Gesamtmarktvolumen von knapp 4 Mrd. Euro.

Eine Studie von Arthur D. Little (ADL) zeigt: Auf einen erfolgreichen MVNO kommen fünf, die scheitern – und 50, die es gar nicht erst auf den Markt schaffen. Während MNOs in Österreich EBITDA‑Margen knapp unter 30% erzielen, gilt im MVNO‑Geschäft eine Marge von 15–20% bereits als Erfolg. Rund 60% der Gesamtkosten eines MVNO entfallen auf Access‑Kosten, also die Nutzung der fremden Netzinfrastruktur.

Light‑MVNO vs. Full‑MVNO

Die Branche unterscheidet zwei grundlegende Modelle:

  • Light‑MVNO: Kauft definierte Wholesale‑Pakete beim MNO, betreibt kein eigenes Core‑Netz, hat nur begrenzten Einfluss auf Preisgestaltung, technische Parameter und Gebührenstruktur, fokussiert auf Marke, Vertrieb, Kundenbeziehung.
  • Full‑MVNO: Betreibt ein eigenes Kernnetz (Core), eigene OSS/BSS, kauft nur Funkzugang beim MNO, kann Produkte, Tariflogik und technische Features flexibler gestalten.

In Österreich war Red Bull Mobile einer der ersten Full‑MVNOs; aktuell ist spusu der wichtigste Full‑MVNO im Drei‑Netz.


Hutchison Drei Austria: Marken, MVNOs und Markenkooperationen

Unter dem Dach von Hutchison Drei Austria (FN 140132b) existiert ein vielschichtiges Marken‑ und Partnergefüge.

Eigenmarken und Markenkooperationen von Drei

  • Drei – Hauptmarke mit Premium‑ und Volumentarifen.
  • up3 – SIM‑only‑Submarke, seit Juli 2023; Nutzungsklasse „Mobil: D“ laut Entgeltbestimmungen.
  • Hörbi – Diskontmarke, gestartet am 4. März 2026; betrieben durch Hutchison Drei Austria, Nutzungsklasse Mobil D, siehe Entgeltbestimmungen.
  • educom – Studenten‑ und Bildungstarife.
  • eety – Ethno‑Discounter.
  • Joymobile – Nischenmarke.
  • kabelplus MOBILE – Eigenständiger Anbieter aus der EVN‑Gruppe, technisch als MVNO im Drei‑Netz; nutzt Drei‑Sendemasten (2G, LTE, 5G) und eigene Kabelnetze/FTTH für Festnetz und Internet.

Lidl Connect ist eine Marke in Zusammenarbeit zwischen Lidl Österreich und Drei: Lidl verantwortet Vertrieb und Vermarktung, Drei liefert Netz, Infrastruktur, Service und Mobilfunk‑Know‑how. Rechtlich agiert Lidl Connect damit als Markenkooperation/Eigenmarke auf Basis des Drei‑Netzes und nicht als eigenständiger Full‑MVNO im technischen Sinn.

MVNO‑Partner im Drei‑Netz

  • spusu – Full‑MVNO mit eigenem Core‑Netz und eigenen 5G‑Frequenzen (30 MHz im 3,5‑GHz‑Band in Niederösterreich).
  • Weitere kleinere Reseller.

MVNOs und Markenkooperationen in anderen Netzen

  • A1‑Netz: bob, yesss!, XOXO, Georg, Red Bull Mobile, Krone mobile, Lycamobile u.a.
    • Red Bull Mobile ist dabei eine Marke in Kooperation zwischen A1 und Red Bull („A1, bob, Red Bull MOBILE und yesss! stehen für höchste Qualität …“).
  • Magenta‑Netz: HoT (ca. 1,4 Mio. Kunden, 9,6% Marktanteil), S‑Budget Mobile, LIWEST Mobil, Raiffeisen mobil u.a.

ADL‑Partner Christoph Uferer beschreibt die Rolle eines MVNO prägnant: Er sei „Manager der Marge zwischen dem Marktpreis und den Wholesale‑Kosten, die der Netzbetreiber verrechnet“.


Frequenzausstattung: Low‑Band‑Defizit bei Drei als strukturelle Achilles-Ferse

Drei verfügt über folgende Spektren:

FrequenzbandBandbreite (Brutto)TechnologieNutzung / Relevanz
700 MHz FDD (Band 28 / n28)2×10 MHzLTE, 5G NRFlächenversorgung, 5G SA am Land
900 MHz FDD (Band 8)2×5 MHz (davon effektiv ~3 MHz LTE)LTE, GSM, IoTIndoor‑Fallback, geringe Kapazität
1500 MHz SDL (n75)30 MHznur DownlinkKapazitätserweiterung in Kombination mit Low‑Band
1800 MHz FDD (Band 3)2×20 MHzLTE, GSMurbane Hauptversorgung
2100 MHz FDD (Band 1 / n1)2×20 MHzLTE, 5G NRKapazität in Städten
2600 MHz FDD (Band 7)2×25 MHz (davon derzeit 15 MHz aktiv genutzt)LTE, 5G NRKapazitätsband, Teilnutzung
2600 MHz TDD25 MHzLTE, 5G NRKapazitätsband
3400 MHz TDD (n78)100 MHz5G NRHauptband für 5G+ (SA) und 5G NSA

Strukturell kritisch ist, dass Drei kein Spektrum im 800‑MHz‑Band (Band 20) besitzt. Dieses Band ist in Österreich das Rückgrat der LTE‑Flächenversorgung und Indoor‑Abdeckung in ländlichen Regionen. Drei kann B20 nur über Regional‑Roaming mit Magenta nutzen – sofern der jeweilige Tarif bzw. die Marke für dieses Roaming freigeschaltet ist.

Dazu kommt: Das eigene 900‑MHz‑Band (B8) steht nur mit sehr geringer LTE‑Bandbreite zur Verfügung. In der Praxis sehen Kunden häufig zwar ein B8‑Signal, die Kapazität reicht aber kaum für stabile Datendienste. Nutzerberichte im LTE‑Forum deuten zudem darauf hin, dass Hörbi‑Tarife in einzelnen Regionen selbst auf das Drei‑eigene B8 faktisch keinen Zugriff haben, obwohl andere Drei‑Marken dort noch B8 nutzen.


5G bei Drei: 5G, 5G+ und SA/NSA

Drei unterscheidet marketingseitig nicht zwischen „5G“ und „5G+“ im Sinne von SA/NSA, sondern nutzt „5G“ als Oberbegriff für 5G‑Dienste insgesamt.

  • „5G“ steht bei Drei für 5G NR generell, sowohl im Non‑Standalone‑Modus (NSA, mit LTE‑Anker) als auch im Standalone‑Modus (SA, reines 5G‑Core).
  • „5G+“ bezeichnet die 5G‑Standalone‑Produkte mit Bandbreitengarantie, technisch auf Basis des 3,5‑GHz‑Bandes n78.

Drei hat 5G‑Standalone im September 2022 zunächst für Internet‑Tarife („5G+ Fix“/„Premium Internet Tarife mit 5G+“) eingeführt. Handy‑Vertragstarife wurden erst ab März 2024 sukzessive für 5G SA freigeschaltet; davor stand SA nur für ausgewählte Daten‑Tarife und FWA‑Produkte zur Verfügung.

Im ländlichen Raum setzt Drei für 5G‑Flächenversorgung primär auf n28 (700 MHz), im urbanen Bereich auf n78 (3,5 GHz) und n1 (2100 MHz). Das 1500‑MHz‑SDL‑Band n75 spielt als Downlink‑Ergänzung eine Rolle, aber nur in Aggregation mit einem Ankerband.


Leistungsprofile und Nutzungsklassen

Seit Februar 2024 arbeitet Drei mit einem System statischer Leistungsprofile (A–D) und Nutzungsklassen (mobil/stationär), das in den Entgeltbestimmungen sowie in den EB von Wholesale‑Partnern wie kabelplus MOBILE dokumentiert ist.

LeistungsprofilPriorität im Netz (mobil/stationär)Beispiel‑Tarife
A600 / 300Drei Unlimited L, XL (Premium)
B300 / 150ausgewählte Premium‑Vertragstarife
C100 / 50Drei Unlimited M, Basic S
D60 / 30up3, Hörbi, MyLife SIM Start, Discountprodukte

Bei ausgelastetem Sektor erhält ein Kunde mit Profil A die sechs‑ bis zehnfache Bandbreite eines Kunden mit Profil C bzw. D. Mobile Tarife werden gegenüber stationären Tarifen zusätzlich um den Faktor 2 bevorzugt.

Die Entgeltbestimmungen von up3 weisen explizit „Nutzungsklasse: Mobil, Leistungsprofil: D“ aus. Für Hörbi ist diese Information zunächst nicht in den Vertragszusammenfassungen sichtbar, findet sich aber in den Entgeltbestimmungen: Hörbi‑Tarife sind ebenfalls der Nutzungsklasse Mobil und dem Leistungsprofil D zugeordnet.


TKK‑Bescheid C 1/23: Active Sharing, Regional Roaming und MVNO‑Auflage

Mit Bescheid C 1/23 genehmigte die Telekom‑Control‑Kommission (TKK) eine Kooperation zwischen Drei und Magenta zur gemeinsamen Nutzung aktiver Netzkomponenten („Active Sharing 1“) und zur Einführung eines strukturierten Regional‑Roaming‑Modells im 4G‑ und 5G‑Bereich.

Kernstück ist die MVNO‑Auflage, wonach Drei und Magenta die im Rahmen der Kooperation erzielten Verbesserungen bei Versorgung, Qualität und Performance „allen Endverbrauchern“ und insbesondere auch allen bestehenden MVNO‑Partnern über deren bestehende Vorleistungsverträge zugänglich machen müssen. Dies umfasst insbesondere:

  • Zugang zu Sprach‑, SMS‑ und Datendiensten in den durch Active Sharing/Regional Roaming zusätzlich versorgten 4G‑ und 5G‑Gebieten.
  • Zugang zu VoLTE‑Diensten im Netz des jeweiligen Host‑Betreibers.

Die TKK reagierte damit auf wettbewerbsrechtliche Bedenken der Bundeswettbewerbsbehörde und des Bundeskartellanwalts, die gefordert hatten, MVNOs nicht von den Kooperationsvorteilen auszuschließen.

Wichtig: Die Auflage erwähnt ausdrücklich „MVNO‑Partner“. Hörbi ist keine MVNO‑Partnerin, sondern eine Eigenmarke von Hutchison Drei Austria (identische Firmenbuchnummer, identischer Rechtsträger). Ob drei‑interne Submarken (up3, Hörbi, educom, eety) rechtlich denselben Zugang wie externe MVNOs erhalten müssen, ist damit nicht klar geregelt.


Vergleichsmatrix der technischen Capabilities

Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen technischen Parameter ausgewählter Marken im Drei‑Netz zusammen (Stand März 2026, auf Basis öffentlich zugänglicher Unterlagen und Nutzerberichte):

AnbieterTyp5G SA5G NSARegional Roaming Magenta (B3/B20)Nutzungsklasse / ProfilFrequenzen (praktisch)
AnbieterTyp5G SA5G NSARegional Roaming Magenta (B3/B20)Nutzungsklasse / ProfilFrequenzen (praktisch)
Drei Unlimited L/XLEigenmarkeJa (5G+)JaJamobil AB3, B1, B7(15 MHz), n28, n78
Drei Unlimited M / Basic SEigenmarkeJaJaJamobil CB3, B1, B7(15 MHz), n28, n78
up3Drei‑SubmarkeJa (ab 3/2024)JaJamobil DB3, B1, B7(15 MHz), n28, n78
Lidl ConnectMarkenkooperation Drei/LidlNein (kein 5G+)JaJa (MVNO‑Auflage)nicht publiziert, faktisch mobil C/DB3, B1, B7(15 MHz), B20 via Magenta, n78
spusu 5GFull‑MVNONein (über Drei‑Netz)JaJa (MVNO‑Auflage)nicht publiziertB3, B1, B7(15 MHz), B20 via Magenta, n78; teilweise eigene 3,5 GHz‑Zellen
kabelplus MOBILEMVNONein (5G via Drei‑NSA)JaJa (laut EB + MVNO‑Auflage)laut EB: stationär B/CB3, B1, B7(15 MHz), B20 via Magenta, n78
Hörbi 200 5G‑PowerDrei‑DiskontmarkeNein (nur 5G NSA)JaNein (kein Magenta‑Roaming)mobil DB3, B1, B7(15 MHz); B8 teils faktisch nicht nutzbar; kein B20
Hörbi 60 (LTE)Drei‑DiskontmarkeNeinNein (nur LTE)Neinmobil DB3, B1, B7(15 MHz); B8 teils faktisch nicht nutzbar; kein B20

Bei Hörbi ist besonders kritisch: Nutzer im LTE‑Forum dokumentieren Fälle, in denen selbst das Drei‑eigene B8 (900 MHz) für Hörbi‑Karten nicht nutzbar ist, während andere Drei‑Marken noch via B8 versorgt sind. In Kombination mit dem fehlenden Magenta‑Roaming führt dies dazu, dass Hörbi‑Kunden in ländlichen Regionen deutlich häufiger „Kein Netz“ sehen, obwohl andere Drei‑Produkte am selben Standort noch funktionale Versorgung haben.


Das Drei-Klassen-System

Klasse 1 – Vollzugang (Drei-Vertragstarife ab Basic S): 5G SA + NSA, volles Magenta Regional Roaming (Band 3, Band 20), Leistungsprofile A–D (je nach Tarif), alle Drei-eigenen Frequenzen einschließlich n28 und n75 im SA-Modus.

Klasse 2 – Eingeschränkter Zugang (MVNOs: Lidl Connect, spusu, kabelplus): 5G NSA (kein SA), Magenta Regional Roaming aktiv (über TKK-Bescheid C 1/23), nicht publiziertes Leistungsprofil, kein Zugang zu n28/n75 im SA-Modus. Innerhalb dieser Klasse hat spusu als Full-MVNO mit eigenem Core-Netz und eigenen 5G-Frequenzen (30 MHz im 3,5-GHz-Band in NÖ) potenziell mehr Handlungsspielraum als Light-MVNOs.

Klasse 3 – Minimalzugang (Hörbi): 5G NSA (beim 5G-Tarif) oder nur LTE (Hörbi 60), kein Magenta Regional Roaming, nur Drei-eigene Sender (B8/3 MHz, B3/15 MHz, B1/20 MHz, B7/20 MHz), kein Band 20, kein Band 28/n28 im SA-Modus, Nutzungsklasse mobil D.


Die Konsequenz für Endkunden

Das Szenario: Drei Personen mit „5G-Verträgen im Drei-Netz“ am selben Ort mit demselben Endgerät:

  1. Drei-Direktkunde (up3): 5G SA mit n28 + n75, stabile Versorgung
  2. Lidl-Connect-Kunde (5G NSA): 4G über Magenta Regional Roaming (Band 20), brauchbarer Empfang
  3. Hörbi-Kunde (5G NSA, kein Magenta): Kein Empfang, EDGE, oder ein Balken ohne Konnektivität

ADL-Partner Christoph Uferer beschreibt die Rolle eines MVNO als „Manager der Marge zwischen dem Marktpreis und den Wholesale-Kosten, die der Netzbetreiber verrechnet“. Das gilt für echte MVNOs. Bei Hörbi als Eigenmarke des Netzbetreibers stellt sich die Frage anders: Hier entscheidet der Netzbetreiber selbst, welchen Teil seiner Infrastruktur er seiner Diskontmarke zur Verfügung stellt – und wie transparent er das kommuniziert.


Regulatorische Perspektive

Die RTR stellte in ihrem Newsletter 02/2025 fest:

  • Der MVNO-Anteil bei 5G-SIM-Karten liegt „deutlich unter 5%“, während der Gesamtmarktanteil rund 18% beträgt
  • „Bei Technologieübergängen – etwa zu 5G, oder auch zu VoLTE – wurde der Zugang zur Netzinfrastruktur für MVNOs oftmals verzögert oder nur mit höheren Vorleistungsentgelten gewährt“
  • „Bei VoLTE ermöglichte bei einzelnen Anbietern erst eine Auflage in einem regulatorischen Verfahren den Zugang“

Die eSIM-Technologie wird den MVNO-Markt weiter dynamisieren. Laut ADL stehen 30 bis 40% der österreichischen Smartphones bereits mit eSIM-Funktion zur Verfügung. Der digitale Point-of-Sale wird physische Filialen ersetzen – ADL-Partner Uferer spricht von einer „totalen Revolution“. Für 2026 ist zudem der MVNO-Launch der Österreichischen Post im A1-Netz angekündigt.

In diesem dynamischen Marktumfeld wäre eine regulatorische Klarstellung überfällig: Müssen die technischen Capabilities eines Tarifs – 5G SA/NSA, Regional-Roaming-Zugang, Leistungsprofil – für Endkunden transparent ausgewiesen werden? Die aktuelle Informationslage ist unzureichend. Weder in Hörbi-Vertragszusammenfassungen noch in den Entgeltbestimmungen von Lidl Connect finden sich Angaben dazu.


Quellen: RTR Newsletter 02/2025; TKK-Bescheid C 1/23 (Kooperationsgenehmigung Drei/Magenta); RTR-Presseaussendung 12.1.2024; Entgeltbestimmungen Drei (Special Tarife, April 2025; up3, Mai 2025; Unlimited Tarife, Januar 2025); Vertragszusammenfassungen Hörbi (Februar 2026); Entgeltbestimmungen Lidl Connect (Februar 2026); Leistungsbeschreibung spusu 5G (Jänner 2024); OTS-Presseaussendung Hörbi (4.3.2026); Arthur D. Little, „Riding the MVNO Wave: 10 Keys to Success“; report.at, „MVNO – Ein schwieriger Markt“ (2025); tarife.at; teltarif.de; lteforum.at.

The Evolution of Messengers at Google

Google has announced three new communication apps this week: Spaces, Allo and Duo. That’s in addition to the three it already has. To understand why it’s doing this, and why it’ll do it again, we only need to look to its past.

Twelve years ago, Google began its shift from being „just“ the world’s most popular search engine to something much more: It released Gmail. Soon, the company was offering several options for communication. By 2009 Google users had a pretty robust set of tools at their disposal. Gmail for email, Talk for real-time text and voice chats, Voice for VoIP calling, and Android to facilitate everything else. Unfortunately, this simple delineation would quickly disappear as the company launched more and more services.

Google Wave was the first addition. Announced in mid-2009, it mashed together elements of bulletin boards, instant messaging and collaborative editing to pretty awesome effect. It grew a small but fervent community — I was a big fan — until Google halted development.

Then came Buzz. Launched in 2010, it was Google’s first attempt at a bona fide social network. It failed miserably, not least due to complaints about the way Google forced it upon users and some valid privacy concerns. Although neither Wave nor Buzz really competed with what the company was already offering, that would change when Google launched its next attempt at a social network, Google+.

In addition to standard social networking, Google+ also had two features that facilitated direct communication with individuals and groups: Hangouts and Huddles. Not to be mistaken with the current app, Hangouts at the time offered multiuser video chat for people in the same Circle. Huddle, on the other hand, was an instant messaging app for talking with other Google+ users.

Huddle would soon become Google+ Messenger, offering the same functionality as Google Talk, while Hangouts would expand to seriously encroach on Google Voice. Within a year, Google had added the ability to make „audio-only“ calls by inviting users to join Hangouts over a regular phone line.

Google now had two apps for everything, coupled with the problem that many users — even on its Android platform — were still using SMS to communicate on the go. It began work to rectify this and unify its disparate platforms. In 2013 we got an all-new Hangouts, available cross-platform and on the web. It merged the functionality of Hangouts and Messenger, and it also replaced Talk within Gmail if you opted to upgrade. Voice was still out in the cold and SMS wasn’t integrated, but the company was moving in the right direction.

In late 2013, Google added SMS to Hangouts, and in Android 4.4 it replaced Messaging as the OS default for texting. By Oct. 2014 Google had integrated VoIP into Hangouts as well. It finally had one app for everything.

You could assert that Hangouts was a better app because of the confusing mess that preceded it. Google tried lots of things and put the best elements from all of its offerings into a single app.

That arguably should have been the end of the story, but it’s not. For whatever reason — probably because it figured out that a lot of Android users didn’t use Hangouts — Google released another app in Nov. 2014 called Messenger. This Messenger had nothing to do with Google+ but instead was a simple app focused on SMS and MMS. Hangouts could and can still handle your texts, but Messenger is now standard on Nexus phones and can be installed on any Android phone from the Play Store. This confusing muddle means that if you have, say, a new flagship Samsung phone, you’ll have two apps capable of handling your SMS (Samsung’s app and Hangouts), with the possibility of adding a third with Messenger.

Hangouts, for the most part, has been doing a fine job.

Still, SMS isn’t exactly a burning priority for most people, and Hangouts, for the most part, has been doing a fine job. I can’t say I use it that often — my conversations are mostly through Facebook Messenger and WhatsApp, because that’s where my friends are — but when I do, it’s a pleasant-enough experience. The same can be said for Google+: It’s actually a great social network now, aside from the fact that barely anyone uses it.

That’s the issue that Google faces today and the reason why these new apps exist. More people are using Facebook Messenger than Hangouts. More people are using WhatsApp than Hangouts. More people are using Snapchat than Hangouts. And everyone uses everything other than Google+.

So we now have three new apps from Google, each performing pretty different tasks. The first is Spaces. Think of it as Google+ redux redux redux. It takes the service’s fresh focus on communities and collections and puts it into an app that exists outside the social network. The end result is a mashup of Slack, Pinterest, Facebook Groups and Trello. It’s promising, but, as of writing, it’s very much a work in progress.

Next up is Allo, a reaction to Facebook Messenger and Microsoft’s efforts in the chatbot space. It uses machine learning to streamline conversations with auto replies and also offers a virtual assistant that’ll book restaurants for you, answer questions and do other chatbotty things. Just like Spaces exists outside Google+, Allo exists outside Hangouts. You don’t even need a Google account to sign up, just a phone number — much like how WhatsApp doesn’t require a Facebook account.

Finally we have Duo, which is by far the most focused of the three. It basically duplicates Hangouts‘ original function: video calling. According to the PR, it makes mobile video calls „fast“ and „simple,“ and it’s only going to be available on Android and iOS. Both Duo and Allo also have the distinction of offering end-to-end encryption — although Allo doesn’t do so by default — the absence of which has been something privacy advocates have hated about Hangouts.

This summer, when Duo and Allo become available, Google users will be at another confusing impasse. Want to send a message to a friend? Pick from Hangouts, Allo or Messenger. Want to make a video call? Hangouts or Duo. Group chat? Hangouts, Allo or Spaces. It’s not user-friendly, and it’s not sustainable.

Sure, Facebook sustains two chat services (WhatsApp and its own Messenger) just fine, but it bought WhatsApp as a fully independent, hugely popular app and has barely changed a thing. Google doesn’t have that luxury. Instead, it’ll borrow another Facebook play: Test new features on a small audience and integrate. Over the past couple of years Facebook has released Slingshot, Rooms, Paper, Riff, Strobe, Shout, Selfied and Moments. I’m probably missing a few.

All of these apps were essentially built around a single feature: private chats, ephemeral messaging, a prettier news feed, selfies, etc. The vast majority won’t get traction on their own, but their features might prove useful enough to fold into the main Facebook and Messenger apps. And if one of them takes off, no problem, you’ve got another successful app.

This has to be Google’s strategy for Allo, Duo and Spaces. We don’t know what Google’s communication offerings will look like at the end of this year, let alone 2017. But chances are that Google will continue to float new ideas before eventually merging the best of them into a single, coherent application, as it did with Hangouts. And then it’ll start the process again. In the meantime, Google will spend money developing x number of duplicate apps, and users will have to deal with a confusing mess of applications on their home screens.

 

http://www.engadget.com/2016/05/19/why-google-cant-stop-making-messaging-apps/