Amazon is known for having low prices. But a study conducted by a startup called Boomerang Commerce reveals that Amazon’s pricing strategy is much more nuanced than simply undercutting the competition.
Boomerang, founded by Amazon veteran Guru Hariharan, makes software that tracks prices on shopping sites that compete with its clients, then recommends price changes dynamically. Those changes are based on rules its clients set about which products to match prices on and which to boost higher or drop lower than a competitor’s to boost profits or sales, respectively.
The study of Amazon’s pricing uncovered some interesting tactics. First, Amazon doesn’t have the lowest prices across the board, which may not surprise industry insiders but might surprise Amazon shoppers.
Instead, according to Boomerang’s analysis, Amazon identifies the most popular products on its site and consistently prices them under the competition. In one example, Boomerang observed Amazon testing price reductions on a $350 Samsung TV — one of the most popular TVs on Amazon — over the six months leading up to Black Friday. Then, on Black Friday, it dropped the price to $250, coming in well below competitors’ prices.
But when it comes to the HD cables that customers often buy with a new TV, Amazon actually pushed up the price by 33 percent ahead of the holidays. One reason is that the cables weren’t among the most popular in their category, meaning that they have little impact on price perception among shoppers. Secondly, Amazon most likely figures (or knows) it can make a profit on these cables because customers won’t price-compare on them as carefully as they would on more expensive products.
In another example, Amazon priced one of the most popular routers on its site about 20 percent below Walmart’s price. But when it came to a much less popular router, Amazon priced it almost 30 percent higher than Walmart did. Again, Amazon knows which products will drive price perception among shoppers.
“Amazon may not actually be the lowest-priced seller of a particular product in any given season,” the report reads, “but its consistently low prices on the highest-viewed and best-selling items drive a perception among consumers that Amazon has the best prices overall — even better than Walmart.”
The study was part of a white paper Boomerang released on Tuesday to bring attention to the idea of price perception in e-commerce. The startup has created a “price perception index,” which it described as “a numerical pricing model that captures customer psychology of price perception. It does so by providing a tangible statistic of how a company’s products … are priced, relative to the competition, weighted by customer interest.”
The goal of the index is to highlight how a nuanced approach to pricing — such as Amazon’s — can be a smarter, more cost-effective option over simply price-matching across the board. This is where Boomerang enters the conversation: The startup wants to help Amazon competitors think about pricing in as sophisticated a way as Amazon does.
“Amazon is doing it at scale, with what is estimated to be 10 billion pricing changes across the holidays,” CEO Hariharan said. “Some retailers are doing it every three months.”
Source: http://recode.net/2015/01/13/how-amazon-tricks-you-into-thinking-it-always-has-the-lowest-prices/
Photo Source: http://g-ecx.images-amazon.com/images/G/01/marketing/prime/pdp/Hero_fade_White_girl._CB336386325_.jpg
Für effektives Online Marketing ist YouTube eine der wichtigen Plattformen überhaupt, leider wird sie aber noch zu oft vernachlässigt. Keine Frage, in Sachen Entertainment kann YouTube im Internet niemand das Wasser reichen. Allerdings stellt sich die Frage, warum einige Videos erfolgreicher werden als andere. Die Reichweite, die YouTube bietet, lässt sich für mehr Traffic, für besseres Branding oder auch für eine Steigerung von Sales sinnvoll nutzen. Doch wie werden Videos erfolgreich? Liegt es an der Einbindung auf Websites oder in sozialen Netzwerken? Oder spielt YouTube selbst doch die größte Rolle?
Videos gehen nicht einfach so viral
Bekannt ist YouTube bei den meisten für die viralen Videos, egal ob Klavierkatze oder Gangnam Style. Aber einerseits ist das nur schwer oder in Ansätzen planbar und andererseits ist ein virales Video keine nachhaltige Strategie, um zum Beispiel eine Marke oder ein Produkt langfristig und nachhaltig aufzubauen.
Mit dem YouTube Periodensystem aus der Infografik hat man jetzt aber eine kleine Checkliste an der Hand. Sie zeigt welche Faktoren besonders entscheidend sind, damit ein Video viel Aufmerksamkeit bei den Zuschauern erregt.
Und ganz ehrlich: bei den meisten Elementen denkt man sich direkt, dass man da auch selber hätte drauf kommen können. Aber das ist ja meistens das Problem, bis man darauf gestoßen wird. Eine Checkliste oder Übersicht wie die YouTube Rankingfaktoren als Periodensystem helfen oft weiter, da man sich daran abarbeiten kann. So vergisst man die wichtigen Punkte nicht.
Beteiligung ist extrem wichtig
Die wichtigsten Elemente in der Kategorie Engagement sind die Shares, Likes und Comments. Nun könnte man natürlich sagen, dass das ein schöner Rankingfaktor ist, aber doch nicht direkt beeinflussbar. Und genau das ist der falsche Ansatz, denn wie bringe ich die Leute dazu, mein Video zu teilen oder zu kommentieren?
Ganz klar, ich wende mich aktiv an sie im Video und provoziere eine Reaktion. So kann ich diese Reaktionen aktiv steuern und mir auf diese Weise die nötigen Rankingfaktoren beschaffen, damit mein Video gesehen wird.
Natürlich lässt sich nicht jedes Element direkt aktiv beeinflussen, aber dieYouTube Rankingfaktoren als Periodensystem bieten einen guten Ansatz, um sich über seine erfolgreichen und nicht erfolgreichen Videos Gedanken zu machen und so zu erkennen, welche Elemente noch beachtet werden müssen. Vielleicht finden einige so die Anregung, um ihre Videos attraktiver zu vermarkten.
YouTube nicht unterschätzen
Die Produktion von Content für YouTube ist mit Sicherheit aufwendiger als das Verfassen von Texten, sofern man nicht an einem kompletten Buch arbeitet. Und so sind viele eher abgeschreckt, wenn es darum geht, gute Inhalte für YouTube zu produzieren. Das ist unter anderem auch ein Problem, warum viele Firmen und Unternehmen auf YouTube nicht oder nur sehr zögerlich aktiv sind.
Diese Angst ist aus meiner Sicht unbegründet. Niemand erwartet die Ablieferung eines Films, der auch einen Preis gewinnen könnte. Wie bei vielen anderen Inhalten im Web steht auch bei YouTube der Mehrwert für die User im Vordergrund. Wenn ein Video einen konkreten Nutzen bringt, dann ist wird es sich auch verbreiten.
Wichtig ist, dass man nicht nur die wichtigsten Hebel innerhalb von YouTube kennt. Es kommt auch darauf an, dass man im Vorfeld alles richtig macht und dafür sorgt, dass der Inhalt des Videos sehenswert ist, weil er für die User nützlich ist. Wer diesen Effekt erzeugt, steigert die eigenen Chancen, mit seinen Videos erfolgreich zu sein.
quellen:
http://webvideo.com/de/periodensystem/
http://bjoerntantau.com/infografik-youtube-rankingfaktoren-als-periodensystem-24072013.html

In einer Studie der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit Coundco, Lithium Technologies, SAP, Netconomy und Etecture wurde nach den wichtigsten Metriken zur Erfolgsmessung im Social-Media-Marketing gefragt. Hier das Ergebnis.
1. Reichweite
Hierunter kann die Zahl der Fans, Follower und Subscriber fallen, aber auch die Zahl der Views bei einem Video etc.
2. Interaktionsrate
Meint den Anteil an Fans, die sich direkt in den Social Media beteiligen (durch Kommentare, Replies etc.) oder zumindest mit Beiträgen interagieren (Liken, Favorisieren etc.). Wird auch als Engagement Rate bezeichnet.
3. Websitetraffic
Viele Firmen ziehen Maßzahlen zum Traffic heran, der durch die Social Media auf der eigenen Homepage erzeugt wurde. Dazu gehört die Zahl der Besuche, die Verweildauer und die Views.
4. SEO-Verbesserungen
Social Signals werden für die Suchergebnisse von Google immer wichtiger. Entsprechend kann dies auch in die KPIs mit einfließen.
5. Sentiment
Sentiment-Analysen versuchen, die Stimmungslage bezüglich eines Unternehmens, einer Marke oder eines Produkts in den Social Media zu erfassen. Dazu wird zum Beispiel die Wortwahl der User automatisch untersucht.
6. Konversionsrate
Die Konversionsrate bestimmt das Verhältnis zwischen der Zahl aller Besucher eines Social-Media-Auftritts und der Zahl derjenigen, die dort die vom Unternehmen gewünschten Handlungen tätigen, wie Kauf, Newsletteranmeldung etc.
Es war ein Skandal von einer Größenordnung, dass ihn selbst ausgebuffte PR-Profis nicht mehr einfangen konnten: Die Uber-kritische Tech-Journalistin Sarah Lacy sollte mit einer Schmutzkampagne überzogen werden, pikante Details aus ihrem Privatleben ausgegraben werden – diesen besonders durchdachten Vorschlag äußerte Emil Michael, Ubers Senior VP for Business, am Freitag bei einer Veranstaltung in New York. BuzzFeed berichtete über die fehlgeleitete Idee; außerdem enthüllte das US-Medium, dass Uber-Manager auch Einblick in die Fahrtrouten und damit die persönlichen Daten von Journalisten nahmen. Das PR-Desaster war perfekt.
Ein Skandal, der zur Unzeit kommt. Denn eigentlich versucht das Unternehmen alles, um sein Arschloch-Image abzustreifen. Und dann sind da die schier endlosen Proteste von Taxi-Fahrern rund um den Globus, Taxizentralen, die mit einem weltweiten Verbund gegen den US-Konkurrenten aufrüsten; nicht nur in Deutschland legen sich die Gerichte quer, Uber muss Fahrer daher angeblich schon mit Sonderboni dazu bringen, überhaupt Fahrten anzubieten und wer dieser Tage in Berlin ein UberBlack-Auto rufen will, dem offenbart die App: keine Fahrer unterwegs, nichts, nada.
Uber geht durch die tiefste Krise seiner Unternehmensgeschichte. Und doch scheinen Investoren gewillt, auf die bereits vorhandenen anderthalb Milliarden US-Dollar an Funding bald noch eine oder gar zwei weitere Milliarden draufzulegen. Das Unternehmen, das bei der letzten Finanzierungsrunde im Juni mit 17 Milliarden bewertet wurde, wird dann irgendetwas zwischen 25 und mehr als 30 Milliarden wert sein.
Woher kommt dieses scheinbar grenzenlose Vertrauen? Was macht das Startup für Investoren derart attraktiv? Und wo steht das Startup, das heute schon längst nicht mehr nur ein Limousinen-Service ist, derzeit wirklich?
Quelle: http://www.gruenderszene.de/allgemein/uber-krise-mobilitaetsgigant
Do you know Delphi (or Formerly Delphi Packard)? It is one of the biggest worlds automotive suppliers, just like Magna (formerly Magna Steyr).
Here is the great story that outlines, why the next five years in automotive engineering will dramatically change the whole picture, how we see cars and what will be the next big thing in automotive driving.
„Google gets most of the attention when it comes to self-driving cars. And when it isn’t getting all the love, people focus on the efforts of premier automakers like Audi and Tesla. But the autonomous vehicle that makes human driving a quaint pastime may well come from an auto industry stalwart many people have never heard of: Delphi.
Delphi is one of the world’s largest automotive suppliers and has been working with automakers almost as long as there have been automakers. And it’s got a solid history of innovation. Among other things, it built the first electric starter in 1911, the first in-dash car radio in 1936, and the first integrated radio-navi system in 1994. Now it’s built a self-driving car, but it won’t be sold to the public. This robo-car, based on an Audi, is a shopping catalog for automakers. The car is contains every element needed to build a truly autonomous system, elements Delphi will happily sell.
In other words, it’s an off-the-shelf autonomous system that could help automakers catch up with Google.
Delphi has a long history in passive safety systems—things like airbag deployment electronics—and began the progression to active safety that strive to prevent rather than merely mitigate crashes. Delphi got in the game in 1999, when Jaguar used Delphi’s radar system in the adaptive cruise control first offered on the 2000 XKE. Today, Delphi offers a range of active safety systems, from automatic emergency braking to blind spot detection to autonomous lane keeping.
Until now, those systems have operated independently of one another. Delphi wanted to make them work together. “The reality of automated driving is already here,” says John Absmeier, director of Delphi’s R&D lab in Silicon Valley. “It’s just been labeled mostly as active safety or advanced driver assistance. But really, when you take that one step further and marry it with some intelligent software, then you make automation. And you make cars that can navigate themselves.”
That marriage has come through a partnership with Ottomatika, a company spun out of Carnegie Mellon’s autonomous vehicle research efforts to commercialize its technology. Delphi provides the organs—the sensors and software for controlling the car. Ottomatika adds a central brain and nervous system—the control algorithm to bring all the data from sensors into one place and tell the car what to do. The result is Delphi’s Automated Driving System, a name so boring you’ve likely already forgotten it.
The name is lame (even if the unintended acronym, DADS, is pretty funny), but at least Delphi had the sense to pack the tech into a 2014 Audi SQ5, which it chose simply because it’s “really cool,” Absmeier says. (The company changes up its showcase vehicles; earlier this year it rolled into CES with a Tesla Model S and Fiat 500.) At first glance, the car seems stock, but it’s actually covered in high-tech sensors.
A camera in the windshield looks for lane lines, road signs, and traffic lights. Delphi slapped a midrange radar, with a range of about 80 meters, on each corner. There’s another at the front and a sixth on the rear. That’s in addition to the long-range radars on the front and back, which look 180 meters ahead and behind. They’re all hidden behind the bodywork, but the LIDAR on each corner need a clear view. So Delphi put them behind acrylic windows. “We tried to make it look pretty,” Absmeier says. The Audi designer who styled the SQ5 might consider the changed look an affront, but he’s probably not as annoyed as the Lexus employee who sees Google sticking a spinning LIDAR on the roof of the RX450h like a police siren.
To give the computer command of the SUV, engineers tapped into the electronic throttle control and steering, and added an actuator to control the brakes. The interior is essentially as it appears in an Audi showroom but for the addition of an autonomous mode button, which you twist to turn on and push to turn off.
Riding in the SQ5 in autonomous mode felt like being driven around by a nun (or at least like the former nun whose car I’ve traveled in a few times). It’s super conservative, accelerating slowly and braking early. No speeding, even on the highway to match the speed of traffic. (It’s likely this was the first time I was in a car that followed the speed limit on a highway off ramp.) It doesn’t turn right on red, which subjects the test drivers to honking and the occasional middle finger from annoyed humans. These are settings Delphi’s engineers could easily change, but for now they’re playing it safe. Very safe.
The emphasis on caution aside, the car drives remarkably well, even adjusting its position within its lane when neighboring cars get a bit close. In a 30-minute that included side roads, main thoroughfares, and Highway 101, the system faltered just twice. After accelerating after a light turned green, the car hit the brakes suddenly, apparently spooked by a car approaching quickly from the right. Pulling into Delphi’s parking lot, it hit a speed bump without slowing down. (Obstacles that are close to the ground, like speed bumps and curbs, are among the hardest things for the car’s sensors to pick up, Absmeier says.) The human in the driver’s seat, Delphi systems engineer Tory Smith, took the controls just once, to make a quick lane change the car was too timid to execute. That kind of caution is what Delphi wants. “If everything’s working, it should be boring,” Absmeier says. “We want boring.”
Google is taking a “moonshot” approach, aiming to put a fully autonomous car on the market within five years. Delphi, despite having developed an impressive system, is more circumspect about the prospect of eliminating the role of humans in the operation of a motor vehicle. “There’s a lot of romantic speculation—hype—around in the industry about that now,” says Owens. “I don’t know when we’ll get there, or if we’ll ever get there.”
And while Delphi likes the idea of one day selling a drop-in autonomous system, Absmeier says that’s not really the point of this project. “The platform enables us to build out all those different components that are required to make an automated driving system in a car, and OEMs can either take the whole package or they can say I want that algorithm and that sensor and that controller, or whatever it is that they need.”
A flexible system is the smart play, Delphi CTO Jeffrey Owens says, because automakers aren’t yet sure exactly what they want to offer. “They don’t know what path they’re gonna go down. They don’t know what governments are going to require, they don’t know what governments are going to not allow. They don’t know what consumers will pay for … They don’t know what insurance companies will incentivize and what they don’t care about. They don’t know what will help them in JD Power and what will hurt them in JD Power.”
That means that whether an automaker is shopping for systems to put in a luxury or bargain car, high volume or low, to meet regulations in the US or China, it can pick and choose the elements of Delphi’s system that it needs. And that’s good for Delphi, which is already in discussions with customers to sell elements from the self-driving platform in the next two years.“
Source: http://www.wired.com/2014/11/delphi-automated-driving-system/
Wie werden wir in 100 Jahren leben? Diese Frage hat der Physiker Michio Kaku den 300 klügsten Köpfen aus Wissenschaft und Forschung gestellt. Die Antworten sind atemberaubend.
Schöne neue Welten: Zum Beispiel im All. In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts machte man sich intensiv Gedanken über Kolonien im All als alternativem Lebensraum – zum Beispiel bei der Nasa. Die ließ auch gleich mal skizzieren, wie so etwas aussehen könnte. Hier: Eine „zylindrische“ Kolonie, entworfen von Rick Guidice.
Quelle: http://www.welt.de/wissenschaft/article112447946/Die-Zukunft-der-Menschheit-wird-fantastisch.html
Amazon Echo schlägt Wellen

Bild: Amazon.com
Amazon hat überraschend „Echo“ vorgestellt, einen Netzwerklautsprecher, der nicht nur Musik abspielt, sondern permanent lauscht und auf Zuruf Fragen beantwortet, die Todo-Liste ergänzt und mehr.
Die knapp 24 cm hohe schwarze Röhre mit einem Durchmesser von 8,3 cm „Amazon Echo“ ist einerseits ein über Bluetooth und WLAN verbundener Netzwerklautsprecher, der sich von Smartphone oder Tablet mit Musik von iTunes, Pandora und Spotify beschicken lässt. Andererseits wartet der mit Fernfeldmikrofonen und Spracherkennung ausgerüstete Echo auf Sprachkommandos. Dabei betont Amazon in dem Werbespot, dass man Echo nicht anbrüllen muss, sondern „überall im Raum gehört“ wird. Wie Apples „Siri“ und Googles „Ok, Google“ aktiviert ein offenbar wählbares Keyword – im Video „Alexa“ – den integrierten Personal Assistant. Alternativ soll man den Echo offenbar mit der dem Amazon Fire TV beiliegenden Voice Remote mit Mikrofontaste steuern können.
Laut Amazon gibt Echo Auskunft über das Wetter, buchstabiert Wörter, stellt den Wecker, spielt die Lieblingsmusik, rezitiert Wikipedia-Einträge, fügt der Einkaufsliste Einträge hinzu und so weiter. Das „Hirn“ von Echo sind die Amazon Web Services, über die ständig neue Kommandos ergänzt werden sollen.
Hochwertige Bass-Lautsprecher (2,5 Zoll) mit Bassreflex und Hochtöner (2 Zoll) versprechen klaren und verzerrungsfreien omnidirektionalen Klang. Über die Sprachsteuerung sollen sich Amazon (Prime) Music, iHeartRadio und TuneIn steuern lassen, während Musik von Spotify, iTunes und Pandora nur über Bluetooth von Mobilgeräten aus übertragen werden.
Amazon Echo gibt es vorerst nur in den USA zum Preis von 199 US-Dollar; Prime-Kunden müssen nur 99 US-Dollar bezahlen. Noch kann aber nicht jeder Echo kaufen. Interessenten müssen sich bewerben und bekommen eine Mail von Amazon, falls das Los auf sie fällt.
Fans von „Star Trek: The Next Generation“ („Computer … !?) werden ihre Freude an dem Gerät haben, wenn Echo das verspricht, was der Werbeclip von Amazon suggeriert. Auf Privatsphäre bedachte Naturen werden hingegen einen großen Bogen um den Lautsprecher machen und keinesfalls eine Amazon-Wanze im Wohnzimmer dulden – Microsoft kann ein Lied davon singen, man erinnere sich an das Horch und Guck der Xbox One. Ob es da hilft, dass Echo einen Schalter zum Deaktivieren des Mikrofon-Arrays besitzt, ist fraglich.
Doch was bezweckt Amazon mit dem Echo? Es wird ja kaum darum gehen, Eric Schmidt bloß zu beweisen, dass Amazon tatsächlich Googles größter Konkurrent ist. Sollte es wie beim Kindle (Fire) oder Fire TV (Stick) vor allem darum gehen, Amazons Inhalte besser an die Kunden zu bringen – also Bücher, Videos und Musik? Wohl kaum. Im Endeffekt dürfte es darum gehen, den Nutzern den perfekten Shopping-Assistenten an die Seite zu stellen, der die ausgesprochenen Wünsche direkt in dem Amazon-Einkaufskorb platziert …
Das liegt wohl an den grundverschiedenen Voraussetzungen. Star Trek
spielt aus menschlicher Sicht in einer Zukunft, in der die Existenz
des Individuums (zumindest der Spezies Mensch) ganz
selbstverständlich durch die allgemeinverfügbare Technik gesichert
ist. An der Stelle läßt sich die Technik wirklich nur noch gemäß der
Überzeugung der Spackeria (die sind seit NSA auch recht still
geworden) im Rahmen von Peinlichkeit gegen andere einsetzen. Heute
geht es dagegen darum, das Individuum bis an die Grenze der
(ökonomischen) Existenzfähigkeit auszupressen – und manchmal auch
darüber hinaus! (Source: http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Reaktion-der-Science-Fiction-Fans/forum-287951/msg-26049853/read/)
Die Zeit ergänzt: http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-10/absolute-preisdiskriminierung
Unendlich viele Preise für ein Produkt: Einer der größten kapitalistischen Träume ist gerade dabei, in Erfüllung zu gehen. Big Data macht es möglich
Supermarkt | © dpa
Die Zeichen dafür, dass sich das kapitalistische Nirwana nähert, mehren sich. Florian Stahl sieht sie überall. Beim Einkauf im Netz, in den USA, in Deutschland. Beispielsweise kürzlich in New York, als sich der Professor für quantitatives Marketing an der Universität Mannheim bei Booking ausloggte, die Cookies löschte, dann seine Hotelanfrage noch einmal startete, diesmal anonym. Da war das gleiche Zimmer plötzlich günstiger. Weil der Algorithmus ihn nicht mehr identifizieren konnte, schlug er ihm einen anderen Preis vor. „Die Preismechanismen sind dabei, sich zu ändern“, sagt Stahl, „und zwar fundamental“.
Im Prenzlauer Berg, im Kaiser’s Supermarkt in der Winsstraße, wo sich Berlin früher zum Flirten traf, drängen sich die Kunden vor einem roten Ständer mit einem Bildschirm. Sie halten eine Karte vor den mannshohen Apparat. Weißes Licht streichelt ihre Hände, ihre Extrakarte wird gescannt, ein leises Summen begleitet das Erscheinen des Bons, darauf ihre Preisabschläge. Dann bin ich dran.
Ich checke ein in die Beta-Phase der dritten industriellen Revolution. Bald soll mich der Kaiser’s Algorithmus komplett verstehen, meine Wünsche vorhersagen können, noch aber kennt er mich nicht. Er hat bisher keinen einzigen Kassenzettel von mir gescannt, nur meine neue Extrakarte. Es ist ein Riesenerfolg in der Kundenkarten-Welt: Ein Drittel der Stammkäufer wurde in den ersten zwei Monaten seit der Einführung Nutzer. Mein Ausdruck zeigt „Ihre persönlichen Angebote heute“: Je 20 Prozent Abschlag für Harry Brot (noch nie gehört) und Bärenmarke Alpenfrische Vollmilch (dachte, die machen nur Kaffeesahne); für Barilla Nudeln gibt es 30 Prozent, für Ritter Sport und Lätta Margarine sogar 40.

Hannes Grassegger ist Ökonom und schreibt unter anderem für „Brand Eins“, DIE ZEIT oder die „NZZ“. Er hat einen Essay über den Umgang mit dem neuen Datenkapitalismus veröffentlicht: „Das Kapital bin Ich“ | © Kein & Aber | © Kein & Aber
Vor gut hundert Jahren beobachtete Arthur Cecile Pigou, Professor in Cambridge, ein seltsames Phänomen: Er sah ins Herz des Kapitalismus und es war leer. Der Preis, um den sich die Marktwirtschaft als System der freien Preise dreht, existierte in Wahrheit gar nicht. In The Economics of Welfare von 1920 beschrieb Pigou seine Beobachtung im Kapitel Das spezielle Problem der Eisenbahntarife: Für eine identische Leistung, die gleiche Bahnfahrt von A nach B, zahlten Menschen freiwillig verschiedene Tarife, je nach Klasse. Pigou erkannte, was für die Ökonomie heute so elementar ist wie die Unschärferelation für die Physik: Es gibt keinen objektiv richtigen Preis einer Ware. Es gibt einzig persönliche Werteinschätzungen.
„Preisdiskriminierung“ nannte Pigou die Unterscheidung von Menschen nach den Preisen, die sie für das gleiche Produkt zu zahlen bereit sind. Für Händler ist sie eine wunderbare Möglichkeit, mehr für die gleiche Leistung zu kassieren. In der Vollendung der Preisdiskriminierung, der „Preisdiskriminierung ersten Grades“ könnten Anbieter, so Pigou, jedem einzelnen Käufer einen Höchstpreis für die Bahnfahrt setzen – und ihm so alles abnehmen, was er überhaupt zu zahlen bereit ist. Fortan lernte jeder Ökonomiestudent die totale Preisdiskriminierung als den heiligen Gral des Kapitalismus kennen.
An der Kaiser’s Kasse zeige ich die Extrakarte, piep!, registriert. Jeder Kauf verändert meine zukünftigen Preise: Ladenpreis minus persönlicher Rabatt. Erst einmal bin ich auf keines der Angebote eingegangen, weder Lätta noch Ritter Sport. Am Scanner hole ich mir den nächsten Bon. Wieder das gleiche Angebot. Dreimal muss ich da durch. Dann ist der Algorithmus angeblich soweit.
Fixe Preise schaffen einen versteckten Sozialvertrag, wie einheitliche Krankenkassenprämien. Hinter Einheitspreisen in Supermärkten, Bahnhöfen und Drogerien steckt ein Gesellschaftskonzept: Alle Käufer sollen gleich sein.
Einheitspreise schaffen Gewinner und Verlierer – dem einen ist etwas eigentlich mehr wert, dem nächsten ist es fast zu teuer. So subventionieren wir einander, vom Joghurtkauf bis zur Taxifahrt. Am meisten profitiert der Durchschnittsmensch. Im Massenmarkt seien personalisierte Preise bislang technisch unmöglich, sagt Florian Stahl, weil sie das Wissen über die Wertschätzung des Käufers für ein bestimmtes Produkt zu einem bestimmten Moment voraussetzten. In diese Wertschätzung könne theoretisch alles einfließen, bis hin zur Wetterlage, wie bei Eis oder Jacken. „Den individuellen Höchstpreis zu erkennen, ist eigentlich ein unendliches Problem“, sagt Stahl.
Lange entsprachen Preise im Alltag dem geschätzten Wert dessen, was unterschiedliche Käufer im Schnitt zu zahlen bereit waren. Bis die Computer kamen, das Internet, Facebook, Google, Scanner, Produkt-IDs, In-Store-Cams, Smartphones – ein Arsenal zur Datafizierung von Personen, deren Vorlieben, Verwandtschaftsverhältnissen, Jobs, Bewegungsmustern, Wertvorstellungen. Seit Kurzem gibt es nun Algorithmen, die die Daten zu dynamischen, individuellen Preisen zusammenrechnen können, wie zuerst die Flugpreise, dann die Hotelpreise, die Elektrizitätspreise und so weiter. Jetzt deutet sich an, dass sich alles herunterbrechen lässt auf den Einzelnen. Es ist, als ob ein Märchen wahr würde.
Das Klingelschild ist golden, Oderberger Straße 44, beste Lage im Prenzlauer Berg, direkt neben dem Modeladen Kauf Dich Glücklich. SO1 steht an der Klingel, kurz für Segment of One. Während in den USA mehr als die Hälfte aller Handelsunternehmen mit sogenannten Price Intelligence Verfahren und dynamischen Preisen experimentiert, jeder zwanzigste Preis bereits personalisiert ist, während die Preisschilder in Frankreich zunehmend durch Digitalanzeigen ersetzt werden, ist das Berliner Start-up SO1 einer der ersten deutschen Anbieter für totale Preisdiskriminierung.
Hier arbeiten 15 Statistiker, ITler, Ökonomen. Menschen, die Google und Henkel verlassen haben, um eine Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Sie stecken hinter den roten Automaten in derzeit 30 Berliner Kaiser’s Testmärkten. Die Extrakarte sei eigentlich wie ein physischer Cookie, erklärt der junge Chef und Mitgründer Raimund Bau. SO1 trage die absolute Preisdifferenzierung aus dem Netz, wo Amazon oder Zalando längst so arbeiteten, in die Welt. Die Karten hätten eine anonyme Kundennummer, man brauche im Gegensatz zu anderen Kundenkarten keine persönlichen Informationen wie Namen oder Adresse. Darauf ist Bau stolz. Erfasst würden an der Kasse nur Kaufzeit, Produktnummer, Kartennummer und der gezahlte Preis. „Bei uns laufen die Daten aus den Kassen zusammen. Wir können beispielsweise identifizieren, wer ein Pepsikäufer ist, sogar wenn er nie Pepsi bei Kaiser’s gekauft hat.“ Das ergebe sich allein aus der erfassten Kombination gekaufter Produkte. Jedes Produkt sei ein statistischer Hinweis auf andere Produktvorlieben, so wie Weleda-Shampoo auf Bio-Obst hinweist.
Auf Basis der Wahrscheinlichkeiten, die aus Testmärkten bekannt seien, könnten nicht nur Vorlieben errechnet werden, so Bau, sondern auch die persönliche Zahlungsbereitschaft und Preissensibilität. „Wenn wir den Cola-Absatz erhöhen wollen, finden wir heraus, ob Du als Pepsi-Liebhaber für Cola ein potenzieller Kunde bist. Ob Du es wiederholt kaufen würdest, wenn Du es einmal ausprobierst. Wie viel wir Dir zahlen müssten, um Dich zum Cola-Kauf zu bringen.“ Lohne sich der Kunde für Cola, biete man ihm an den roten Automaten genau den passenden Preisnachlass für Cola. Resultat seien individuelle Preise.
Heute arbeite SO1 noch mit Bons, bald werde vieles über Apps laufen, sagt Bau. „PayPal, Mastercard, Google arbeiten sicherlich an ähnlichen Methoden.“ Absolute Preisdiskriminierung sei eine weltweite Bewegung, die kaum aufzuhalten sei, weil in gesättigten Märkten wie dem Lebensmittelhandel der Preiswettkampf der einzige Weg sei, den Umsatz zu steigern. „Persil wäscht jetzt noch weißer“ ziehe nicht mehr, sagt Bau. Und altbekannte Promotionen via Coupons oder Rabattmarken hätten aufgrund der Streuung kaum Effekt. Sie würden vor allem von Leuten genutzt, die das Produkt sowieso kaufen würden. Die Extrakarte bringe dagegen pro Nutzer Umsatzsteigerungen im mittleren zweistelligen Prozentbereich. Für Bau eine Win-Win-Win-Win-Situation für Kunde, Händler, Produzent und SO1.
Das will sich auch IBM nicht entgehen lassen. Demandtec heißt die Software des Konzerns. Große Ketten, Lebensmittelhändler, Drogerien oder Baumärkte sollen sie nutzen, um ihre Preise auf Basis von persönlichen Kaufmustern, Konkurrenzpreisen oder anderen Einflüssen ständig zu optimieren. Das ermöglicht verschiedene Preise von Supermarkt zum Onlineshop zum Mobilgerät oder zwischen Gebieten. Eine zweite IBM-Software namens Xtify bietet Techniken, um Kunden jederzeit ortsbezogen mit Angeboten anzusprechen.
Viele Geschäfte haben sich derweil zu veritablen Überwachungsdiensten entwickelt. Das Ziel: Kunden bis ins Detail ausforschen. In der Schweiz können die beiden führenden Supermarktketten Migros und Coop 80 Prozent aller Einkäufe Haushalten zuordnen, dank der Kundenkarten. Niemand weiß mehr über die Schweizer, über ihre Allergien, Aufenthaltsorte, Gewohnheiten, Familienstrukturen, Adressen. Bei der US-Kette Safeways nutzt fast die Hälfte aller Kunden eine App, die ihnen im Supermarkt spezifische Nachlässe anzeigt, beruhend auf der eigenen Shoppingvergangenheit. So entstehen personalisierte Preise.
Ich habe Harry Brot und Barilla Nudeln verbilligt gekauft. Die beiden Angebote fehlen jetzt auf dem dritten Ausdruck. Sonst ist alles beim Alten. Noch ein Einkauf, dann kann ich sehen, was der Kaiser’s Algorithmus von mir denkt. Ob er mir Cola anbietet?
„Von der Ernährung über die Mobilität bis zur Energieversorgung sind elementare Bereiche unseres Lebens von den neuen Preismodellen betroffen“, sagt der St. Galler Ökonom und Zukunftsforscher Joël Cachelin. Und diese Preise würden durch uns unbekannte und unüberprüfbare Kriterien bestimmt.
Die für den Einzelnen bedrohlichste Möglichkeit wäre künftig die Verknüpfung aller Informationen über Firmen und Netzwerke hinweg. Jede unserer Handlungen und Äußerungen, auch vergangene, würde den Preis beeinflussen, den wir für etwas zahlen. Das Netz würde zu einer Art Credit History, wie Kritiker des neuen Facebook Werbedienstes Atlas befürchten.
In Dänemark bietet der Reiseveranstalter Spies derzeit schon Sonderpreise für Paare an, die in ihren Ferien nachweislich ein Kind zeugen. Der Werbegag ist ein Versuch, mit Preisen einem der größten Probleme Dänemarks zu begegnen: dem Mangel an Nachwuchs. Preise sind eines der wichtigsten Steuerungsmittel unserer Gesellschaft. Sie sind Politik. „Die Zeiten des Sozialvertrags im Preis gehen zu Ende“, sagt Florian Stahl. Zukünftig könnten Menschen sogar Identitäten tauschen, um niedrigere Preise zu zahlen.
Brotpreise starten Revolutionen. Was aber passiert mit einer Gesellschaft, deren Preissystem sich komplett ändert?
Nach dem dritten Einkauf gehe ich zum Automaten, um endlich mein persönliches Angebot zu erhalten. Das Licht des Scanners wärmt meine Hand. Mein Rabatt erscheint mit sanftem Summen. 20 Prozent auf Bärenmarke Milch, 40 Prozent auf Lätta Margarine.
Die Sueddeutsche schließt den Themenblock: http://www.sueddeutsche.de/digital/neues-produkt-echo-amazon-erfindet-den-lauschsprecher-1.2209840
Die Gebrauchsanweisung für Amazons neues Produkt hat in ihrer deutschen Ausgabe 351 Seiten und erzählt nebenbei noch die Geschichte einer totalitären Diktatur. Es ist das Buch „1984“ von George Orwell – und das wichtigste Instrument in dieser Dystopie ist der Televisor, der bei allen Bürgern zu Hause fest installiert ist. Er hört alles, kann sprechen und dient auch als Fernseher.
Einen kleinen Unterschied gibt es allerdings: Ein Fernseher ist Amazons „Echo“ nicht und es bleibt auch jedem selbst überlassen, ob er die kleine, schicke, schwarze Säule bei sich zu Hause aufstellt, wo sie fortan auf Sprachkommando reagiert und ihrem Besitzer Fragen beantwortet. Wie zum Beispiel: Alexa, wie viel Uhr ist es? Alexa, wie buchstabiert man Mountainbike? Alexa, wie kocht man Bolognese? Das Codewort Alexa aktiviert Echo.
Das Gerät kann all das, weil es permanent mit dem Netz verbunden ist – und weil Echo offenbar alles hört, was um die kleine Säule herum gesprochen wird. Kein Hersteller hatte bislang die Chuzpe, dieses Gerät wirklich zu bauen und anzubieten. Amazon, der Lieferkonzern, hat die Chuzpe, unsere Gesellschaft zu verändern. Wenig innovative Buchhandlungen und Verlage zu ruinieren. Unseren Konsum zu protokollieren. Produkte will der Konzern seinen Kunden künftig per Drohne liefern – Amazon weiß schon, was gut für uns ist. Dieser Konzern also hat den Televisor gebaut. Herzlichen Glückwunsch!
Und warum auch nicht. Die gesamte Umgebung um uns herum sammelt Daten. Unsere Handys sowieso, unsere Autos, Bankautomaten, Kassen, Kameras, öffentliche wie private, Payback-Karten, Webseiten, die wir besuchen. Dass Echo da so heraussticht, liegt an zwei Aspekten. Erstens: Echo soll im Wohn- und Schlafzimmer stehen. Das Gerät überwacht – oder bereichert – unser zu Hause. Zweitens: Echo ist, wie man es von Amazon kennt und erwartet, ein besonders innovatives Produkt. Es ist ein Wagnis, aber eines das sich lohnen könnte. Echo rückt uns dort näher ans Netz, wo wir bislang konsequent offline sind. Im Wohnzimmer, beim Faulenzen, beim Kochen, beim Schlafen, im Bett. Echo ist, einem Handy nicht unähnlich, die Standleitung unseres Lebens zu einem Amazon-Server. 199 Dollar kostet das Gerät in den USA, bislang können nicht alle Kunden bestellen, Amazon testet noch, wie das neue, ungewohnte Gerät angenommen wird.
Vielleicht hat Amazon deshalb einen betont konservativen Werbespot zu Echo gedreht, der vor allem suggeriert: Echo macht das Leben einfacher. Ansonsten bleibt alles, wie es ist. Vati hört die Nachrichten mit Echo, Mutti kann den neuen Mitbewohner erst nicht richtig bedienen, aber rafft es dann doch noch – so einfach ist Echo! – und kann in Ruhe mit Echos Hilfe kochen. Und es stimmt ja auch: Nicht das Gerät ist das größte Problem, sondern die fehlenden Regeln für das Gerät. Der Zwang, dem Kunden transparent zu zeigen, was mit ihm geschieht, wenn er das Gerät verwendet. Echo ist nämlich nur die Vorderseite des Produktes, das man erwirbt. Den schwarzen Zylinder kann man anfassen, aber für den Kunden nicht greifbar ist der Amazon-Webserver, der mit Echo verbunden ist und der mit jedem Wort, das in Echos Hörweite fällt, dazu lernt. Über den Sprechenden. Über seinen Tonfall, seine Stimmung, seine Wünsche, seine Probleme, seine Hoffnungen, sein Leben.
Echo sammelt jene Kategorie von Daten, die besonders wertvoll und besonders kritisch ist, nämlich personenbezogene Daten. Und der Service wäre nicht halb so bedenklich, wenn er klar geregelt wäre und für den Nutzer vollkommen transparent wäre, wie und wo seine Daten liegen, wer sie bekommt und was mit ihnen angestellt wird. Aber welchen Gesetzen gehorcht Echo überhaupt? Amerikanischen? Deutschen? Wer hat Zugriff auf die Daten? Was geschieht mit den Profilen, die unweigerlich entstehen, wenn Echo immer lauscht?
Amazon in Deutschland konnte eine entsprechende Anfrage der Süddeutschen Zeitung nicht beantworten und verweist auf die amerikanische Pressestelle, die bislang nicht reagiert hat. Auf der Echo Produktseite, auf der sich bislang nur amerikanische Nutzer um ein Gerät bewerben können, sind die Vorteile von Echo ausführlich erklärt. Der tolle Klang der Lautsprecher, wie genau Echo höre, was gesprochen wird, wie sich Echo mit anderen Geräten verbinden lässt. Der Hinweis zum Datenschutz aber führt nur zur ganz gewöhnlichen Amazon.com-Datenschutzseite, die Allgemeinplätze und Standardtexte für den Nutzer bereithält. Wer Echo besitzt, weiß deshalb tatsächlich nicht, wie ihm geschieht. Vielleicht ist es nochmal an der Zeit, die 351 Seiten der inoffiziellen Gebrauchsanweisung zu lesen.
Die Karte zeigt die Verteilung der zwischen 2009 und 2013 erteilten Patente je 10.000 Einwohner, aufgeschlüsselt nach Bezirken. Erfasst sind Unternehmen, Universitäten und private Tüftler, die vom Österreichen Patentamt einen 20 Jahre währenden Schutz erhalten haben. Insgesamt wurden im Erfassungszeitram 7533 Patente erteilt. Erkennbar ist, dass in jenen Bezirken mehr Patente eingereicht wurden, in denen viele Unternehmen konzentriert sind. Besonders sticht die Region von Ried im Innkreis bis Perg hervor. Nach absoluten Zahlen liegt übrigens der Grazer Motorenbauer mit 308 Patenten an der Spitze.
Quelle: http://derstandard.at/2000007836947/Erteilte-Patente-in-Oesterreich