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Zweiseitige Märkte

Was sind zweiseitige Märkte. Marcel Weiss analysiert treffend:

„Was haben Einkaufszentren, Kreditkartensysteme, Spielkonsolen, Tageszeitungen, technische Standards wie VHS und Blu-ray, Betriebssysteme, Appstores, eBay, Facebook und Twitter gemeinsam?

Sie alle sind zweiseitige Märkte.“

Plattform –> 1 –> 2
Spielkonsole –> Spiele Entwickler –> Spieler
IPAD –> Verlag –> User
Mobilfunk –> anrufende User –> angerufene User
Kabelfernsehen –> Programmveranstalter –> Kabeluser
Shopping-Center-Betreiber –> Ladenmieter –> Kunden
Online-Zahlungssystem –> Händler –> Konsumenten
Kreditkarten-System –> Händler –> Konsumenten
Betriebssystem –> Anwendungsentwickler –> User

„Was sind zweiseitige Märkte?

Zweiseitige Märkte finden auf von einem oder mehreren Unternehmen angebotenen Plattformen statt, auf welchen zwei unterscheidbare Nutzergruppen zusammen kommen. Die Inanspruchnahme der Plattform durch die zwei Nutzergruppen wird durch zweiseitige, indirekte Netzwerkeffekte beeinflusst. Das bedeutet, je mehr Teilnehmer einer Gruppe die Plattform einsetzen, desto attraktiver wird die Plattform für die Nutzer der anderen Gruppe und umgekehrt.

Das erste Mal wurden zweiseitige Märkte von Jean-Charles Rochet und Jean Tirole 2003 formuliert (in Rochet, Jean-Charles / Tirole, Jean, Platform Competition in Two-sided Markets, in: Journal of the European Economic Association, Vol. 1, Nr. 4, Juni 2003, S. 990-1029).

Aber machen wir zunächst einen Schritt zurück und schauen uns erst einmal an, was Netzwerkeffekte konkret sind.

[Anmerkung zum Begriff der zweiseitigen Märkte: In der Literatur wird abwechselnd von zweiseitigen Märkten (engl. „twosided markets“), mehrseitigen Märkten (engl. „multisided markets“) oder zweiseitigen Plattformen (engl. „twosided platforms“) geschrieben. Ich habe mich für „Zweiseitige Märkte“ entschieden, weil

  1. sich alles anschaulicher anhand einer Zweiseitigkeit beschreiben lässt, auch wenn vor allem im High-Tech-Bereich oft mehr Seiten involviert sind (tatsächlich werden wir in einem späteren Artikel sehen, dass zum Beispiel Facebook und Twitter mindestens drei Seiten bedienen) und
  2. eine Unterscheidung zwischen der zugrundeliegenden Plattform und dem auf ihr stattfindenden Markt notwendig ist.

Zusätzlich wird in der entsprechenden akademischen Literatur mehrheitlich von „twosided markets“ gesprochen.]

Netzwerkeffekte

Wirtschaftszweige im Informationsbereich werden maßgeblich von Netzwerken bestimmt und geformt. Das bestimmende Element von Netzwerken sind Netzwerkeffekte.

“Virtuelle” Netzwerke ähneln physischen Netzwerken wie das Telefonnetz oder das Eisenbahnnetz. Nutzer des gleichen Betriebssystems gehören zum gleichen Netzwerk. Das Gleiche gilt für Nutzer von Technologien wie CD-/DVD-Laufwerken oder Spielkonsolen. Teilnehmer befinden sich im gleichen Netzwerk, wenn sie Komponenten des Systems verwenden.

Alle Netzwerke haben in der Regel ein gemeinsames Merkmal: Solang alle anderen Umstände gleich bleiben, steigt der Nutzen für den einzelnen Teilnehmer je mehr zusätzliche Teilnehmer das Netzwerk nutzen. Dieses Merkmal kann man als Netzwerkeffekte, Netzwerkexternalitäten oder positive Skaleneffekte auf Nachfragerseite bezeichnen.

In den in dieser Artikelserie betrachteten Fällen äußern sich die Netzwerkeffekte positiv, also nutzensteigernd. Netzwerkeffekte können aber auch negative Auswirkungen hervorrufen, sprich sich als Kosten bemerkbar machen. Dann sinkt der Nutzen für den Einzelnen je mehr Akteure ein Angebot nutzen (zum Beispiel übermäßig viel Werbung, die auf Endkonsumentenseite als negativ empfunden wird, wäre ein indirekter negativer Netzwerkeffekt).

Netzwerkeffekte können unterschiedlich stark auftreten. Auswirkungen auf ihre Ausprägung hat die Höhe der Wechselkosten bei den Mitgliedern der Netzwerke und die Möglichkeit von Multi-Homing, auf das ich in einem späteren Artikel gesondert eingehen werde. In ihrer stärksten Form führen Netzwerkeffekte zu Winner-takes-it-all-Märkten, und das heißt damit zu Märkten, die von ihrer Struktur her zur Monopolbildung neigen.

Da der bei zunehmender Größe des Netzwerks stärker werdende Effekt sich damit auch gleichzeitig selbst verstärkt, spricht man in diesem Zusammenhang auch oft von positivem Feedback.

Direkte Netzwerkeffekte

Wenn im Zusammenhang von Social Networks wie StudiVZ und Facebook oder auch bei Twitter von Netzwerkeffekten die Rede ist, dann sind damit gemeinhin positive, direkte Netzwerkeffekte gemeint.

Direkte Netzwerkeffekte kann man auch als symmetrische Komplementaritäten bezeichnen (siehe z.B. Varian, Hal R., Competition and Market Power, in: Varian, Hal R. / Farrell, Joseph / Shapiro, Carl, The Economics of Information Technology, An Introduction, 4th printing, Cambridge/MA 2008, S.1-47., S. 42).

Je mehr Anwender ein Netzwerk verwenden, desto nützlicher wird es für alle Beteiligten. Ein Faxgerät ist am nützlichsten, wenn viele andere Faxgeräte damit ansprechbar sind. Das Gleiche gilt für Telefone, die am gleichen Telefonnetz angeschlossen sind (oder in Netzen, bei denen die Teilnehmer von einem Netz in das andere kommunizieren können).

Ebenso gilt das natürlich für Social Networks. Je mehr Personen auf Facebook sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass meine Freunde dort auch sind, folglich wird das Angebot attraktiver für mich, und damit auch gleichzeitig attraktiver für meine Freunde.

Je stärker die Penetration eines Marktes ist, sprich je größer das Angebot wird, desto stärker macht sich der direkte Netzwerkeffekt bemerkbar. Der zusätzliche Nutzen steigt mit der Gesamtgröße. Eine Folge dieses Umstands sind die exponentiellen Wachstumsraten, die man bei erfolgreichen Webangeboten beobachten kann.

Jede Website, bei der es um die Vernetzung von Mitgliedern geht – man nenne es Social Media -, wird mindestens von einem direkten Netzwerkeffekt getrieben: Entweder positiv, weil viele Mitglieder auf der Site sind, oder negativ, weil eine konkurrierendes Angebot größer ist.

Indirekte Netzwerkeffekte

Indirekte Netzwerkeffekte hängen nicht direkt von der Größe der Gruppe des betroffenen Nutzers auf der Plattform ab. Sie sind, allgemein ausgedrückt, ein Nebenprodukt der Tatsache, dass viele Akteure ein Netzwerk nutzen.

Im Kontext der zweiseitigen Märkte entstehen indirekte Netzwerkeffekte aus dem Umfang, in dem das Netzwerk von einer anderen Nutzergruppe genutzt wird. Das heißt, Mitglieder der Nutzergruppe A gewinnen einen Zusatznutzen daraus, dass mehr Mitglieder der Nutzergruppe B auf dem Netzwerk sind.

Ein Beispiel: Einem Nutzer von Windows (Nutzergruppe A) entsteht ein Zusatznutzen, wenn möglichst viele Entwickler (Nutzergruppe B) für das Betriebssystem seiner Wahl entwickeln. Je mehr Entwickler Programme für Windows entwickeln, desto größer wird die Auswahl für die Endkunden von Windows (Nutzergruppe A) und damit steigt ihr Gesamtnutzen an Windows.

Zweiseitige Märkte allgemein

Das wesentliche Merkmal zweiseitiger Märkte sind gegenseitige, indirekte Netzwerkeffekte. Auf zweiseitigen Märkten treffen (mindestens) zwei unterscheidbare Gruppen von Akteuren aufeinander, deren Nutzen an der Plattform steigt, wenn die jeweils andere Gruppe auf der Plattform größer wird.

Nehmen wir das Beispiel von eben noch einmal auf: Betriebssysteme wie Windows sind zweiseitige Märkte. Warum: Weil, wie eben beschrieben, die Attraktivität des Betriebssystems für den Endnutzer (Gruppe A) steigt, wenn viele Programme dafür zur Verfügung stehen. Gleichzeitig steigt die Attraktivät des Betriebssystems für die Entwickler (Gruppe B), wenn es von sehr vielen Endnutzern (Gruppe A) und damit potentiellen Kunden eingesetzt wird.

Microsoft muss also einen Weg finden, wie es beide Gruppen dazu bringt, das Betriebssystem einzusetzen, weil erst dann die Plattform attraktiv und damit erfolgreich wird.

Weitere Beispiele für zweiseitige Märkte mit den entsprechenden Gruppen:

  • Einkaufszentren: Läden, Kunden
  • Spielkonsolen: Spiele-Entwickler, Spieler
  • Kreditkartensysteme: Kreditkarte akzeptierende Läden, Kreditkartenbesitzer
  • Werbefinanzierte Medien: Werbende, Konsumenten (hier können negative Externalitäten auftreten, wenn die Werbung als störend wahrgenommen wird)
  • Blu-ray: Anbieter von Inhalten auf Blu-ray-Discs, Besitzer von Blu-ray-Playern

In allen Fällen profitiert jede Gruppe davon, wenn die jeweils andere Gruppe die Plattform einsetzt.

Der Provider der Plattform internalisiert die Externalitäten (die Netzwerkeffekte) über Architektur der Plattform und vor allem über die Preisstrategie. Der Provider muss für einen Erfolg der Plattform sicherstellen, dass die Netzwerkeffekte und verschiedenen Preissensitivitäten in die Kalkulation seines Angebots einfliessen.

Aus den unterschiedlich starken Netzwerkeffekten für die Gruppen folgen unterschiedliche Preissensitivitäten. Das macht sich dann fast immer darin bemerkbar, dass die zahlungswilligere Gruppe die andere Gruppe subventioniert.

Das ist beispielsweise der Grund, warum werbefinanzierte Medien wie Tageszeitungen mit einem Preis unterhalb der Kosten verkauft werden. Auch Spielkonsolen werden oft zumindest in der Einführungsphase mit Verlust verkauft. Auch die Tatsache, dass vieles im Web für Endkonsumenten kostenfrei ist, lässt sich darauf zurückführen. Zu Preisstrategien von Plattformprovidern folgt später noch ein gesonderter Artikel.

Nicht immer ist die Unterscheidung der verschiedenen Nutzergruppen offensichtlich. Wir werden in einem späteren Artikel noch sehen, dass Plattformprovider auch manchmal die Gruppen nicht erkennen und eine suboptimale Preisstrategie fahren, weil sie alle Nutzer gleich behandeln.

Wer ein System mit zweiseitigen, indirekten Netzwerkeffekten aufbauen will, steht vor einem Henne-Ei-Problem. Gehen wir von zwei Nutzergruppen aus, A und B:

Der Nutzen des Systems für Gruppe A entsteht nur, wenn Gruppe B an Bord ist. Das Gleiche gilt umgekehrt für Gruppe B wenn zweiseitige indirekte Netzwerkeffekte vorliegen. In diesem Fall wartet jede der Seiten darauf, dass die andere Seite die Plattform annimmt.

Zweiseitige Märkte im Internet

Werbefinanziert

Sehr viele Internetangebote sind zweiseitige Märkte. Immer, wenn ein Dienst werbefinanziert ist, entsteht auf ihm automatisch ein zweiseitiger Markt.

Social Media und Co.

Ob werbefinanziert und/oder mit APIs: Soziale Netzwerke oder andere auf die Vernetzung zwischen den Endnutzern setzende Internet-Plattformen zeichnen sich neben den zweiseitigen, indirekten Netzwerkeffekten zusätzlich durch einen starken direkten Netzwerkeffekt auf der Seite der Endnutzer aus. Das ist ausgesprochen wichtig, wie wir später noch sehen werden.

Plattformen mit APIs

Wenn Internet-Plattformen eine API (Programmierschnittstelle) einführen, werden sie ebenfalls zu einem zweiseitigen Markt: Auf der einen Seite die Entwickler, die auf die API setzen. Auf der anderen Seite die Endnutzer, die vom reichhaltigen Ökosystem profitieren.

Einige konkrete Beispiele:

  • Facebook Plattform und Facebook Connect: Anbieter von Apps wie FarmVille und Webpublisher auf der einen Seite, Endnutzer auf der anderen Seite.
  • Twitter: Wohl neben Facebook das bekannteste Beispiel für eine populäre API im Internet. Anbieter von Twitterclients auf der einen und Endnutzer auf der anderen Seite dürften in diesem Ökosystem die stärksten zweiseitigen, indirekten Netzwerkeffekte verspüren.
  • Apples Appstore: Auch der Appstore für iPhone, iPod Touch und iPad ist ein zweiseitiger Markt. Je mehr Endnutzer diese Geräte einsetzen, desto attraktiver wird das System für die Entwickler, was sich wiederrum in einem Angebot äußert, dessen Vielfalt ein wesentlicher Erfolgsfaktor auf Endnutzerseite ist. Der Appstore von Apple ist aktuell ein Paradebeispiel für einen florierenden zweiseitigen Markt.

Eines haben all diese Beispiele gemeinsam: Sie sind auch ohne die Zusatzangebote von Drittanbietern nutzbar. Das ist notwendig: Damit der zweiseitige Markt funktioniert, muss der Provider wie oben beschrieben eine Henne-Ei-Problem lösen. Wie auf dem Desktop die Betriebssysteme, die von Haus aus alle mit Programmen ausgeliefert werden, die Grundfunktionen erfüllen, können auch die Internetplattformen genutzt werden, ohne dass der Endnutzer auf Drittanbieter setzen muss.

Dass er es bei den erfolgreichen Angeboten kann, sichert ihnen weiteres Wachstum.

Auch addon-fähige Software wie die Browser Firefox, Chrome und andere sind zweiseitige Märkte: Je mehr Addons, desto nützlicher werden sie. Je nützlicher sie sind, desto mehr Menschen setzen die Browser ein.

Zunehmende Komplexität

Das bringt uns gleich zu einem Punkt, der in den kommenden Jahren an Bedeutung zunehmen wird: Zunehmende Komplexität im High-Tech-Bereich.

Plattformen können auf andere Plattformen aufsetzen oder mit diesen verbunden sein. Dafür gibt es unterschiedlichste Beispiele: Facebook hat eine eigene Applikation für das iPhone. Die iPhone-Applikation Boxcar ermöglicht anderen, auf ihre Push-Funktionalität zu setzen und wird damit selbst zu einem zweiseitigen Markt. Der Twitterclient Seesmic ist Drittanbieter im Twitter-Ökosystem. Mit der kommenden addon-fähigen Version wird Seesmic selbst zu einem zweiseitigen Markt.


Dieser Artikel hat die Grundlagen zweiseitiger Märkte allgemein und im Internet behandelt. In den kommenden Artikeln werden wir uns mit Preisstrategien von Plattformanbietern, Geschäftsmodellen, den Auswirkungen von Multihoming und weiteren Aspekten von zweiseitigen Märkten im Internet auseinandersetzen.“

Quelle: http://www.neunetz.com/2010/04/02/zweiseitige-maerkte-die-grundlagen/

Autonom agierende Mini-Helikopter

The obective of the sFly project is to develop several small and safe helicopters which can fly autonomously in city-like enviroments and which can be used to assist humans in tasks like rescue and monitoring.

sFly is funded by the European Community’s Seventh Framework Programme (FP7/2007-2013) under grant agreement n° 231855.

Consortium:

  • ETH Zürich, Switzerland
  • INRIA: Institut National de Recherche en Informatique et en Automatique, France
  • TUC: Technical University of Crete, Greece → Leaving project by 31st December 2009
  • CSEM Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique SA, Switzerland
  • ATG: Ascending Technologies GMBH, Germany
  • CERTH: Centre for Research and Technology, Hellas → Entering by 1st January 2010

    Quelle und Zitate:

A Logic-Gated Nanorobot for Targeted Transport of Molecular Payloads

DNA-Nanoroboter greift Krebszellen an

US-Forscher haben einen Nanoroboter gebaut, der gezielt Krebszellen angreifen kann. Die Miniaturmaschine nach dem Vorbild der körpereigenen Immunabwehr besteht aus geschickt gefaltetem Erbmaterial (DNA) und lässt sich im Prinzip für jede Zielzelle im Organismus maßschneidern.

Bisher ist der Roboter allerdings erst in Zellkulturen getestet worden. Ob er jemals bei Menschen zum Einsatz kommen kann, ist noch nicht geklärt. Ähnliche Ansätze verfolgen auch andere Forschergruppen

Der Nanoroboter gleicht einem sechseckigen Käfig, der nur 45 Nanometer (Millionstel Millimeter) hoch und 35 Nanometer dick ist – damit ist er rund 2.000 Mal dünner als ein menschliches Haar. Der mit einer speziellen Technik namens DNA-Origami gefaltete Käfig besteht aus zwei Hälften, die von Riegeln zusammengehalten werden. Diese Riegel sind so aufgebaut, dass sie ähnlich wie weiße Blutkörperchen die Oberfläche gewünschter Zielzellen – etwa Krebszellen – erkennen und daran andocken können. Mit dem Andocken konfiguriert der Riegel sich neu, so dass der Nanokäfig aufschwingt.

Der Laderaum lässt sich mit verschiedenen Wirkstoffen bestücken, die auf diese Weise gezielt zu ihrem Einsatzort gebracht werden können. Im Experiment belud das Team um Shawn Douglas von der Harvard-Universität in Boston seine Nanoroboter unter anderem mit molekularen Botenstoffen, die das Selbstmordprogramm einer Zelle aktivieren können. Dieses Programm ist bei Krebszellen typischerweise gestört.

Gezielte Zerstörung

Im Labor konnten die Forscher auf diese Weise die Selbstzerstörung bei Leukämie- und Lymphomzellen auslösen, wobei auch die molekularen Botschaften für die beiden verschiedenen Krebszellen maßgeschneidert werden mussten. Nach diesem Muster könnten verschiedene Aktionen gezielt bei gewünschten Zelltypen ausgelöst werden, erläutern die Wissenschaftler.

Die Forscher, die sich für ihre Arbeit von der Funktion des menschlichen Immunsystems inspirieren ließen, bereiten nach den Worten von Douglas als nächstes Tests an Versuchstieren vor. „Das wird wahrscheinlich ein verbessertes Design erfordern, um eine stabile Zirkulation und Funktion im Blutkreislauf zu gewährleisten“, schränkte der Forscher allerdings ein. „Außerdem müssen die Herstellungskosten des Geräts sinken.“

science.ORF.at/APA/dpa

Quellen:
http://www.sciencemag.org/content/335/6070/831.abstract

Artikelzitat aus:
http://science.orf.at/stories/1694726/

Interleukin-33 aktiviert Immunabwehr (CD8+ T Zellen Responses)

„Neue Erkenntnisse bieten vielversprechenden Ansatz für Impfungen gegen HIV, Hepatitis, Malaria und Krebs

Genf – Schweizer Wissenschafter haben ein Molekül entdeckt, das den Körper bei einer Virusinfektion zur effizienten Abwehrreaktion anregt. Der Mechanismus, bei dem T-Killerzellen im Blut aktiviert werden, könnte dabei helfen, neue Impfmethoden zu entwickeln.

Forscher um Daniel Pinschewer von der Uni Genf haben gemeinsam mit Kollegen aus Berlin einen neuen Mechanismus zum Ankurbeln der Immunreaktion nach einer Impfung entdeckt. Wie die Wissenschafter im US-Fachmagazin „Science“ berichten, wird diese Art der Immun-Alarmierung erst in Gang gesetzt, wenn ein Virus bereits bestimmte Körperzellen getötet hat.

Sterben diese Zellen ab, setzen sie unter anderem ein Eiweiß namens Interleukin 33 (IL-33) frei. Bei Mäusen wiesen die Forscher nach, dass erst IL-33 zu einer kräftigen Immunantwort durch T-Killerzellen, auch bekannt als cytotoxische T-Zellen, führt. Mäuse, die genetisch so verändert waren, dass ihr Immunsystem IL-33 nicht erkennen konnte, waren auch nicht in der Lage, die Infektion abzuwehren.

Vielversprechender Ansatz gegen HIV, Hepatitis und Krebs

Laut den Forschern könnte IL-33 benutzt werden, um zum Beispiel mit einer Impfung die Immunabwehr zu verstärken. Solche Impfmethoden sind laut ihnen nicht nur gegen Infektionskrankheiten wie HIV, Hepatitis oder Malaria vielversprechend, sondern auch gegen Krebserkrankungen. Denn T-Killerzellen können auch Tumorzellen abtöten.“

Quellen: http://www.sciencemag.org/content/early/2012/02/08/science.1215418.abstract
Artikelzitat aus: http://derstandard.at/1328507356183/Interleukin-33-Zelltod-bringt-antivirale-Immunantwort-in-Fahrt

 

5 sectors in India that are most innovative

Every few months, headhunting firms and recruitment consultants release surveys about hiring trends in the country and in the recent past, every survey has something for the Non Resident Indian.
India today, offers better employment opportunities as compared to some of its global peers.
But while landing a job in itself might not be difficult, there are some sectors that are keenly looking out to hire those with global experience. “Some sectors require a certain level of skill and experience that are not available within India Companies in these sectors look at hiring from outside India. And if you are an NRI, with these sought after skills, you might just be the right person the company is looking for,” says Aseem Juneja, a cross border talent expert and founder of Indbound.com.
And while the salaries in India tend to be around 40-70% of dollar salaries, because these skills are much in demand, salaries can be much higher. Kris Lakshmikanth Founder CEO of The Head Hunters India Pvt Ltd.
Says, “Salaries could go up to 100% of dollar salaries in a lot of these cases.”
So which are these sectors? Let’s take a look.

1) HEALTHCARE
Healthcare here mainly includes biotechnology, contract research and manufacturing, clinical research and pharmaceutics.
According to this E&Y Report , the Indian biotechnology sector was valued at USD 4 billion in 2010 growing at nearly 21%, in value over 2000-2010. It is estimated that as of 2012, the Indian CRAMS sector (Contract Research and Manufacturing) will be valued at USD 7.6 billion growing at a CAGR of 47.2% from 2007 till 2012. Express Pharma envisaged that by 201 India would be conducting 15% of all global clinical trials.

“India is fast becoming a hub for outsourcing in the healthcare sector,” says Kris Lakshmikanth Founder CEO of The Head Hunters India Pvt Ltd, adding, “Multinational companies like Pfizer, Novartis, Eli Lilly etc look at India as a skilled and cost effective hub to outsource certain functions. This includes research in areas like stem cell and vaccinations, contract research and clinical re search. While the employees of these outfits are largely from within India, the leadership team of these units is typically those with global experience.”
“Typically, those with a post doctoral qualification with research experience in the US would fit the bill,” he says.

2) TELECOM
“The telecom sector in India has seen an explosive growth in subscriber base and volumes. However, margins in voice based service are thin and companies are looking beyond voice. They are looking at value added services (VAS) and the availability of high bandwidth, upgrades and rollouts of technologies (3G etc) is making that possible,” Juneja explains.
This report from PriceWaterhouse Coopers states: The mobile tariffs in India are one of the lowest in the world and due to hypercompetition in telecom it is not expected to rise in near future. VAS remains only effective tool to increase the ARPU/share of wallet of subscribers. Multilingual content, application support around languages, killer applications and readiness of handsets could drive over Rs 55,000 crore of VAS revenue by 2015.
With the launch of 3G services and expected launch of high bandwidth BWA services, VAS currently has reached its inflexion point.
The constituents of VAS ecosystem such as mobile operators, content creator, handset manufacturer will need to show greater collaboration to achieve full potential of VAS.
“Companies need people to build applications and bring innovative services to the table. And currently, much of these skill sets are only available in the developed markets like the US,” Juneja says.

3) INFRASTRUCTURE
According to this McKinsey Report India’s Eleventh 5-year plan envisages infrastructure investments of close to USD 500 billion with USD 430 billion of this in the core transport and utility sectors. About one fourth of this is expected to be met through Public Private Partnerships.
As the Government in India slowly opens up the infrastructure sector to private companies, the need for experts in this area is increasing.
“Be it building ports, roads, even nuclear plants, private companies are looking to hire individuals who have the experience in infrastructure development,” Juneja says.
Having said that, Lakshmikanth adds, “In this sector, companies are looking at experts from countries like Australia and not so much the US. The infrastructure development in the US happened a long time back. The more modern developments have happened in countries like Australia.”

4) E-COMMERCE
The entry of Amazon.com in India has cast away any doubts about the future of Ecommerce in India. This report says that some USD 3 billion worth of e-commerce was transacted in 201 And, according to Helion Venture Partners, USD 20 billion worth of e-commerce will be done in five to seven years, with 12-15% of shopping going online in this period.
“As Indian Ecommerce and deal companies like Flipkart, Snapdeal etc become popular there is an increasing need for people who have worked in Ecommerce environments – those who can create infrastructure to handle large traffic, build applications, enhance user experience etc,” says Lakshmikanth.
Companies in the US are far ahead in terms of Ecommerce, so as an NRI who has worked in that sector in the US, you will be much sought after in India.

5) INFORMATION TECHNOLOGY
While India continues to remain a hub for cost effective technology operations, certain niche technology operations still require global expertise.
“Technology companies in India for instance might be building a DNA sequencing program for multinational healthcare companies. The functional support for this program will most likely come from someone who has that kind of research background which is available in developed markets” Lakshmikanth says. Juneja too cites the example of pharma analytics as an area that needs expertise from developed markets.
Another area – large logistics and supply chain companies that use Indian technology companies to build their modules. “These companies typically need global experts to offer functional support,” Juneja says.
In addition to the above, smaller sectors in areas like wine making, gaming etc which are starting to become popular in India are hiring those with global expertise. According to some estimates, wine consumption in India is expected to grow by 25-30% annually between 2009 and 2012 and the Indian Gaming Industry is expected to grow at acompounded annual growth rate of 32% to Rs. 3,100 crore by 2014.

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Quelle: India Newsletter 02.2012 published by the Indian Embassy of Vienna

dieIdee InnovationsAgentur am NETAVIS Observer Summit 2012

Wien, am 03. Februar 2012 – Als einer der führenden Anbieter für IP basierte Audio- und Videoüberwachung veranstaltete die Firma NETAVIS Software GmbH gemeinsam mit Technologiepartnern und Distributoren am 1. und 2. Februar den „NETAVIS Observer Summit 2012“ im Hotel Park Royal Palace in Wien. Rund 90 Technologie-Experten aus über 20 Ländern folgten der Einladung, um sich über die aktuellsten Produkte am Markt zu informieren. Neben zahlreichen interessanten Vorträgen bot die Veranstaltung Raum zum Erfahrungsaustausch und Netzwerken.

 Die Veranstaltung startete mit einer Begrüßung der international angereisten Teilnehmer durch Wolfgang Baumgartner, CEO der NETAVIS Software GmbH, und einem kurzen Vortrag über die wichtigsten Programmpunkte. Im Anschluss folgten Fachvorträge von NETAVIS und den Partnerunternehmen.

Chris Vandebrouck und Darren Shurmer machten den Anfang und informierten über die Intelligent HD und Hybrid Kameras von Sony, die für eine Optimierung der Farbtöne und Helligkeit und damit für eine hohe Qualität der Überwachungsbilder sorgen.

Danach stellte NETAVIS ihre „all-in-one“ IP-Surveillance Lösung vor, basierend auf Kooperationen mit dem asiatischen Storage-Spezialisten Thecus bzw. mit dem Computer-Riesen Hewlett-Packard (HP). Durch die Kombination der Network Video Recording-Systeme von Thecus bzw. HP mit der NETAVIS Software Observer 4 bieten die Technologiepartner ihren Kundeneinzigartige Out-of-the-Box Appliances.  Diese zeichnen sich vor allem durch verbesserte Compliance, kurze Installationszeiten und einfachste Bedienung aus. Sowohl Thecus als auch HP zeigten ihre Geräte live vor Ort.

Ebenso stand am ersten Tag eine Europapremiere am Plan. Der Hersteller Axis präsentierte seine neueste Entwicklung, das Modell Axis P-85. Das Besondere: die kaum bemerkbare, nur millimetergroße Linse der Netzwerk-Kamera ist auf 1,6m Höhe in einer Röhre vorinstalliert, die gängigen Installationsröhren zum Verwechseln ähnelt. Im Vergleich zu herkömmlichen Kameras, die an der Decke montiert sind, gewährt diese in Augenhöhe angebrachte Indoor-Ausführung sowohl einen breiten Überblick als auch die zuverlässige Identifizierung von Personen. Anwendung findet diese Kamera vor allem im Bank- und Gesundheitswesen.

Am Nachmittag fanden die Vorträge von Florian Wurzer, easyplex Software, und Wolfgang
Baumgartner, NETVIS, zum Zukunftsthema Physical Security Information Management, kurz PSIM, statt. Hier handelt es sich um eine Software-Plattform, die mehrere Sicherheits- und Facilitymanagement-Anwendungen integriert.


Dadurch können eingehende Informationen unterschiedlicher Quellen (Zutrittskontrollstellen, Videoüberwachungssysteme, Gebäudetechnik etc.) in einer zentralen Nutzeroberfläche erfasst, verarbeitet und kontrolliert werden. PSIM ermöglicht zahlreiche organisatorische Vorteile, wie bessere Kontrolle und Evaluation, und trägt zudem durch gesteigerte Effizienz zu einer Kostenreduktion bei.
Den Abschluss der Vortragsreihe bildete Waldemar Gollan von Arecont Vision, dem internationalen Marktführer in der Herstellung hochauflösender IP-Kameras, mit seinem Fachvortrag „The Power of MegaPixel“.

JCV Professional stellte sechs neue Überwachungskameras mit der neuen Super LoLuxTM Technologie beim diesjährigen NETAVIS Observer Summit europaweit erstmals vor. Die speziellen Videokameras sorgen selbst bei nahezu keinem Licht für eine getreue Farbwiedergabe. Darüber hinaus sind sie durch gesteigerte Energieeffizienz im Vergleich zu konventionellen CCTV Kameras sehr umweltfreundlich.


Zudem wurden interessante Best-Practice Beispiele, wie das Projekt Wiener Wohnen, umgesetzt vom Technologiepartner A1 Telekom Austria präsentiert. Am Ende der Veranstaltung gab der Chef-Entwickler der NETAVIS Videoanalyse iCAT, László Dezsényi, Einblicke in zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen. Live präsentierte er die zahlreichen Features und Anwendungsmöglichkeiten des innovativen Analysetools.

Rückfragehinweis: innovativ@dieIdee.eu

Spritzgießbarer hochleitfähiger Faserverbundkunststoff „Hot Polymer CF 273“

Nachdem das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement EVD, Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT, Förderagentur für Innovation KTI der Rominger Kunststofftechnik GmbH einen Innovationsscheck für die Weiterentwicklung des thermisch leitfähigen Faserverbundkunststoffes „Hot Polymer CF 273“ ausgestellt hat, fand nun an der Interstaatlichen Hochschule Buchs (NTB) am 20. Jan. 2012 eine weitere Projektbesprechung statt.

Wie elektrische amorphe Isolatoren, so sind auch Kunststoffe schlechte Wärmeleiter. Die Wärmeleitfähigkeit von Kunststoffen im ungefüllten Zustand liegt im Bereich von 0,1 W/mK bis 0,5 W/mK.
Im Vergleich zu den Metallen somit um ein Vielfaches niedriger.
(Metalle: 10 – 400 W/mK).

Kunststoffe sind elektrische Isolatoren mit Leitfähigkeiten im Bereich von 10-16 S. Durch das Das Zugeben von elektrisch leitfähigen Füllstoffen zu einer Kunststoffmatrix ermöglicht eine Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit.
Kunststoffe sind somit im ungefüllten Zustand schlechte Wärmeleiter und elektrische Isolatoren.

Durch Zugabe von leitfähigen Füllstoffen nimmt die thermische und elektrische Leitfähigkeit gemeinsam zu. Viele technische Anwendungen erfordern jedoch eine hohe Wärmeableitung bei gleichzeitiger elektrischer Isolation.

Ein Kunststoff mit neuen Eigenschaften
Ein spritzgiessbarer thermoplastischer Kunststoff, der einerseits Wärme leicht ableitet, andererseits aber elektrisch isolierend wirkt. Eine ideale Kombination für PCs und besonders Laptops, die sich heute noch zu sehr erwärmen bzw. deswegen gekühlt werden müssen. Messungen am Lüfterausgang ergeben Messwerte über 70°C. Generell kommen sämtliche bestehende Kunststoffanwendungen die über eine verbesserte Wärmeabfuhr bei gleichzeitiger elektrischer Isolation verfügen müssen in Frage.  
Medizintechnik: Für Gehäuseverschalungen wie z.B. Pumpengehäuse für die Absaugung von Blut und Sekret, Kunststoff-Wannen für Lichttherapien, wärmeleitfähige Tubes uvm.

Summary
Ein thermisch hochleitfähiger, elektrisch jedoch isolierender Kunststoff stellt zweierlei dar:
a) eine kostengünstige Alternative/Substitut zu Metallapplikationen und
b) einen Innovationssprung zu bestehenden Kunststoffsystemen.

Ein mögliches Anwendungsbeispiel von vielen:
Die Laptop-Gehäuse von Mac sind aufgrund der Wärmeproblematik bei den Kunststoffgehäusen (Wärme wird gebunkert) aus gut leitendem Aluminium.
Die Idee ist funktional gesehen gut und macht durchaus Sinn, doch preislich nicht, denn die Herstellung der Aluminiumverschalung ist enorm aufwändig, teuer und nicht gegen Oxidation gefeit. Der leitfähige Kunststoff kann dagegen mit der geeigneten Verarbeitungstechnologie vollautomatisch, schnell, günstig und oxidationsfrei zu Laptop-Gehäusen verarbeitet werden.

Stationen, bisherige Ergebnisse und Ausblick
Die Situationsanalyse inkl. Marktanalyse mit integrierter Patentrecherche hinsichtlich bestehender Systeme ist bereits abgeschlossen.
Das Fazit war, dass keine Patentverletzung zu erwarten ist und dass keine der bestehenden Kunststoffmatrix-Systeme (wie z.B. mit Bornitrid) nicht mal annähernd diese Anforderungen erfüllt. Die Interstaatliche Hochschule Buchs (Prof. Dr. Bernard und Prof. Dr. Affolter), die Semadeni AG (Herr Patrick Semadeni), Herr Silvio Gächter (Diplomarbeit 2011, IBZ eidg. anerkannte Höhere Fachschule) sowie Fallstudien der IBZ leiteten die entscheidenden Entwicklungsschritte ein. Als Meilensteine können genannt werden: Der Nachweis der Spritzgiessbarkeit trotz sehr hohen Füllgraden. Bessere technisch-wirtschaftliche Wertigkeit im Vergleich mit anderen leitfähigen Materialien.

Kontaktadresse:
Rominger Kunststofftechnik GmbH, Bleick 3b, CH-6313 Edlibach, Switzerland
Internet: http://www.kunststofftechnik.ch

Bildquellen: Lars Rominger
Abb. 1:  Schematische Darstellung der magnetischen Eigenschaften, der elektrischen und thermischen Leitfähigkeit sowie der mechanischen Eigenschaften vom Füllstoffgehalt.

Abb. 2: Chemisch geätzter Anschliff eines thermisch leitfähig modifizierten Kunststoffes mit Kupferzusatz. Rasterelektronenmikroskop (REM) – Betrachtung der Kunststoffstruktur und der Füllstoff – Matrix – Anbindung.

Rückfragehinweis: innovativ@dieIdee.eu

Preisstrategie & Produktstrategie als Motor des Innovationsmanagements

Was hat die Höhe der Lohnstückkosten mit dem Image des Innovationspotentials einer Volkswirtschaft zu tun?

Die Presse klärt auf:

Über den gesamten Zeitraum ab 1990 stiegen die Lohnstückkosten ähnlich [Anm. dieIdee Innovationsagentur „wie in Deutschland“] stark bei den anderen Ländern der Eurozone. Das absolute Niveau bleibt hoch: Nur vier wichtige Industrienationen und EU-Länder haben höhere Lohnstückkosten. Wenn also alle Welt deutsche Waren kauft, hat das einen anderen Grund. Die Industrie besetzt Nischen statt Massenproduktion, sie punktet mit Innovation und maßgeschneiderten Lösungen. Das macht die Produkte weniger preissensibel, aber nicht immun für den Wettbewerb.

Wie stark sind Ihre Produktlösungen innovativ maßgeschneidert? Diskutieren Sie mit: innovation@dieIdee.eu

Bildquelle: http://diepresse.com/images/uploads/d/8/4/724356/deutschen_gross_stark_macht_launchy-view-132673465783420120116182707.jpg

Quelle: Die Presse Printausgabe vom 17. Jänner 2011, Seite 1

Akkumulatoren durch Nanotechnologie 100-fach leistungsfähiger

Leistungsstarke Akkus, vielfach gewünscht, dennoch schwierig herzustellen.

Stanford, eine der vielen Forschungsschmieden weltweit wollen eine neue innovative Technik erfunden haben, welche die Akkulebenszeit um einen signifikaten Faktor erhöht.

Der Trick dahinter? Die Verwendung eines Materials aus Nanopartikeln.

Die Forscher sprechen von bis zu 100 fach erhöhte Leistung, die sich in der Zahl der Ladezyklen eines Akkus ausdrückt.

„Die Basis ist eine Elektrode, die aus Nanopartikeln einer Kupferverbindung besteht. Im Gegensatz zu Lithium Ionen Akkus ist die neue Technologie effizienter und relativ günstig in der Produktion. Zudem könnten sie als Zwischenspeicher dienen – zur Ausgleichung von Leistungsschwankungen, zu denen es durch Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien kommt.“

Protypen exisitieren noch nicht, in Systemtests wurden bereits 40.000 Charge und Decharge Zyklen erreicht. 80 % der Anfangsleistung zeigen die deutliche Leistungsfähigkeit der Technologie, die sich mit der atomaren Struktur der „Kupfer-Hexacyanoferrats“ in Kristallform darstellt. Herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus erreichen 400 Ladezyklen.

„Ionen können in der offenen Kristallstruktur leichter eindringen als in anderen Materialien, wo sich das Kristallgitter durch den regen Teilchenfluss zunehmend abnutzt. Im Vergleich zu Lithium-Ionen dienen Kalium-Ionen als Ladungsträger, die aufgrund ihrer Größe besser zu den Öffnungen in der Kristallstruktur der Elektrode passen.“

Ein weiterer Ansatz ist „In-Plane Vacancy-Enabled High-Power Si-Graphene Composite Electrode for Lithium-Ion Batteries“ der Autoren Xin Zhao, Cary M. Hayner und Mayfair C. Kung.

Quellen:
http://derstandard.at/1319183879639/Long-Life-Neues-Material-soll-Akku-Lebensdauer-um-das-100-Fache-erhoehen

http://news.stanford.edu/pr/2011/pr-longlife-power-storage-112311.html

http://www.northwestern.edu/newscenter/stories/2011/11/batteries-energy-kung.html

Apple patentiert Handy-Brennstoffzelle

In Zukunft werden Brennstoffzellen in mobilen Geräten wochenlange Stand-By Zeiten ermöglichen.

Brennstoffzellen konvertieren Wasserstoff, Sauerstoff in Wasser, Hitze und Elektrizität. Das US Patentamt genehmigte 2 Apple Patente, deren Zweck die Beschreibung dieser mobilen Konvertierung ist.

Laut Apple ist es „extrem schwierig Brennstoffzellen zu entwickeln, die einerseits sehr portabel und mobil und andererseits kostengünstig genug beschaffen sind, um sie in mobilen Endgeräten einzusetzen.

Eines der Patente beschreibt ein integriertes Brennstoff-Zellen-System, das eine wiederaufladbare Batterie laden und entladen kann. Somit wird nur eine kleine flexible und leichte Stand-by-Batterie benötigt und kein großes, teures System.

Der Gewinn: ein mobiles Endgerät, sei es Handy, Laptop oder Tablet, mit einer Laufzeit von mehreren Wochen.

Quelle: http://mashable.com/2011/12/26/iphone-hydrogen-cells/